Der Antisemitismus der Anderen

Achtung: Die Veranstaltung ist ausgebucht. Für die Teilnahme per Internet bieten wir einen Live-Stream an.

Die Psychoanalytikerin Prof. Dr. Ilka Quindeau hat mit Ihrer Studie »Psychoanalyse und Antisemitismus« das Konzept des autoritären Charakters und der These der Schuldabwehr einer eingehenden Kritik unterzogen. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass Antisemitismus nicht das Problem spezifischer Charaktere ist, sondern als Potentialität in uns allen steckt und transgenerational weitergegeben wird. Die psychische Empfänglichkeit ist mehr oder weniger ausgeprägt und bleibt häufig latent. Sie bildet aber auch die Grundlage für die massiven Eruptionen, die von Zeit zu Zeit auftauchen.
Um Antisemitismus wirkungsvoll begegnen zu können, bleibt nur die kritische Selbstreflexion eigener Verwobenheiten und Affekte. Konzepte, die Antisemitismusprävention bei »den Anderen« verorten, lenken davon ab und dienen letztlich der eigenen Entlastung von der herausfordernden Aufgabe, die notwendigerweise von uns allen zu leisten wäre.
Prof. Dr. Ilka Quindeau wird zunächst in die zentralen Thesen ihres Buches einführen.

Danach folgt eine Diskussionsrunde mit:
  • Prof. Dr. Ilka Quindeau (Frankfurt University of Applied Sciences)
  • Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (Leitung Forschungsbereich Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung, FH Potsdam)
  • Iven Saadi (BildungsBausteine e.V., Projektleitung „as_ra – Intersektional gegen Rassismus und Antisemitismus)
  • Moderation: Rosa Fava (Intersektionales Bildungswerk in der Migrationsgesellschaft (IBIM))

Es werden die Thesen und deren Konsequenzen für die politische und pädagogische Praxis angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten diskutiert. Abschließend wird das Publikum in die Diskussion einbezogen.

Aufzeichnung der Veranstaltung

Aufzeichnung der Veranstaltung

Formate: video/youtube

  • Kooperationspartner:

    Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit dem BildungsBausteine-Projekt „as_ra – Intersektional gegen Rassismus und Antisemitismus“ durchgeführt, welches im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“, des Berliner Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sowie aus Mitteln des Beauftragten der baden-württembergischen Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben gefördert wird.

Förderlogos von: Bundesprogramm Demokratie leben!, Landesprogramm Demokratie. Vielfalt. Respekt, Staatsministerium Baden-Württemberg
  • Datum:

    Dienstag, 18. November 2025

  • Zeit:

    18.30–20.30 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin, Besuchszentrum / Stadtplan

    Barrierefreiheit: Zugang rollstuhlgerecht Aufzug rollstuhlgerecht WC rollstuhlgerecht Behindertenparkplatz
    Erläuterung der Symbole zur Barrierefreiheit

    Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen (siehe oben).

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei.

  • Anmeldung:

    Achtung: Die Veranstaltung ist ausgebucht. Für die Teilnahme per Internet bieten wir einen Live-Stream an (siehe oben).

  • iCalendar:

  • Ansprechperson:

    Thomas Gill, E-Mail, Telefon (030) 90227 4961