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Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte von Spandau

rulers women
Bild: pexels

Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes Spandau von Berlin!

Kontakt:

Juliane Fischer-Rosendahl
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Bezirksamt Spandau von Berlin
Postanschrift: 13578 Berlin
Dienstsitz: Carl-Schurz-Straße 2/6, Raum 1201 b
13578 Berlin

Telefon: (030) 90279-3501
E-Mail: j.fischer-rosendahl@ba-spandau.berlin.de

Notrufnummern:

Bei häuslicher Gewalt:

BIG-Hotline: 030 61103000
Hilfetelefon für Frauen: 08000 116 016

Bei sexueller Gewalt:

LARA- Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen*: 030 216 88 88
E-Mail: Beratung@lara-berlin.de

Mutstelle Berlin: NEIN! zu sexueller Gewalt an Frauen und Männern mit Behinderung: 030 82 99 98 – 171
E-Mail: pia.witthoeft@lebenshilfe-berlin.de

Hotline für Männer: Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen!

Psycholog*innen unterstützen potentielle oder ehemalige Täter unter der kostenlosen Nummer: 0800 7022240

Aufruf zur Einreichung von Bewerbungen für Personalstellen im Programm zur Verbesserung der Infrastruktur für Alleinerziehende

Aufruf zur Einreichung von Bewerbungen für Personalstellen im Programm zur Verbesserung der Infrastruktur für Alleinerziehende

Berlin hat einen sehr hohen Anteil an Alleinerziehenden, rund ein Drittel aller Familien mit minderjährigen Kindern sind Ein-Eltern-Familien.
Knapp 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen, rund die Hälfte der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern erhalten Leistungen nach dem SGB II. Das Armutsrisiko für Alleinerziehende und ihre Kinder ist hoch.
Neben den in der Regel bestehenden Problemen rund um die Existenzsicherung haben sie tagtäglich komplexe Aufgaben und Probleme
im Spannungsfeld der Verantwortung für die Kinder und der Bewältigung des Alltags zu lösen. Alleinerziehende haben durch den fehlenden zweiten Erziehungsverantwortlichen einen insgesamt deutlich höheren Unterstützungsbedarf und sind auf gut funktionierende und aufeinander aufbauende Hilfestrukturen angewiesen.
Diese Hilfestrukturen sollen durch das Vorhaben optimiert werden.

Von allen Eltern in Spandau sind 31,6 Prozent alleinerziehend. Eine hohe Anzahl Alleinerziehender in Spandau hat zudem mehrere Kinder und ist auf diverse Unterstützungsleistungen angewiesen.
Daher soll nun auch in Spandau ein Netzwerk für Alleinerziehende geschaffen werden, welches Unterstützungsangebote schafft, die auf Spandauer Alleinerziehende zugeschnitten sind.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung als Fachstelle lädt interessierte Maßnahmenträger zur Einreichung von Bewerbungen ein. Antragsberechtigt sind Träger aus den Bereichen Frauen, Jugend, Familie und Soziales, die ihren Sitz im Land Berlin haben.
Kurzinformation Ausschreibung:

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung als Fachstelle lädt interessierte Maßnahmenträger zur Einreichung von Bewerbungen ein.
Antragsberechtigt sind Träger aus den Bereichen Frauen, Jugend, Familie und Soziales, die ihren Sitz im Land Berlin haben.

Förderung
Gefördert wird die Stelle einer Koordinatorin/eines Koordinators (E10) sowie Sachkosten (Mietanteil, Erstausstattung), Verwaltungspauschale.

Projektlaufzeit
Das Vorhaben ist eine auf einen längeren Zeitraum angelegte Infrastrukturmaßnahme und soll in den folgenden Jahren fortgeführt werden. Bewilligungen richten sich jedoch nach dem jeweiligen Haushaltsjahr.

Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind Träger aus den Bereichen Frauen, Jugend, Familie und Soziales, die ihren Sitz im Land Berlin haben.

Ihre Bewerbung reichen Sie bitte bis zum sowohl elektronisch als auch rechtsverbindlich unterschrieben, per Post bei der zgs consult GmbH ein.

Bitte beachten: Die Frist zur Einreichung von Bewerbungen ist bis zum 8. Mai 2020 verlängert!

