ARTE-Zweiteiler über Berlin im Schicksalsjahr 1933

Heute vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Der ARTE-Zweiteiler »Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt« von Volker Heise erzählt am Beispiel der Hauptstadt von diesem schicksalhaften Jahr. Tagebücher, Briefe, Fotos und Bewegtbilder von Menschen unterschiedlichster Milieus verdichten sich in der Dokumentation zu einem eindringlichen Panorama.

Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt
Berlin, Januar 1933. Jeder dritte ist arbeitslos, hungert und friert in Mietskasernen oder Baracken. Straßenschlachten und politische Morde sind an der Tagesordnung. Das Land ist gespalten. Sozialdemokraten und Bürgerliche regieren die Stadt, aber demokratieablehnende Mehrheit im Reichstag sind Adolf Hitlers NSDAP sowie Ernst Thälmanns Kommunisten.
Aus der vibrierenden Metropole Berlin wird in nur wenigen Monaten die Hauptstadt des Dritten Reichs. Tagebücher, Briefe, Bilder und Filme erzählen, was Zeitgenossen erlebten. Eine Collage über das Ende einer Demokratie und den Beginn einer Diktatur zugleich.

Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt
Berlin, Ende April 1933. Seit drei Monaten sind die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler an der Macht. Im März haben sie zusammen mit den Deutschnationalen knapp die Wahl zum Reichstag gewonnen. Abgeordnete der KPD, der SPD und des katholischen Zentrums werden verfolgt und bedroht. Tausende verschwinden in Gefängnissen und wilden Konzentrationslagern, andere fliehen aus dem Land, vor allem Intellektuelle, nach Prag, Paris oder Wien. Juden erhalten Berufsverbote, ihre Geschäfte werden boykottiert, Gesetze schließen sie aus der Gesellschaft aus. Als das Jahr sich dem Ende neigt, hat sich im Deutschen Reich die neue Realität des Dritten Reiches etabliert: Wahn und Gewalt, Terror und Propaganda.

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