Sie ist eine der letzten Überlebenden der Shoah: Die 1932 in Ungarn geborene Eva Szepesi wurde 1944 als junges Mädchen von den Nationalsozialisten in ihrem slowakischen Versteck aufgespürt und nach Auschwitz deportiert. Am 27. Januar 1945 wurde sie von der Roten Armee aus dem Konzentrationslager Auschwitz befreit. Heute spricht Eva Szepesi stellvertretend für die Millionen jüdischen Opfer, die zu Tode gequält und ermordet wurden und die keine Stimme mehr haben.
Erst spät, 50 Jahre nach ihrer Befreiung, begann Eva Szepesi über das unvorstellbare Leid zu berichten. Seitdem setzt sie sich aktiv gegen das Vergessen und gegen Antisemitismus in Deutschland ein.
Im Rahmen der Phoenix-Reihe Jahrhundertzeugen schildert Eva Szepesi auf anschauliche und tief ergreifende Weise den Entrechtungsprozess, dem die Jüdinnen:Juden durch die Nationalsozialist:innen auch in ihrer Heimat Ungarn ausgesetzt waren. Sie berichtet von der fortschreitenden Ausgrenzung durch ihre Schulfreunde, vom Verlust des Vaters und von der eigenen Flucht ohne Vater, Mutter und Bruder, die sie nie wiedergesehen hat. Dokumentiert werden die dramatischen Erinnerungen als Graphic-Novel-Erzählung.