Was wird an deutschen Hochschulen über den Holocaust gelehrt?

07.11.2016

Forum

Wie steht es in Deutschland um die universitäre Vermittlung des Holocaust? Welche Besonderheiten und Trends gibt es? Diesen Fragen ging die Studie „Die Lehre über den Holocaust in Deutschland“ nach, die im Juli 2016 veröffentlicht wurde. Empirisch erhoben wurden alle Lehrveranstaltungen, die in einem Zeitraum von zwei Jahren zum Thema Holocaust an 78 deutschen Hochschulen angeboten wurden. Die Studie wurde vom Center für Digitale Systeme der FU Berlin (CEDIS) im Auftrag der Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference) von Verena-Lucia Nägel und Lena Kahle durchgeführt.

Prof. Dr. Johannes Tuchel ist wissenschaftlicher Berater der Studie und stellt gemeinsam mit Verena-Lucia Nägel die zentralen Ergebnisse vor.

Im Anschluss daran moderiert Dr. Elke Gryglewski ein Gespräch über die Aufgaben der deutschen Hochschulen in der Vermittlung der Geschichte des Holocaust und des Nationalsozialismus:
  • (Warum) Ist die Behandlung des Themas im Rahmen der universitären Lehrerausbildung noch wichtig?
  • Werden Geschichtslehrerinnen und –lehrer angemessen auf ihre Aufgaben vorbereitet?
  • Sollte die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Holocaust zum Gegenstand unterschiedlichster Studiengänge werden?
  • In welchem Verhältnis sollten die Vermittlung von Realgeschichte und Wirkungsgeschichte zueinander stehen?
  • Welche Herausforderungen stellen sich der Geschichtsdidaktik in der Einwanderungsgesellschaft?
  • Wie ist die Situation an den Berliner Hochschulen?
  • Moderation:

    Dr. Elke Gryglewski (stellvertretende Direktorin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz)

  • Referent/Referentin:

    • Prof. Dr. Johannes Tuchel (Touro College Berlin und Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand)
    • Verena Lucia Nägel (Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin)
  • Datum:

    Montag, den 07. November 2016

  • Zeit:

    von 18.00 bis 21.00 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, Besucherzentrum / Stadtplan

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist kostenfrei

  • Anmeldung:

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

  • Ansprechperson:

    Thomas Gill, E-Mail, Telefon (030) 90227 4961