Wem gehört der Kiez? 35 Jahre Räumung der Mainzer Straße

Diskussion

Nach dem Mauerfall kam es in Ost-Berlin vielerorts zu Hausbesetzungen. Dem immensen Leerstand im Osten stand die dramatische Wohnungsknappheit in West-Berlin gegenüber. Bis zum Sommer 1990 wurden über 120 Häuser in den Bezirken Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Mitte und Lichtenberg besetzt.

Vom 12. bis 14.11.1990 lieferten sich 1000 Besetzer:innen und Unterstützer:innen der Mainzer Straße in Friedrichshain mit 3000 Polizist:innen aus ganz Westdeutschland Straßenschlachten, in deren Folge die zwölf besetzten Häuser geräumt wurden und der erste rot-grüne Senat in Berlin zerbrach.

Der »Kurze Sommer der Anarchie« wurde nur sechs Wochen nach der Wiedervereinigung beendet. Dies bedeutete für Besetzer:innen, Polizist:innen, Bevölkerung und Politik eine tiefe Zäsur, die bis heute spürbar ist. Teilweise dauern die Folgen der traumatischen Ereignisse noch immer an.

Was wollten die Besetzer:innen? Welche Faktoren führten zu der Räumung der Mainzer Straße? Wie konnte es zu dieser enormen Eskalation der Gewalt kommen? Welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die heutige Zeit ziehen?

  • Teilnehmende:

    • Prof. Dr. Katrin Girgensohn (University of Applied Sciences Heidelberg und ehem. Bewohnerin)
    • Karl Kramer (Kulturwissenschaftler, Universität Leipzig)
    • Michael Plöse, Rechtsanwalt und Dozent im Fachbereich V der Hochschule für Wirtschaft und Recht im Studiengang gehobener Polizeivollzugsdienst

    Moderation: Andreas Baum, Publizist und Autor

  • Kooperationspartner:

    Mainzer-Straßen-Archiv e.V.

  • Datum:

    Mittwoch, 26. November 2025

  • Zeit:

    18.30–20.00 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Revaler Straße 29, 10245 Berlin / Stadtplan

    Barrierefreiheit: Zugang rollstuhlgerecht WC rollstuhlgerecht Höranlage induktiv
    Erläuterung der Symbole zur Barrierefreiheit

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei.

  • Anmeldung:

    Melden Sie sich bitte online an.

  • iCalendar:

  • Ansprechperson:

    Melike B. Ҫınar, E-Mail, Telefon (030) 90249 3058