Die Bedrohung durch rechten Terror wächst weltweit. Rassisten und Rechtsextremisten radikalisieren und bewaffnen sich, vernetzen sich global. So entsteht bei Mitgliedern, Mitläufern und Vordenkern der Eindruck, zu einem globalen Machtfaktor geworden zu sein. Was müssen Demokratien tun, um die zunehmende Gefährdung abzuwenden? Kann die Radikalisierung zukünftiger Rechtsextremisten verhindert werden? Diesen Fragen geht eine dreiteilige Dokumentation in der ARTE-Mediathek nach.
Die erste Folge der Dokumentationsreihe »World White Hate« dokumentiert, wie sehr sich rechtsextreme Terroristen weltweit vernetzen. Junge Menschen radikalisieren sich digital, propagieren Gewalt, rekrutieren neue Anhänger über Social Media oder verschlüsselte Dienste wie Telegram. Im Internet verbreiten sie ihre rechtsextremen Ideologien. Die Dokumentation zeigt, wie Hass und Rassismus um sich greifen und die Demokratie gefährden.
Rechtsextremismus im Militär ist weltweit ein nicht zu unterschätzendes Problem. Recherchen belegen, dass sich ehemalige und aktive Soldaten, die rechtsextremen Ideologien folgen, global vernetzen. Rechtsradikale Söldner spielen in diesem Milieu eine bedeutende Rolle: Sie tragen die Bedrohung in die ganze Welt. Ihre Kampferfahrung und Vernetzung machen sie besonders gefährlich. Die zweite Folge der Dokumentationsreihe legt offen, wie rechte Netzwerke gezielt Soldaten und Veteranen ansprechen, Anschläge planen und versuchen, Regierungen zu destabilisieren.
Die dritte Folge mit dem Titel »Widerstand« zeigt, wie Menschen auf unterschiedlichen Ebenen dem globalen Phänomen Rechtsextremismus die Stirn bieten. Der ehemalige FBI-Agent Scott Payne ermittelte undercover in rechten Milieus und betont, wie wichtig es ist, potenzielle Terroristen online zu identifizieren. Aktivistinnen und Aktivisten wie Serpil Unvar in Hanau und der US-Veteran Kris Goldsmith setzen sich für Aufklärung, Dialog und Toleranz ein. Initiativen von Terroropfern und Aussteigern aus der rechtsextremen Szene fördern Verständnis und demokratisches Miteinander.