Die Ausstellung „A World in Common“ hinterfragt mit Foto- und Filmarbeiten von 23 Künstler:innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora eurozentristische Vorstellungen des afrikanischen Kontinents. Die italienisch-togolesische Künstlerin und Gewinnerin des C/O Berlin Talent Award 2024, Silvia Rosi, adressiert in ihrer Ausstellung “Protektorat” (post)koloniale Themen wie die Unterdrückung von Sprache und Identität sowie kollektives Gedächtnis aus einer diasporischen Perspektive.
Anknüpfend an diese Ausstellungen veranstalten C/O Berlin und die Berliner Landeszentrale für politische Bildung eine gemeinsame Panel-Diskussion. Es geht darum, sich bei der Auseinandersetzung mit Afrikas Geschichte(n) von westlich geprägten Darstellungen zu lösen und den Blick auf alternative Geschichtserzählungen, also Gegennarrative von Künstler*innen aus Afrika oder mit biographischem Bezug zu Afrika wahrzunehmen.
Konkret wollen wir uns mit der Darstellung Afrikas aus der Perspektive Schwarzer Berliner:innen sowie Akteur:innen mit afrikanischer Herkunft, auseinandersetzen. Inwiefern kann auch Kunst als Mittel des Widerstands gegen (post)koloniale Narrative dienen? Wie können afrikanische Perspektiven sichtbarer gemacht und gestärkt werden? Welche Rolle spielen künstlerische Ausdrucksformen dabei, stereotype Bilder und rassistische Narrative zu hinterfragen und neu zu definieren?
Teilnehmende der Veranstaltung erhalten ein ermäßigtes Ticket (6 Euro) für die Ausstellungen “A World in Common. Contemporary African Photography” und “Silvia Rosi. Protektorat. C/O Berlin Talent Award 2024”, die noch bis zum 7. Mai 2025 laufen.
Podium
Moderation: Makda Isak, Soziologin, politische Bildnerin und Forscherin zu Rassismuskritik, kolonialen Kontinuitäten und Intersektionalität
- Celia Parbey – Afrikawissenschaftlerin und Journalistin, RosaMag
- Justice Mvemba – Geschäftsführerin von Dekoloniale Stadtführung Berlin
- Eric Otieno Sumba – Autor, Herausgeber, unabhängiger Researcher