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Partnerschaft für Demokratie

Grafik mit der Aufschrift "Partnerschaft für Demokratie Spandau"

In der Partnerschaft für Demokratie Spandau schließen sich Verantwortliche aus verschiedenen Ressorts der Bezirksverwaltung ebenso wie aktive Gruppen, Ehrenamtliche und Fachkräfte zusammen. Gemeinsames Ziel ist eine lebendige und demokratische Zivilgesellschaft in Spandau, in der die Vielfalt der Bewohner und Bewohnerinnen identitätsstiftend für alle ist. Das Bezirksamt Spandau möchte so die bezirkliche Demokratieentwicklung, v.a. mit Blick auf junge Menschen, stärken. Hierbei sollen vor allem nachhaltige Strukturen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit weiterentwickelt und das Engagement und die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Spandau gefördert werden. Für den Aufbau der Partnerschaft für Demokratie erhält das Bezirksamt Spandau bis Ende 2024 eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums.

Struktur und Ausstattung

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Partnerschaft für Demokratie erfolgt im Begleitausschuss. Der Begleitausschuss vereint Vertreter*innen der Bezirksverwaltung und der Zivilgesellschaft. Die Mitglieder treffen z.B. die Projektauswahl in den Förderfonds, setzen Schwerpunkte und entwickeln die Gesamtstrategie der Partnerschaft in Spandau weiter.
Eine externe Koordinierungs- und Fachstelle ist Erstansprechpartner, koordiniert die Arbeit des Begleitausschusses und berät bei der Antragsstellung. Zwei interne Koordinator*innen des Bezirksamts begleiten die strategische Arbeit der Partnerschaft in den Handlungsfeldern Kinder- und Jugendbeteiligung bzw. Prävention von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Für die bezirkliche Vernetzung, den Dialog und innovative Projekte vor Ort stehen in drei Fonds Projektgelder zur Verfügung: Aktions- und Initiativfonds (2020: 41.700 €), Jugendfonds (2020: 13.900 €) und ein Fonds für Öffentlichkeits-, Vernetzungs- und Partizipationsarbeit sowie Coaching (2020: 13.900 €). Interessierte und Engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft sowie Partnerinnen und Partner für Demokratieförderung und Fachleute aus Verwaltung und Trägerlandschaft in Spandau finden ein gesamtbezirkliches Forum in den jährlichen Demokratiekonferenzen.

„Dokumentation Demokratiekonferenz 2019“

PDF-Dokument (3.1 MB)

„Dokumentation Demokratiekonferenz 2020“

PDF-Dokument (2.4 MB)

Ziele

Im Zuge der Vorbereitung der Förderphase 2020-2024 hat die Partnerschaft für Demokratie Spandau ihre Ziele leicht überarbeitet. Als Leitziel haben wir uns gesetzt: Spandauer Kinder und Jugendliche sind Teil einer lebendigen, vielfältigen und demokratischen Zivilgesellschaft. Dabei gehen wir davon aus, dass eine demokratische Zivilgesellschaft eine starke Kinder- und Jugendbeteiligung hat und sich gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit engagiert.

Die Maßnahmen lassen sich in die drei Handlungsbereiche: Kinder und Jugendliche, Bezirkliche Strukturen und Öffentliche Sichtbarkeit einordnen. Dabei sollen folgende Ziele handlungsleitend für die Arbeit der Koordinierungs- und Fachstelle, des Begleitausschusses und der geförderten Projekte sein:

Handlungsfeld: Kinder und Jugendliche

  • Beteiligung: Kinder und Jugendliche nehmen in Spandau vielfältige Möglichkeiten wahr, um eigene Interessen zu formulieren, Ideen und Wünsche einzubringen, selbst aktiv zu werden und ihr Umfeld mitzugestalten.
  • Abbau Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: Kinder und Jugendliche in Spandau erfahren bei Diskriminierungserfahrungen Unterstützung und setzen sich solidarisch mit anderen für ein diskriminierungsfreies Umfeld ein.

