Zwischen Recht und Repression: Protest und Staatsmacht

Das bekannteste Foto vom 17. Juni 1953 zeigt ein ungleiches Duell: zwei Männer, die Steine gegen einen Panzer werfen. Die Erinnerung an den Volksaufstand in der DDR ist immer auch die an seine gewaltsame Niederschlagung – zu der neben dem Einsatz sowjetischer Panzer auch die größte Verhaftungsaktion in der Geschichte des SED-Regimes gehörte.
Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie autoritäre Regime in Vergangenheit und Gegenwart auf Widerstand reagier(t)en: von der Abschaltung des Internets, NGO-Verboten, Verhaftungen bis hin zu Hinrichtungen. Dabei diskutieren und schildern unsere Gäste auch aus eigener Perspektive, wie Gewalt und Repression auf Protestbewegungen wirken. Zugleich nimmt das Podium Demokratien in den Blick und erörtert, wie diese mit Protestaktionen und zivilem Ungehorsam umgehen und wie staatliche Instrumente wie Präventivhaft oder die Verhältnismäßigkeit von Polizeieinsätzen in demokratischen Gesellschaften diskutiert werden.
Diskutieren Sie mit – im Chat während des Livestreams oder richten Sie Ihre Fragen und Kommentare vorab an: protest@deutsche-gesellschaft-ev.de

Programm

  • 18.00 Uhr

    Begrüßung

    Dr. Agata Klaus, Geschäftsführerin der Deutschen Nationalstiftung

  • 18.05 Uhr

    Podiumsdiskussion

    • Julia Franke, Sammlungsleiterin „Alltagskultur“ der Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin
    • Dr. Gudula Frieling, Mitglied des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie
    • Prof. Dr. Anselm Hager, Juniorprofessor für Internationale Politik der
      Humboldt-Universität zu Berlin
    • Ina Rumiantseva, Zweite Vorsitzende der Belarusischen Gemeinschaft RAZAM e. V.

    Moderation: Korbinian Frenzel, Redaktionsleiter beim Deutschlandfunk Kultur

  • 19.30 Uhr

    Veranstaltungsende

  • Kooperationspartner:

    Die Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Gesellschaft e. V., der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Deutschen Nationalstiftung und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
    Weiterer Kooperationspartner: ALEX Berlin

  • Datum:

    Dienstag, 5. September 2023

  • Zeit:

    18.00 – 19.30 Uhr

  • Ort:

    Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstr. 5, 10117 Berlin / ##icon:stadtplan## Stadtplan

    Die Veranstaltung wird zusätzlich per Livestream übertragen.

  • iCalendar:

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei.

  • Anmeldung:

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Ansprechperson:

    Thomas Gill, E-Mail, Telefon (030) 90227 4961