Weitere Informationen:
https://www.zgs-consult.de/aktuelles/detail/infrastruktur-alleinerziehende/

AUFRUF Wann, Wenn nicht jetzt?

Gender Pay Gap
Bild: Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten von Berlin

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich,
welches die Jobs sind, die das Überleben sichern und die unter Bedingungen der Corona-Pandemie als systemrelevant gelten. Es sind Kranken- und Altenpfleger*innen, Verkäufer*innen, Arzthelfer*innen, Erzieher*innen und alle, deren Arbeit in der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wird. Menschen, die in den Küchen, den Wäschereien, in der Verwaltung der Krankenhäuser und Pflegereinrichtungen und in den Rettungsdiensten u.a.m. arbeiten. Sie halten den Laden am Laufen und dass, obwohl sie sich tagtäglich einer erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen.

Es sind die sogenannten „Frauenberufe“, die in Deutschland schlecht bezahlt und häufig unter schwierigen Arbeitsbedingungen erledigt werden.
Gesellschaftlich notwendige Arbeit muss jetzt und für die Zukunft neu bewertet werden. Seit Jahren haben wir immer wieder auf den Personalmangel und die Überlastung u.a. in den Pflegeberufen aufmerksam gemacht, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung des Kranken- und Altenpflegepersonals, von Erzieher*innen und in den Reinigungsdiensten gefordert.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich,
dass Minijobs, in denen überwiegend Frauen (62%) arbeiten, auf einer Einbahnstraße in die Armut führen.
Von den Regelungen des Kurzarbeitergeldes können Minijobberinnen nicht profitieren, da sie nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Damit bricht für sie eine wichtige Einnahmequelle weg.
Seit Jahrzehnten fordern wir, Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich,
dass die eigenen vier Wände für einige Frauen der gefährlichste Ort im Leben sind. Vielfach kommt es zu einer angespannten finanziellen Situation in den Familien. Unter den eingeschränkten Bedingungen wachsen Spannungen und Stress. Fälle von partnerschaftlicher Gewalt haben bereits wenige Wochen nach den Einschränkungen zugenommen.
Und auch hier haben wir bereits lange vor der Corona-Pandemie darauf verwiesen, dass die Beratungsstellen vor allem in den ländlichen Regionen nicht ausreichen, die Wege für die Frauen oft viel zu weit, die Frauenhäuser überwiegend zuwendungs- und damit unterfinanziert sind und unter einem akuten Personalmangel leiden. Darüber hinaus fehlt es an Täterberatungsstellen.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich,
dass Care-Arbeit überwiegend von Frauen geleistet wird. Frauen sind es, die wegen der geschlossenen Kitas und Schulen hauptsächlich die Kinder betreuen und die Versorgung der Familie übernehmen- neben ihrem systemrelevanten Beruf oder im Homeoffice.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich,
wie schwierig die Alltagssituation für Alleinerziehende ist, wenn die Betreuungs-einrichtungen geschlossen sind und vom Arbeitgeber Homeoffice angeordnet wird. In Alleinverantwortung mit Kindern zu Hause arbeiten, ist eine maßlose Überforderung. Die überwiegende Mehrzahl der erwerbstätigen Alleinerziehenden sind Frauen.
Seit langem fordern wir, dass die finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen für Alleinerziehende verbessert werden müssen, so dass auch sie Erwerbstätigkeit und familiäre Aufgaben vereinbaren können ohne am Existenzminimum zu leben, sich permanent erschöpft und überfordert zu fühlen und im Alter auf Grundsicherung angewiesen zu sein.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich,
dass geflüchtete Frauen und Kinder in ganz besonderer Weise betroffen sind. In den Gemeinschaftsunterkünften und isolierten Sammellagern gibt es keinen ausreichenden Schutz vor sexuellen Übergriffen und vor Ansteckungen. Mangels technischer Möglichkeiten ist es für die Mehrzahl der Kinder nicht möglich, am digitalen Unterricht teilzunehmen. Ihr Lebens- und Bewegungsraum wird durch die Isolierung noch weiter eingeschränkt.
Alles, was wir seit Jahren fordern, erscheint unter den Bedingungen der Corona-Pandemie wie unter einem Brennglas.

