Neue Broschüre beleuchtet rechte Jugendgruppen in Berlin

In den vergangenen Jahren haben sich in ganz Deutschland zunehmend rechte Jugendgruppen gebildet. Seit 2024 treten besonders viele dieser Cliquen auf, die sich mit Schlagworten wie Stärke, Heimatliebe oder Rebellion schmücken und sich in sozialen Netzwerken als jugendliche Protestbewegung inszenieren. Gruppen mit Namen wie »Jung und Stark« oder »Deutsche Jugend Voran« versuchen dabei, ein Bild von jugendlicher Selbstbehauptung zu zeichnen – tatsächlich verbergen sich dahinter jedoch klar rechtsextreme Ideologien.

In ihren öffentlichen Auftritten – sei es bei eigenen Aktionen, auf der Straße oder in Treffpunkten – geben sich die meist sehr jungen Mitglieder betont kämpferisch und provokant. Ihr Auftreten zeigt, dass rechtsextreme Strömungen versuchen, gezielt an jugendliche Lebenswelten anzuknüpfen und eine vermeintlich coole Gegenkultur zu schaffen.

Genau mit dieser Entwicklung befasst sich eine neue Broschüre des antifaschistischen pressearchivs und bildungszentrums berlin e.V. (apabiz) in Zusammenarbeit mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR). Die Publikation »Extrem rechte Jugendgruppen in Berlin« bietet auf zwölf Seiten einen Überblick über neue Erscheinungsformen rechter Jugendkultur, erläutert Hintergründe und gibt Fachkräften in der Kinder- und Jugendarbeit praktische Hinweise zum Umgang damit. Außerdem enthält sie eine Liste an Beratungsstellen und Unterstützungsangeboten in Berlin.

Interessierte können die Broschüre kostenlos per E-Mail beim apabiz anfordern oder direkt unter diesem Link herunterladen.

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