Neuer rbb-Podcast: »Der Bruch – Frauen zwischen Ost und jetzt«

Von heute auf morgen ändert sich alles: die Gesetze, die Regeln, das Leben. Was früher richtig war, ist heute falsch und umgekehrt. Der neue Doku-Podcast »Der Bruch« des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) erzählt von ostdeutschen Frauen, die nach dem Ende der DDR, im Umbruch der Wiedervereinigung, ihr Leben in die Hand genommen haben. Die Cottbusser Buchautorin Ruth-Maria Thomas führt als Host durch die fünf Episoden.

Die Frauen, die im Podcast porträtiert werden, mussten schwere Entscheidungen treffen – für sich und für andere. Sie mussten sich in einer neuen Welt zurechtfinden. Sie haben viel verloren, aber auch gewonnen. Und die Erfahrungen, die sie damals gemacht haben, erscheinen heute aktueller und wertvoller denn je.

Da ist zum Beispiel Brigitte aus Ballenstedt in Sachsen-Anhalt, die in den frühen 90ern auf die Idee kommt, aus der ehemaligen Betriebskantine eine Disco zu machen. Nur um dann zu erfahren: Ein Unternehmer aus dem Westen hat denselben Plan. Oder Hayk aus Märkisch-Buchholz, die nach drei Monaten Marktwirtschaft einen Zusammenbruch erleidet und ihre frisch eröffnete Arztpraxis dichtmacht, dann aber weiterkämpft – zum Leidwesen ihrer Tochter, die ihre Mutter ab da nur noch selten sieht. Oder Heidi aus Wittstock, SED-Funktionärin und überzeugte Sozialistin. Im Herbst 1989 wird sie auf einmal zum Feindbild und muss einen Weg finden, mit der neuen Realität klarzukommen.

Die ersten zwei Folgen von »Der Bruch« sind bereits in der ARD Audiothek verfügbar – und überall dort, wo es Podcasts gibt. Die weiteren drei Folgen erscheinen donnerstags im Wochenrhythmus.

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