Dokumentation: »Linksextremismus – die unterschätzte Gefahr?«

Eine neue investigative Dokumentation des ARD-Politikmagazins »report München« zeigt Fälle linksextremistischer Verbrechen und untersucht, woher die Täter:innen Unterstützung bekommen. Die Recherche führt die Autorinnen Marie-Luise Grauel und Lisa Wreschniok tief in die linke Szene, mit Drehs in Bayern, Sachsen, Berlin und in Ungarn. Zu Wort kommen Szene-Insider und Experten – aber auch Opfer.

Sie sollen ihre Opfer, die zumeist der rechtsextremen Szene zugerechnet werden, brutal attackiert haben. Weil sie dabei mit Hämmern, Teleskopschlagstöcken und Totschlägern vorgingen, werden sie als »Hammerbande« bekannt. In Budapest wurde Maja T. aus Deutschland bereits zu acht Jahren Haft verurteilt – wegen versuchter Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Auch die Kunststudentin Hanna S. wurde bereits in München verurteilt. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Derzeit stehen in Düsseldorf und Dresden weitere mutmaßliche Mitglieder der Gruppierung vor Gericht. Der Vorwurf: Die militanten Personen sollen an zahlreichen Orten, vermeintliche Rechtsextremisten angegriffen und dabei zum Teil deren Tod in Kauf genommen haben.

Auch weitere Angriffe gehen wohl auf das Konto linksextremistischer Täter: Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz, beschädigte Bahnstrecken. Auf Demonstrationen treten junge Menschen zunehmend militant auf.

Die Recherchen zeigen, dass Linksextremisten vor Gericht von Vereinen finanziell unterstützt werden – egal ob es um Gewalttaten geht oder »nur« um Widerstand gegen Beamte. Auch Abgeordnete der Partei »Die Linke« tauchen im Geflecht der Unterstützerszene auf.

Hier geht es zur Dokumentation in der ARD Mediathek

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