Handlungsfeld: Bezirkliche Strukturen

  • Qualitätsentwicklung: Fachkräfte, die mit und für Kinder und Jugendliche arbeiten, nehmen Beteiligung als Qualitätskriterium ihrer Arbeit in Abläufe auf, erproben geeignete Formate und entwickeln diese gemeinsam weiter.
  • Qualitätsentwicklung: Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildung setzen Beteiligungsformate im Rahmen ihres Auftrags der politischen Bildung um.
  • Abbau von Partizipationshemmnissen: Hemmnisse, wie z.B. Armut, körperliche Beeinträchtigungen oder Sprachbarrieren, werden identifiziert und geeignete Maßnahmen zu deren Abbau erarbeitet und umgesetzt.
  • Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsabläufe: Kinder und Jugendliche werden von Politik und Bezirksverwaltung als Stakeholder wahr- und ernstgenommen.
  • Qualitätsentwicklung PfD: Der Begleitausschuss arbeitet regelmäßig und verbindlich an der Qualitätssicherung der Projekte und Maßnahmen der Partnerschaft für Demokratie.
  • Qualitätsentwicklung PfD: Die Partnerschaft für Demokratie ist in bezirkliche Strategien, Konzepte und Gremien integriert.
  • Verantwortlichkeit: Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung fühlen sich verantwortlich für das Leitziel.
  • Verantwortlichkeit: Spandauer Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft stärken in Bezug auf diskriminierende, menschen- oder demokratiefeindliche Äußerungen in beruflichen und alltäglichen Kontexten ihre Haltung und finden eine eigene Form der Positionierung.

Handlungsfeld: Öffentliche Sichtbarkeit

  • Beteiligung: Kinder und Jugendliche werden mit ihren Interessen, Ideen und demokratischem Engagement sichtbar und erfahren dafür öffentliche Anerkennung.
  • Abbau Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: Das Engagement von Spandauer*innen gegen Diskriminierung sowie demokratie- und menschenfeindliche Ideen wird sichtbar und erfährt öffentliche Anerkennung und Unterstützung.

Projektübersicht 2017

PDF-Dokument (366.2 kB)

Projektübersicht 2018

PDF-Dokument (678.8 kB)

Kinder- und Jugendbeteiligung

Eine Besonderheit der Partnerschaft für Demokratie in Spandau ist der Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendbeteiligung. Der Bezirk möchte junge Menschen dazu ermutigen, sich aktiv in die Bezirkspolitik einzumischen. Wir sind davon überzeugt, dass frühe Erfahrungen der Selbstwirksamkeit (z.B. über selbst organisierte Projekte) und des ehrenamtlichen Engagements bei jungen Menschen einen grundlegenden Beitrag zur Stärkung demokratischer Werte in Spandau leisten. Der Jugendfonds ermöglicht es Jugendlichen, eigene Projektideen umzusetzen

Demokratiekonferenz 2017

PDF-Dokument (2.0 MB)

Projektförderung (Downloads Antragstellung)

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie werden in jedem Haushaltsjahr innovative Projekte mit den Themenschwerpunkten Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und (Jugend-)Beteiligung gefördert. Der Begleitausschuss entscheidet in regelmäßigen Sitzungen über die Vergabe der Projektmittel.

Bei der Projektentwicklung und -umsetzung empfiehlt der Begleitausschuss die Arbeit mit den Hinweisen zur Beteiligungsqualität des Initiativkreis Kinder- und Jugendbeteiligung Spandau.

Aufruf zum Einreichen von Projektideen (Projekförderung 2022-2023)

PDF-Dokument (134.3 kB)

Projektantrag 2022 - 2023

PDF-Dokument (322.7 kB)

Grundlagen der Förderempfehlung durch den Begleitausschuss

PDF-Dokument (352.3 kB)

Haben Sie eine Projektidee? Bei Fragen und Beratungsbedarf zu Projektideen oder zur Antragsstellung können Sie sich an die Koordinierungs- und Fachstelle der Stiftung SPI wenden.

Austauschrunde "Demokratiebildung"

Die Austauschrunde “Demokratiebildung” wird von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Spandau gemeinsam mit der Spandauer Koordination von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte (SenBJF) gestaltet. Sie versteht sich als Plattform für Mitarbeitende aus Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Trägerlandschaft zur Diskussion von Fach- und Qualitätsfragen im Themenfeld “Demokratiebildung”. Weitere Informationen können Sie folgendem Faltblatt entnehmen:

Faltblatt Austauschrunde Demokratiebildung Spandau

PDF-Dokument (342.8 kB)

Reader der Austauschrunde Demokratiebildung Spandau

PDF-Dokument (1.5 MB)

Bericht 2018 - 2021

PDF-Dokument (435.1 kB)

Ansprechpartnerin

Zur Begleitung der Umsetzung der Partnerschaft für Demokratie in Spandau wurde mit der Stiftung SPI eine bezirkliche Koordinierungs- und Fachstelle eingerichtet, die den Prozess gemeinsam mit dem Bezirksamt koordiniert.

Sophie Schäfer, Stiftung SPI
Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Spandau (BüdOrdJug KuF)
Rathaus Spandau, Carl-Schurz-Straße 2-6, 13578 Berlin, Zimmer 137 b (Hofeingang)
+49(0)30 90 279 2383
pfd-spandau@stiftung-spi.de