Berlin im Nationalsozialismus – Abriss einer Stadtgeschichte

Buchvorstellung

In diesem Buch analysieren zwei ausgewiesene Berlin-Kenner – Christoph Kreutzmüller und Björn Weigel – die Geschichte der deutschen Hauptstadt im Nationalsozialismus. Ausgangspunkt für diese Alltagsgeschichte der besonderen Art sind idealtypische öffentliche, halböffentliche und private Orte – vom Bett über die Theke, die Straße und das Kulturleben bis hin zur Werkbank und zum Reißbrett.
Anhand dieser Orte beschreiben die Autoren, wie die nationalsozialistische Ideologie und Herrschaftspraxis auf die Stadt und die Gesellschaft wirkten. Gespräche am Kneipentresen geraten dabei ebenso in den Blick wie die Ritualisierung des öffentlichen Lebens oder die Geschehnisse in den vielen verschiedenen Haftorten im Stadtgebiet. Zeitgenössische Fotografien ergänzen die 17 Kapitel.
Das Buch »Berlin im Nationalsozialismus – Abriss einer Stadtgeschichte« wird von Christoph Kreutzmüller vorgestellt. Er ist Vorstandsvorsitzender des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin und stellvertretender Projektleiter des Projekts »#LastSeen. Bilder der NS-Deportationen« am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Zuvor war er u.a. Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz sowie Kurator der Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin. Er hat zahlreiche teils preisgekrönte Arbeiten zur Foto- und Wirtschaftsgeschichte und zur Geschichte Berlins vorgelegt.

Moderation: Anja Witzel, Berliner Landeszentrale für politische Bildung