Die Mehrheit der Gamerinnen und Gamer begegnet regelmäßig extremistischen Inhalten in Online-Spielen, aber die Szene ist für solche Botschaften nicht anfälliger als andere Mediennutzende. Das zeigt ein neues Forschungsgutachten »(Rechts-)Extremismus im Gaming-Bereich«, das modus|zad, Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung, im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales erstellt hat. Das Gutachten sollte klären, wie extremistische Aktivitäten in digitalen Gaming-Welten verbreitet werden und ob diese Inhalte Einfluss auf Radikalisierungsprozesse haben.
Laut dem Gutachten gibt es vielfältige extremistische Aktivitäten mit Gaming-Bezug, z.B. durch die Produktion eigener Propagandaspiele, die Instrumentalisierung kommerzieller Spiele, die Nutzung Gaming(-naher) Plattformen, Gaming-Bezüge in Propagandamaterial oder den Einsatz von Game-Design-Elementen in fremden Kontexten (Gamification).