Als Arbeiterkind vom Halleschen Tor in Berlin stand Pauline Berlin (1870-1919), später Paula Thiede, früh auf eigenen Beinen. Mit 19 heiratete sie, mit 21 war sie Witwe und hatte eines ihrer beiden Kinder unter tragischen Umständen verloren. Sie schloss sich der aktivsten Frauengewerkschaft Deutschlands an und wurde 1898 schließlich zur weltweit ersten weiblichen Vorsitzenden einer gemischtgeschlechtlichen Gewerkschaft.
In welcher Zeit hat Paula Thiede gelebt und welche Bedeutung hatte es, dass sie als Frau die erste Vorsitzende einer Gewerkschaft wurde? Warum ist ihre Lebensgeschichte trotz dieser herausragenden Leistung in Vergessenheit geraten? Wie sollte an sie erinnert werden?
Mitwirkende:- Dr. Uwe Fuhrmann, Autor und Historiker
- Jule Ehms, Historikerin und Referentin bei der Hans-Böckler-Stiftung