Dies ist die Auftaktveranstaltung des Jubiläumsprogramms #ELIZA60 des Weizenbaum-Instituts. Forschende des Instituts diskutieren drei zentrale Anwendungsfelder von Künstlicher Intelligenz, die aktuell besonders in der Kritik stehen: der Einsatz von KI durch Militär und Polizei, ökologische Folgen der neuen Technologie und gesellschaftliche Risiken, etwa durch eine Verstärkung bestehender Diskriminierungsformen.
Zu Beginn führt Christian Strippel, Forschungsgruppenleiter am Weizenbaum-Institut, ins Thema und die kritischen Positionen des Namensgebers des Instituts, Joseph Weizenbaum, ein. Im Anschluss vertieft er das Thema im Gespräch mit Mitarbeitenden des WI, die sich in ihrer Forschung mit wichtigen Teilaspekten der KI-Kritik befassen:- Alexandra Keiner zum Einsatz von KI und anderen Technologien in der Grenz- und Migrationspolitik,
- Rainer Rehak zu den ökologischen Folgen der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von KI und verwandten Systemen, und
- Milagros Miceli zur teils äußerst prekären Datenarbeit hinter KI-Anwendungen und damit verbundenen gesellschaftlichen Ungleichheiten.
Schließlich ist auch das anwesende Publikum dazu eingeladen, sich mit Fragen und weiteren kritischen Perspektiven einzubringen. Im Anschluss an die Veranstaltung wird zum Empfang geladen. Gefeiert wird der Auftakt des Jubiläumsjahres #ELIZA60 und die Veröffentlichung der englischen Übersetzung des gemeinsam mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung erstellten Taschenbuchs „Künstliche Intelligenz zwischen Mythos und Kritik”. Es gibt einen Einblick in das Denken von Joseph Weizenbaum und zentrale Konzepte und Denkansätze der KI-Kritik.