Deshalb fordern wir:
- die finanzielle Aufwertung der Berufe in den Bereichen Pflege, Gesundheitswesen, Erziehung und Einzelhandel und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dem Applaus und den Ankündigungen von Sonderboni müssen endlich eine ordentliche Tarifbindung und eine Erhöhung der Einkommen folgen.
- die Abschaffung der Sonderregelungen für geringfügige Beschäftigung.
- bundesweit einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen und die Gewährleistung einer bedarfsgerechten und flächendeckenden Versorgung mit Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen sowie eine Finanzierung, die allen Frauen und Kindern Schutz, Unterstützung und Beratung selbstkostenfrei ermöglicht.
- Steuer-, Sozial- und Familienleistungen so aufeinander abzustimmen, dass sie zu einer tatsächlichen finanziellen Verbesserung für Frauen, insbesondere für Alleinerziehende führen.
- Rahmenbedingungen und Arbeitszeiten zu schaffen, die es Müttern und Vätern ermöglichen, sich die Care-Arbeit gerecht zu teilen.
- einen effektiven Gewaltschutz und unabhängige Beschwerdesysteme für geflüchtete Frauen und Männer in allen Gemeinschaftsunterkünften.
- die Ausstattung von Gemeinschaftsunterkünften mit einem stabilen WLAN, um Teilhabe an Bildung und Beratungsangeboten sicher zu stellen.

Bei der Umsetzung der Forderungen erwarten wir von Politik, Arbeitgeber*innen und allen Verantwortungsträger*innen ein ebenso engagiertes, sachbezogenes, mutiges und zeitnahes Handeln wie jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie.

Erstunterzeichner_innen:
- Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, www.frauenbeauftragte.de
- Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V.,
www.bag-taeterarbeit.de
- BDKJ-Bundesfrauenkonferenz, www.bdkj.de
- Business and Professional Women (BPW) Germany e.V., Präsidentin Uta Zech, www.bpw-germany.de
- Deutscher Frauenrat, www.frauenrat.de
- Deutscher Frauenring e.V., https://deutscher-frauenring.de
- Deutscher Juristinnenbund, www.djb.de
- DGB Abteilung Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik, www.frauen.dgb.de
- Deutscher LandFrauenverband e.V., www.landfrauen.info
- EAF Berlin. Diversity in Leadership, Dr.in Helga Lukoschat (Vorsitzende) und Kathrin Mahler Walther (Geschäftsführerin), www.eaf-berlin.de
- Frauenseelsorge der Dt. Bischofskonferenz, www.frauenseelsorge.de
- IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit – Deutschland e.V., www.invia-deutschland.de
- Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB), Vizepräsidentin Dr.in Monika Arzberger, www.frauenbund.de
- Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V., www.kfd.de
- Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V., Bundesvorsitzende Hildegard Eckert, www.skf-zentrale.de
- ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger, www.frauen.verdi.de
- Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. (VAMV), www.vamv.de
- Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V., www.vkdl.de

02. Spandauer Mädchen*- und Frauen*März (2020)

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Bild: pexels

Liebe Spandauerinnen*,

bereits im 2. Jahr ist der März nun der Monat der Frauen* und Mädchen* in Spandau – und wieder gibt es viel zu entdecken!

In diesem Programmheft finden Sie/findet Ihr neben Veranstaltungen, die extra für den März geplant wurden, auch diverse Angebote, welche das ganze Jahr über wahrgenommen werden können.

Nutzen Sie einfach den Veranstaltungsfinder und die
Farbgebung wird helfen, das Richtige für Sie zu finden.
Herzlichen Dank an alle teilnehmenden Vereine, Behörden und
Einzelpersonen, die so vielfältige Angebote für die
Spandauerinnen* geschaffen haben!

Das gesamte Programm finden Sie hier Programm Mädchen* und Frauen*März 2020

Viel Vergnügen!
Juliane Fischer-Rosendahl
Frauen– und Gleichstellungsbeauftragte

17. März -Equal Pay Day 2020

Gender Pay Gap nach Bundesländern
Gender Pay Gap nach Bundesländern
Bild: Lohnspiegel.de

Seit 12 Jahren gibt es den Equal Pay Day – seit 12 Jahren werden Fahnen gehisst, die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern angeprangert, viele Bekenntnisse abgegeben –* doch seit 12 Jahren hat sich in Deutschland diesbezüglich (fast) nichts geändert.*

Als im Jahr 2008 auf Initiative des BPW (Frauennetzwerk Business and Professio-nal Women Germany) der erste Equal Pay Day in Deutschland stattfand, betrug der Brutto-Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern 22 Prozent. 12 Jahre später sind es noch immer 21 Prozent – trotz aller Bekenntnisse, trotz aller Fahnenhissungen, trotz aller Fotoaktionen.

