Drucksache - 1183/XX  

 
 
Betreff: Letzte Ehre für mittellose Spandauer*innen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:SPD-Bündnis'90/Die Grünen-LinksfraktionHaushalt, Personal, Rechnungsprüfung und Beauftragte
Verfasser:Haß, Ahmadi/Gellert, L. Leschewitz 
Drucksache-Art:AntragGemeinsamer Antrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung
20.03.2019 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin      
Gesundheit Mitberatung
22.08.2019 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Gesundheit mit Änderungen im Ausschuss beschlossen     
Haushalt, Personal, Rechnungsprüfung und Beauftragte Entscheidung
05.09.2019 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Haushalt, Personal, Rechnungsprüfung und Beauftragte ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Soziales Mitberatung
08.05.2019 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
1. Version vom 27.03.2019

Das Bezirksamt wird beauftragt sich für eine jährlich stattfindende öffentliche Trauerfeier einzusetzen, bei der allen ordnungsbehördlich bestatteten Spandauer*innen eines Jahres gedacht wird.

 


Erledigt durch Tätigwerden des Bezirksamtes.

 


Begründung:

 

Wer in Berlin nicht über die finanziellen Mittel verfügt seine Bestattungskosten selbst zu tragen und auch keine Angehörigen hat, die sich kümmern und die Kosten übernehmen können, wird ohne Trauerfeier begraben. Eine besondere Kennzeichnung oder Ehrung des Namens ist nicht vorgesehen, sondern nur ein Plastikpfahl, auf dem der Name der oder des Toten steht. Ein solches Begräbnis nennt sich ordnungsberdliche Bestattung. Berlinweit werden über 2000 Menschen jährlich so beerdigt. Eine vom Bezirksamt initiierte öffentliche Trauerfeier könnte auch diesen Bürger*innen im Angesicht des Todes einen respektvollen Rückblick auf ihr Leben ermöglichen. So wäre sichergestellt, dass ein würdevoller, menschlicher Abschied aus dieser Welt keine Frage des Geldbeutels ist. Zudem stärken Veranstaltungen wie diese den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bezirk. Ein Effekt, der durch die Einbindung von engagierten Bürger*innen, von Verbänden sowie der Kirchen noch vergrößert werden könnte.

 

Als Vorbild zu solch einer Trauerfeier könnte eine Gedenkveranstaltung vom 20. Januar 2019 aus Reinickendorf dienen. Sie war von Reinickendorfer Bürger*innen, vom Bezirksstadtrat für Gesundheit, vom Leiter des Gesundheitsamtes und vom Pfarrer der Evangelischen Apostel-Paulus-Kirche organisiert worden, fand in einem nichtreligiösen Rahmen statt, stand offen für Angehörige, Freunde und alle anteilnehmenden Bürger*innen und soll künftig jedes Jahr am dritten Sonntag im Januar wiederholt werden.

 

 
 

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