Die Oktoberrevolution 1917 und die deutsche Hauptstadt Berlin - Bewegungen und Begegnungen

13.10.2017

Fortbildung

Die Ereignisse der Oktoberrevolution 1917 hatten global weitreichende Auswirkungen. Ihre Folgen spürte auch die deutsche Hauptstadt: Berlin war in den 1920er Jahren Anziehungs- und Lebensmittelpunkt für viele, die vor den Bolschewiki und dem Russischen Bürgerkrieg flohen. Als „Ostbahnhof Europas“ (Karl Schlögel) war es zugleich Ausgangspunkt für die Aufbrüche Deutscher in die UdSSR sowie eine Begegnungsstätte für Kulturschaffende aus Ost und West. Im Stadtbild materialisiert sich bis heute – sowohl versteckt als auch für jedermann sichtbar – das schwierige Erbe der Revolution.

Die Veranstaltung unternimmt den Versuch, Berlins Standort gegenüber der Oktoberrevolution näher zu bestimmen. Die Bewegungen, die von Berlin ausgingen oder dorthin führten und die Begegnungen, die hier stattfanden, werden ebenso thematisiert wie die von der Oktoberrevolution verkörperten sozialutopischen Ansprüche, die damit verbundenen Projektionen vom „alten“ und „neuen Menschen“ sowie das Abgleiten in den Terror und die Gewalt des Stalinismus.

  • Datum:

    Freitag, den 13. Oktober 2017

  • Zeit:

    von 14.30 bis 20.00 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin / Stadtplan

  • Impulsvortrag:

    “Von der Revolution in den Terror” – Etappen von der Revolution zum Stalinismus.
    Prof. em. Dietrich Beyrau, Tübingen

  • Ausstellung:

    Stationslauf durch die Plakatausstellung “Der Kommunismus in seinem Zeitalter”, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, kuratiert von Gerd Koenen

  • Workshops:

    “Die Oktoberrevolution und die deutsche Hauptstadt Berlin – Bewegungen und Begegnungen” – interaktive Erkundungen zur Auswahl:

    • Polit- und Wirtschaftsmigration zwischen Berlin und Russland, 1917-1937
    • Russische Autorinnen und Autoren im Berliner Exil, 1918-1933
    • Die Revolution als materielles Erbe im Stadtbild des heutigen Berlin
  • Kurzfilme:

    Die Bolschewiki erkannten früh die bahnbrechende Wirkung des Mediums Film, mit dem sie ihre politischen Kampagnen flankierten. Es werden einige kurze Dokumentar-, Trick- und Animationsfilme aus der Sowjetunion der 1920er und 1930er Jahre gezeigt und kommentiert.

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei

  • Anmeldung:

    Melden Sie sich bitte online an.

  • Ansprechpersonen:

    • Anja Witzel, E-Mail, Telefon (030) 90227 4968