In Europa werden Frauen lediglich in Estland noch ungleicher entlohnt als in Deutschland.
Doch nicht nur Deutschlands Nachbarländer scheinen es besser zu machen, auch innerhalb der Bundesrepublik gibt es eklatante Unterschiede.
Auffällig ist der enorme Unterschied zwischen den ostdeutschen und den westdeutschen Bundesländern, wenn es um die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern geht:

Gründe dafür gibt es zahlreich, ob es nun die höhere Anzahl von Frauen in Vollzeit, in Führungspositionen, in den MINT-Berufen, das bessere Kinderbetreuungsangebot, das eher egalitäre Verständnis von Beziehungen zwischen Frauen und Männern sind – dieser Unterschied ist vor allem eines, ein Hinweis auf die Veränderlichkeit des Status quo.
Ungleichbehandlung existiert nicht einfach, sie ist menschengemacht und damit auch von Menschen zu beseitigen.

Better Practice aus Europa:

Lohnungleichheit

Island:
Equal Pay Act:
Unternehmen mit über 25 Mitarbeitenden müssen nachweisen, dass sie Frauen nicht schlechter bezahlen als Männer. Unternehmen, die Frauen bei gleicher Quali-fikation schlechter bezahlen, werden seit 2018 bestraft. Anders als das deutsche
„Entgelttransparenzgesetz“ wird der Staat selbst aktiv und überlässt die Überprüfung der Gehälter nicht den betroffenen Frauen. Statt einer Lohnungleichheit von 21 Prozent wie in Deutschland, liegt die Differenz der Löhne in Island nur noch bei 5 Prozent.

Politische Teilhabe:

Finnland:
Was in Deutschland fast nicht vorstellbar ist, ist in Finnland
Realität: Fünf von neun Parteien im finnischen Parlament werden von Frauen ge-führt, zumindest 47 Prozent aller Abgeordneten sind weiblich. Dabei ist die ökono-mische Ungleichheit deutlich geringer als in Deutschland, wohl auch, weil 80 Pro-zent der finnischen Väter mindestens 3 Monate Elternzeit nehmen. Mit Sanna Marin stelle Finnland zudem die jüngste Regierungschefin weltweit.

Gewaltschutz/Sicherheit:

Österreich
Ein Leben frei von Gewalt und Kriminalitätsfurcht ist eine der Grundlagen von
sozialer Teilhabe. Beginnend mit städtebaulichen Maßnahmen, die Angsträume in Städten aufzulösen suchen, hin zu Gewaltschutzgesetzen und einem Hilfesystem der kurzen Wege, können Wien und Österreich ein Vorbild für Deutschland sein.

Spandauer Unterstützungsangebote für Frauen* im Beruf

ACHTUNG: Aktuelle Angebote können aufgrund der Pandemievorsorge nicht wahrgenommen werden.

Im Rahmen des 02. Spandauer Mädchen*- und Frauen*März gibt es unterschiedliche Informations-Angebote für Frauen*, die sich beruflich weiterentwickeln möchten:

Die Frauen*infobörse im Rathaus Spandauam 25.03., bietet Frauen* Einblicke in neue Berufsfelder, Möglichkeiten zur Weiterbildung und Beratung.
Zudem bieten Kobra und GIZ Beratung zu Bildung und Beruf für geflüchtete Frauen an und im Kiosk_aller.Hand:Arbeit gibt es jeden Dienstag ein Jobcoaching und Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen.

Für Mädchen* gibt es neben Angeboten zum Girl*s Day in Spandau auch verschiedene Formate, die sie empowern sollen, etwa das Beteiligungscamp im Klubhaus Alle Angebote bzw. den Link zum Programm finden Sie hier: https://www.berlin.de/ba-spandau/politik-und-verwaltung/beauftragte/gleichstellung/

Zudem hat das Bezirkliche Bündnis für Wirtschaft und Arbeit u.a. das mehrmonatige Kommunikationstraining für arbeitssuchende Frauen in Spandau finanziert.
Frau Halusynska führt Frauen in 4 mehrtägigen Workshops und von März bis Sep-tember an ihre eigenen Kompetenzen heran und zeigt, wie Kommunikation im be-ruflichen Weiterkommen zielführend eingesetzt werden kann.

