Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord: Begriffe aus dem humanitären Völkerrecht und Völkerstrafrecht sind mittlerweile feste Bestandteile der Medienberichterstattung und der öffentlichen Debatten über Kriege und Gewalt. Doch was genau unter diesen Begriffen verstanden wird und wie Verantwortliche solcher Taten zur Rechenschaft gezogen werden, gerät in diesen Diskussionen oft in den Hintergrund.
Mit genau diesen Themen befasst sich der Völkerrechtler Gerd Hankel in seinem neuen Buch mit dem Titel »‚Unter Waffen schweigen die Gesetze?‘ Völkerrechtsverbrechen und ihre Ahndung«. Darin verdeutlicht er, wie sich das juristische Verständnis sowie die Strafbarkeit von schwersten Verstößen gegen das Völkerrecht im Laufe des vergangenen Jahrhunderts entwickelt haben. Zwar wird staatliche Machtpolitik immer häufiger über internationale Regeln gestellt, jedoch bleibt das Völkerrecht keineswegs wirkungslos: Auch durch Waffengewalt lässt sich dieses nicht zum Schweigen bringen, so der Befund des Autors. Die Publikation ist im Online-Shop der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und im Berliner Medienzentrum der bpb für 5 Euro erhältlich.