Was bringt der »Bauturbo« der Bundesregierung? Und wie ist der aktuelle Stand beim Thema Organspenden? Politische Debatten sind komplex und unübersichtlich. Oft liegen ihnen Gesetze oder Gesetzentwürfe zugrunde, die lang, sperrig und schwer verständlich sind. Das neue Web-Projekt des WDR »Was geht mich das an?« will bei aktuellen politischen Themen zu mehr Klarheit beitragen – auf den Punkt und im Gespräch mit Künstlicher Intelligenz.
Das neue webbasierte Tool »Was geht mich das an?« wertet Gesetze aus, erklärt, wie sie unser Leben betreffen und gibt Antworten auf individuelle Fragen. So sollen politische Debatten für Nutzerinnen und Nutzer verständlicher werden. Optimiert fürs Smartphone, interaktiv und mit Sprachfunktion für den Dialog mit Künstlicher Intelligenz (KI). »Was geht mich das an?« vermittelt zudem verschiedene politische Standpunkte aus dem Diskurs. Alle Inhalte basieren nach WDR-Angaben auf redaktionell ausgewählten Quellen.
Programmdirektor Jörg Schönenborn: »Mit dem Projekt zeigt der WDR, wie Innovation ganz konkret beim Publikum ankommt. Wir treten auf eine moderne Weise in den Dialog – und bei unserem Tool erfüllt die KI unsere Maßstäbe an Zuverlässigkeit. Denn durch die redaktionelle Prüfung der veröffentlichten Inhalte können wir sagen: Die Inhalte sind korrekt.«
Zum Start enthält das Web-Projekt drei Gesetze, bzw. Gesetzesentwürfe: Reform des Wehrdienstes, »Bauturbo« und die Reform der Lebendorganspende. Dabei beantwortet es Fragen wie »Werde ich demnächst eingezogen?« oder »Bekomme ich schneller ein Organ, wenn ich es benötige?«. Laut WDR aktualisiert die Redaktion die Inhalte bis zur jeweilgen Verabschiedung der Gesetze und erweitert das Angebot fortlaufend. Neben den themenbezogenen Informationen erläutert die Anwendung das Gesetzgebungsverfahren in Deutschland und beinhaltet ein Glossar mit zentralen Begriffen.
Künstliche Intelligenz kommt bei »Was geht mich das an?« auf mehreren Ebenen zum Einsatz. Neben auswählbaren Fragen und Antworten lassen sich die Inhalte auch dialogbasiert per KI-Assistenz erschließen: entweder schriftlich im Chat oder per Sprachfunktion. Darüber hinaus können sich die Nutzerinnen und Nutzer über die KI mit Fragen und Anregungen an die Redaktion wenden, womit der WDR auch einen Beitrag zur Barrierefreiheit verbindet. Außerdem diene KI als Werkzeug, um den großen Fundus von mehreren tausend Seiten an Dokumenten und Primärquellen zu analysieren.