Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg erläutert in ihrem neuen Online-Dossier die Entstehung, Bedeutung und Aktualität der Leitsätze des Beutelsbacher Konsenses, dessen 50. Jubiläum in diesem Jahr begangen wird.
Am 19./20. November 1976 wurden auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bei einer Tagung in Weinstadt-Beutelsbach, etwa 20 KM östlich von Stuttgart, die bis heute geltenden Grundlagen politischer Bildung in Deutschland gelegt. Mit seinen drei Leitsätzen – Verzicht auf Überwältigung, Herstellung von Kontroversität, Befähigung zur demokratischen Teilhabe – setzt er bis heute den Standard für den historisch-politischen Unterricht an allen Schulen und weiteren Angeboten der politischen Bildung.
Das Dossier schildert die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Beutelsbacher Konsenses. Es greift aktuelle Debatten auf und geht der Fragte nach: Wie politisch dürfen Lehrkräfte sein? Was bedeutet Neutralität im Klassenzimmer wirklich? Zudem führt das Dossier an den Ursprungsort des Beutelsbacher Konsenses, nach Weinstadt-Beutelsbach. Zum Auftakt des 50. Jubiläumsjahrs stand dort der Neujahrsempfang im Zeichen des Beutelsbacher Konsenses. Vorgestellt wird zudem die Geschichte, insbesondere die Bildungsgeschichte, des schwäbischen Remstalorts.