Buchvorstellung: Verkehrsfrage und Stadtentwicklung

26.02.2019

In dem Buch „Verkehrsfrage und Stadtentwicklung“ werden historische und aktuelle Analysen zu Verkehr, öffentlichem Raum und Mobilität in der Region Berlin-Brandenburg um Erfahrungen aus Wien, London und Amsterdam ergänzt. Die Herausgebenden Prof. Dr. Harald Bodenschatz und Dr. Cordelia Polinna stellen das Buch vor und beantworten Fragen aus dem Publikum.

Vor fast hundert Jahren, mitten in der Krise nach dem Ersten Weltkrieg, wurde am 1. Oktober 1920 die Einheitsgemeinde (Groß-)Berlin geschaffen. Sie sollte die bisherige kommunale Zersplitterung und Konkurrenz überwinden. Die Stadtfläche wuchs dabei um das Dreizehnfache, die Bevölkerungszahl verdoppelte sich von 1,9 auf knapp 3,9 Millionen; Berlin wurde zur drittgrößten Stadt der Welt. Unser Bild der Metropole ist seither ausschließlich jenes von Groß-Berlin.

Groß-Berlin war ein Produkt des neuen Schnellbahnverkehrs. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurden ein weltweit vorbildliches S- und U-Bahnnetz sowie ein weitreichendes Straßenbahnsystem aufgebaut. Diese Entwicklung fand mit der Gründung der Berliner Verkehrs-AG (BVG) im Jahr 1928 ihre Krönung. Groß-Berlin war aber auch ein Zentrum der Luft- und Schifffahrt und nicht zuletzt ein Vorreiter der autogerechten Stadt – nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost- und vor allem in West-Berlin. Groß-Berlin hat widersprüchliche Verkehrsgeschichte geschrieben.

  • Buchvorstellung:

    • Prof. Dr. Harald Bodenschatz
    • Dr. Cordelia Polinna
  • Moderation:

    Sophia Becker, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung /
    Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS)

  • Datum:

    Dienstag, 26. Februar 2019

  • Zeit:

    18.00 bis 19.30 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, Besuchszentrum / Stadtplan

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei.

  • Anmeldung:

    Melden Sie sich bitte online an.

  • Ansprechperson:

    • Marion Wiegmann, E-Mail, Telefon (030) 90227 4953
    • Julia Hasse, E-Mail, Telefon (030) 90227 4965