Podcast-Vierteiler über den Bauernkrieg

Vor 500 Jahren ereignete sich der große Bauernkrieg. Eine vierteilige Podcast-Staffel aus der Reihe »Alles Geschichte« erzählt von Knechtschaft und Aufbäumen, von Hoffnung und verlorenen Schlachten, von charismatischen Predigern und brutalen Heerführern – und von einem Regenbogen, der zum Symbol wurde.

Im Jahr 1525 brennen Kirchen, Klöster und Burgen. Durch den Schwarzwald, das Allgäu, Oberschwaben, Franken bis nach Thüringen ziehen zehntausende bewaffnete Bauern, Handwerker, einfache Leute in den Kampf. Für bessere Lebensbedingungen und gegen Leibeigenschaft, Willkür und Ausbeutung durch Adel und Kirchenmacht. Eine bislang machtlose Mehrheit fordert von der mächtigen Minderheit eine gerechtere und freiere Ordnung ein – und sie kann erstmals begründen, warum ihr die auch zusteht. Doch war der Bauernkrieg auch eine Revolution? Das ist bis heute umstritten. Und tatsächlich wurde kaum ein Ereignis der deutschen Geschichte unter derart ideologischen Vorzeichen interpretiert wie der Bauernkrieg.

Besonderes Hörerlebnis auf Basis umfangreicher Vor-Ort-Recherchen

»Das war der Bauernkrieg« zeichnet die Geschehnisse nach und dokumentiert, wie lebendig die Erinnerung vor Ort an den einstigen Schauplätzen des Bauernkrieges ist. Die Autoren Michael Zametzer und Stefan Nölke haben sich im Allgäu, in Württemberg, in Franken und Thüringen auf Spurensuche begeben und mit Museumsvertretern und Heimatforschenden gesprochen. Zu Wort kommen außerdem namhafte Historiker:innen wie Thomas T. Müller, Gerd Schwerhoff und Lyndal Roper, die die Ereignisse und Figuren, wie den Bauernprediger Thomas Müntzer, aus heutiger Sicht bewerten. Haupterzählstimme des Podcasts ist Meike Rötzer – 2023 nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie Beste Interpretin.

Zu hören ist die Gemeinschaftsproduktion von MDR, BR und SWR in der ARD Audiothek.

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