Berlins Beirat für Angelegenheiten von Rom*nja und Sinti*zze nimmt seine Arbeit auf

Gestern fand die konstituierende Sitzung des Beirats für Angelegenheiten von Rom*nja und Sinti*zze statt. Damit nimmt der laut Angaben der Antidiskriminierungsverwaltung erste Beirat seiner Art in Deutschland die Arbeit auf. Die gesetzlich verankerte Einbeziehung neben deutscher auch ausländischer bzw. nach Deutschland eingewanderter Rom*nja und Sinti*zze macht diesen Beirat auch europaweit einzigartig, so die Senatsverwaltung.

Die Grundlage des Beirats ist das Berliner Partizipationsgesetz. Nach Paragraf 18 nimmt der Beirat Stellung zu politischen Initiativen, die die Belange von Rom*nja und Sinti*zze betreffen. Um dies tun zu können, muss der Beirat künftig bei Vorhaben, Maßnahmen, Strategien, Konzepten und Programmen des Senats, die die Belange von Rom*nja und Sinti*zze betreffen, frühzeitig beteiligt werden.

Zum Beirat gehören: Petra Rosenberg, Hajdi Barz, Milan Raković, Roman Herzberg, Magdalena Lovrić und Milena Ademović. Künftige stellvertretende Mitglieder sind Harijeta Redzepović, Joschla Melanie Weiss, Sani Rifati und Hamze Bytyçi. Zum Gremium gehören auch die Staatssekretäre für Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt, Max Landero, und für Jugend und Familie, Falko Liecke, sowie die Beauftragte des Senats von Berlin für Partizipation, Integration und Migration, Katarina Niewiedzial. Vorsitzende des Beirates ist die e Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kızıltepe.

Kızıltepe sagte anlässlich der Konstituierung, dass die Diskriminierung von Sinti*zze und Rom*nja noch immer ein gravierendes gesellschaftliches Problem in Deutschland und auch in Berlin sei. Diese Diskriminierung mache es Betroffenen sehr schwer, gleichberechtigt in unserer Stadt zu leben. »Erschreckend dabei ist, wie normal und weitestgehend unsichtbar Antiziganismus in unserer Gesellschaft funktionieren kann. Darum ist der neue Beirat ein enormer Fortschritt in der strukturellen Einbindung von Rom*nja und Sinti*zze in unserer Stadt«, so Cansel Kızıltepe. Die Senatorin hob hervor, dass der Beirat ohne das unermüdliche Engagement der Community über Jahre hinweg nicht zustande gekommen wäre.

Eine Geschäftsstelle des Beirats wird im Rahmen eines Zuwendungsprojekts die Arbeit des Gremiums begleiten und zeitnah eingerichtet.

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