ARD Story »Die TikTok-Armee der AfD«

Im Social-Media-Netzwerk TikTok fällt die AfD als reichweitenstärkste Kraft innerhalb der deutschen Parteienlandschaft auf. Besonders bei jungen Wählern vermag die Partei zu punkten. Wie gelingt ihr das? Und was bedeutet das für die kommende Bundestagswahl? Für die ARD Story »Die TikTok-Armee der AfD« haben Christoph Kürbel und Dominik Wolf undercover recherchiert, um die Strategien hinter dem digitalen Reichweitenerfolg der Partei aufzudecken.

Zahllose Bilder, Lieder und Slogans, die von der AfD und AfD-nahen Accounts gepostet werden, sind KI-generiert. Für ihre ARD Story haben die Journalisten den baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Ruben Rupp begleitet, der fast 100.000 Follower auf TikTok hat. Auch er nutzt Künstliche Intelligenz: »So kann man wirklich das darstellen, wie man es auch empfindet. Was ist die Realität? Vor allem die, die man nicht sieht.«

TikTok-Posts der AfD und AfD-naher Accounts verbreiten sich millionenfach, die teils rechtsextremen Botschaften erreichen junge Menschen direkt und ungefiltert. Das Vorgehen erinnert an eine Taktik, die auf Steve Bannon, den früheren Berater des US-Präsidenten Donald Trump, zurückgeht: »Flood the zone with shit«. Also übersetzt: das Internet mit »Scheiße« zu fluten.

TikTok kennt das Problem. Mehrere Accounts der AfD würden von der Plattform in ihrer Reichweite beschränkt, teile das Unternehmen auf ARD-Nachfrage mit. In Deutschland habe man 2024 drei Netzwerke entfernt, die zur verdeckten Einflussnahme auf der Plattform genutzt worden seien. Zwei davon hätten AfD-nahe Inhalte verbreitet.

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