»YUMI«: Eindrucksvoller Nachwuchsfilm über den Klimakampf im Südpazifik

In der vergangenen Woche hat der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag in einer unverbindlichen Stellungnahme festgestellt, dass die Staaten weltweit – auch vor dem Hintergrund der Menschenrechte – eine Verpflichtung zum Klimaschutz haben. Aus diesem Anlass macht der SWR die Veröffentlichung eines der Filme aus seiner diesjährigen Staffel des Jungen Dokumentarfilms bereits jetzt in der ARD Mediathek verfügbar: »YUMI« erzählt die Geschichte dreier Jurastudierender aus dem Südpazifik, die den Klimawandel über die UN an den Internationalen Gerichtshof bringen möchten.

Das erklärte Ziel der drei: Nichts weniger, als ihre Heimatinseln vor dem Untergang zu retten. Der Film von Felix Golenko begleitet sie von Beginn ihrer Mission an. Solomon (27), Vishal (26) und Romabeth (26) machen sich als Teil einer Bewegung von der Universität des Südpazifiks auf, um über die Vereinten Nationen den Klimawandel vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Die drei arbeiten sich von einem kleinen Universitätsraum bis auf die internationale Bühne vor. Sie lernen, mit Minister:innen, Botschafter:innen und Kommissar:innen umzugehen und erfahren die Frustration diplomatischer Arbeit. Sie stellen sich den Herausforderungen, die ihr ehrgeiziges Ziel mit sich bringt: Eine historische Resolution in den Vereinten Nationen durchzusetzen, die die Pflichten von Staaten hinsichtlich des Klimawandels juristisch bewertet.

Dabei ist der Film nicht nur politisch höchst aktuell, indem er die Ursachen globaler Ungerechtigkeit und die Folgen der Klimakrise greifbar und emotional zugänglich abbildet. Er zeigt auch, was junge Menschen mit zivilgesellschaftlichem Engagement erreichen können. »YUMI« zeigt, wie sie auf politische Frustration reagieren und selbst handeln – Aktivismus statt Ohnmacht.

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