Dokumentarfilm: »Digital Aliens – Die neue Ungleichheit«

Die Digitalisierung gilt als Motor des Fortschritts. Doch während sich unsere Welt rasant vernetzt und unser Alltag zunehmend automatisiert, wächst eine neue Form der Ungleichheit. Die neue ARTE-Dokumentation »Digital Aliens – Die neue Ungleichheit« zeigt, wie digitale Systeme Gesellschaften neu ordnen – und warum immer mehr Menschen dabei drohen, abgehängt und unsichtbar zu werden.

Der Dokumentarfilm erzählt von einer Welt, in der Technologie als Heilsbringer gefeiert wird, Teilhabe jedoch immer stärker an Zugang, Kompetenzen und algorithmischen Entscheidungen geknüpft ist. Millionen Menschen scheitern an digitalen Schnittstellen, während automatisierte Prozesse Verwaltungen, Arbeitsmärkte und Sozialsysteme prägen – oft ohne Transparenz, ohne Widerspruchsmöglichkeiten, ohne menschliches Gegenüber. Algorithmen bewerten, sortieren aus und entscheiden. Sie reproduzieren bestehende Diskriminierungen, verstärken sie oder schaffen neue.

Zwischen politischer Regulierung und technologischer Vision stellt der Dokumentarfilm die Frage nach Verantwortung. Wer trägt sie – und wer kann eingreifen? Expertinnen wie die Rechtswissenschaftlerin Sandra Wachter, die KI-Forscherin Abeba Birhane oder die Politologin Geraldine de Bastion analysieren die Machtverhältnisse der digitalisierten Welt. In Brüssel geht es um die Grenzen politischer Steuerung, im Silicon Valley gibt der Unternehmer Sebastian Thrun Einblick in neue Tech-Visionen. In Frankreich rekonstruiert der Film einen Algorithmus-Skandal in der Sozialbehörde, in Deutschland, Irland und Estland sucht er nach Gegenmodellen: Bildung, Solidarität und digitaler Selbstermächtigung.

Die Erstausstrahlung der Dokumentation erfolgt am 09.06.2026 um 23.20 Uhr.

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