Neue Webseite dokumentiert weltweite Erinnerungsorte zur kommunistischen Repression

Jeder Ort hat eine Geschichte – manche erzählen von Unrecht, andere vom Erinnern. Mit ihrem Webportal »Orte des Erinnerns« macht die Bundesstiftung Aufarbeitung über 1.100 Gedenkorte weltweit sichtbar, die an die Opfer kommunistischer Diktaturen erinnern – 181 davon in Berlin.

Vom Gedenkstein in Thüringen bis zum Mahnmal in Warschau: Die Plattform zeigt die Vielfalt der Erinnerungskultur – ästhetisch, politisch, gesellschaftlich. Auch die über 22.000 Opfer des Massakers von Katyń sind Teil dieser Gedächtnislandschaft. 85 Jahre nach Beginn der Mordaktionen des sowjetischen Geheimdienstes NKWD am 3. April 1940 legen Gedenkzeichen heute Zeugnis ab.

»Erinnerung beginnt oft im Kleinen – an einer Tafel, an einem Stein, an einem Ort, der nicht vergessen werden darf«, sagt Projektleiterin Lena Ens. »Unsere Website bringt diese Orte zusammen – als Spiegel weltweiter Auseinandersetzung mit kommunistischer Gewaltherrschaft.«

Das Webportal ist das Ergebnis eines Langzeitprojekts, in dem die Bundesstiftung seit den frühen 2000er-Jahren weltweit über 5.000 Erinnerungsorte dokumentiert hat. Im Laufe des Jahres 2025 sollen weitere Einträge folgen, darunter Orte aus Belarus.

Die Plattform »Orte des Erinnerns. Museen, Gedenkstätten und Erinnerungszeichen für die Opfer kommunistischer Diktaturen. Ein internationales Webportal« richtet sich an alle, die Erinnerung nicht nur theoretisch verstehen, sondern auch räumlich erfahren wollen – in Bildung, Forschung und Gesellschaft.

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