Online-Ausstellung über die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts

Die neue Online-Ausstellung »Riss durch Europa: Die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts« nimmt ein folgenschweres geopolitischen Ereignis des 20. Jahrhunderts in den Blick. Das Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb beruht auf der gleichnamigen Wanderausstellung des Museums Berlin-Karlshorst und des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte der HHU Düsseldorf von 2024. Die Inhalte dieser analogen Ausstellung wurden digitalisiert und ergänzt. Anhand von historischen und aktuellen Fotografien, darstellenden Texten und Biografien schildert die Ausstellung eindrücklich die gesellschaftlichen und politischen Folgen des Pakts und die unterschiedlichen Erinnerungen. Ein interaktives Kartentool zeigt die zahlreichen Grenzveränderungen in Europa zwischen 1914 und 1991.

Die bpb hat zusätzlich Video-Interviews mit Historiker:innen aus Belarus, der Republik Moldau und aus der Ukraine geführt – Länder, deren Gebiete massiv von den Folgen betroffen und zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Pakts aber keine unabhängigen Staaten waren. Darüber hinaus ordnen Prof. Dr. Claudia Weber von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt / Oder und Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller von der TU Dresden die kontrovers geführten Debatten um die Erinnerung ein.

Die Ausstellung erklärt, was hinter dem Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 steckte: Ein geheimes Zusatzprotokoll regelte die Aufteilung Mittel- und Osteuropas in imperiale Interessensphären – mit verheerenden Konsequenzen für die betroffenen Bevölkerungen. Die Folgen beeinflussen die europäische Politik und divergierende Erinnerungen bis heute.

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