Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 ist die »Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland« regelmäßig unter Beschuss geraten. Die Reihe »Das Wissen« in SWR Kultur beleuchtet anlässlich des 75-jährigen Jubiläums das Verhältnis der ARD und der Politik im Lauf der Geschichte.
Es hätte auch anders kommen können: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es zunächst Ideen, den Rundfunk staatsnah zu organisieren und zum Beispiel den jeweiligen Landtagen zu unterstellen. Was »öffentlich-rechtlich« sein soll, musste die Bevölkerung in den Westzonen erst noch lernen. Und als die ARD dann da war, wurde sie immer wieder in Frage gestellt. Kanzler Adenauer war sie zu kritisch. Er propagierte ein regierungsnahes »Deutschland-Fernsehen« – und wurde vom Bundesverfassungsgericht zurückgepfiffen. Auch später musste das Gericht immer wieder die Unabhängigkeit der ARD schützen und Begehrlichkeiten der Politik zurückdrängen – bis heute.
Die Dokumentation »Die ARD und die Politik – Ringen um Unabhängigkeit« ist in der ARD Audiothek abrufbar.