Sieben Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz heute ihren Sozial-O-Mat veröffentlicht. Das überparteiliche Online-Angebot soll einen unkomplizierten und spielerisch gestalteten Einstieg in sozialpolitische Themen bieten. Das Tool wurde in enger Abstimmung mit der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt.
Mit dem Sozial-O-Mat lassen sich die eigenen Antworten auf sozialpolitische Fragestellungen mit denen der einzelnen Parteien abgleichen. Zusätzlich können die entsprechenden Antworten der Diakonie angezeigt werden womit eine Brücke zwischen den Wahlprogrammen der Parteien und den sozialpolitischen Positionen der Diakonie geschlagen werden soll.
Die Diakonie hatte im Vorfeld alle 17 zur Abgeordnetenhauswahl antretenden Parteien um eine Positionierung zu 20 Thesen aus den sozialpolitischen Themenfeldern »Wohnen«, »Gesundheit und Pflege«, »Armut und Gesellschaft«, »Zuwanderung und Integration« sowie »Kinder und Jugend« gebeten. Beteiligt haben sich laut Angaben der Diakonie 12 Parteien aus dem gesamten politischen Spektrum. Fünf Kleinstparteien hätten aus Ressourcengründen nicht geantwortet.
Wie die Diakonie unterstreicht, ist der Sozial-O-Mat keine Wahlempfehlung, sondern ein parteipolitisch neutrales Informationsangebot zur politischen Bildung. Diakonie-Direktorin Dr. Ursula Schoen sagte anlässlich des Angebotsstarts: »Sozialstaatsfragen sind in bundesweiten Umfragen weiterhin das Top-Thema. Dieses breite Interesse freut uns. Eine verantwortungsvolle Wahlentscheidung braucht allerdings auch Information. Das erleben wir besonders in den aktuellen Reformdebatten. Mit dem Sozial-O-Mat öffnen wir jetzt vor der Berlin-Wahl ganz niedrigschwellig und neutral informierend den Blick aller Bürgerinnen und Bürger für das weite Feld der sozialen Themen. Sie betreffen alle Menschen in dieser Stadt und definieren ganz konkret unser Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.«