Internationaler Frauen*tag

Mitteilung zum 08. März 2020

Der 8. März – kein Feiertag wie jeder andere

Trotz der Freude über einen Feiertag, der die Frauen in den Mittelpunkt stellt, war die Sorge bei vielen Feministinnen* groß, ein Feiertag würde das Feiern in den Mittelpunkt stellen und den Kampf um Gleichberechtigung, den Streik und die Wut über sexistische Strukturen schwächen. Doch weit gefehlt: Schon die Titel der diesjährigen Groß-Demonstrationen „Frauen*kampftag“ und
„Es ist keine Party – es ist ein Kampf“ machen schon im Titel ziemlich deutlich, dass diese Sorge unbegründet ist!

Worum geht es im Jahr 2020?

Am 8. März und nicht nur da, liegt der Fokus auf dem antifeministischen Backlash der Gegenwart, den ökonomischen Verhältnissen von Frauen* weltweit, geschlechtsspezifischer Gewalt und den Reproduktionsbedingungen, die Frauen materiell von Männern abhängig macht.

Konkret kritisiert wird u.a., dass:

- geschlechtliche Arbeitsteilung vorsieht, dass Frauen* 60 Prozent der unbezahlten Arbeit erledigen und Männer* 60 Prozent der bezahlten

- Frauen* in Deutschland durchschnittlich noch immer 21 Prozent weniger als Männer verdienen und sich daran im letzten Jahrzehnt nichts geändert hat

- schon Mädchen* 20 Prozent weniger Taschengeld bekommen als Jungen*

- Frauen* zwar über 50 Prozent der Bevölkerung stellen, aber nur 30 Prozent der Mitglieder des Bundestages stellen … und damit eine Geschlechterdemokratie in weiter Ferne liegt

- Sexualität funktionalisiert wird, also sexualisierte Gewalt benutzt wird, um Mädchen* und Frauen* zu unterdrücken und auszubeuten

Also Frauen*: Kämpfen – Feiern – Weiterkämpfen

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Hinweise zu Demonstrationen und Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag in Berlin

Demonstration: Frauen*kampftag – Kämpfen – Feiern – Weiterkämpfen

Die Veranstalter*innen der Demonstration «Frauen*kampftag» sehen sich als Teil einer neuen feministischen Bewegung. Sie kritisieren patriarchale Strukturen, eine an Profitmaximierung orientierte Gesellschaft, ebenso wie die Ideologie, nach der jede Person ihres eigenen Glückes Schmiedin sei. Gefordert wird ein Leben ohne Angst, ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Was: Demonstration zum Frauen*kampftag 2020
Wann: Sonntag, 8. März 2020, ab 14 Uhr
Wo: Leopoldplatz

Demonstration: „It’s not a Party – It’s a Fight – Es ist keine Party – Es ist ein Kampf“

Was: Demonstration von Frauen*, Lesben, Trans* und Inter Personen
Wann: 8.3.2020, 15 Uhr
Wo: S+U Bahn Warschauer Straße

Demonstration: Purple Ride «Critical Mass FLTI Berlin»

veranstaltet am 8. März eine Feministische Frauen*Fahrrad Demonstration

Die Veranstalter*innen sehen das Fahrrad als Symbol für die Emanzipation. Gefordert wird echte Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und Geschlechtsidentität – und dies beginnt laut den Veranstalte*rinnen mit mehr Sichtbarkeit von FLTI*. Los geht es am Mariannenplatz und geradelt wird zum Frauenknast in Lichtenberg U-Magdalenenstraße.

Was: Purple Ride – Feministische Frauen*Fahrrad Demo
Wann: Sonntag, 8. März 2020, 12 Uhr
Wo: Mariannenplatz (Feuerwehrbrunnen)

Nepantla Bibliothek LesungInitiative in Gedenken an Semra Ertan:
“Meine dunklen, eifrigen, nackten Gedanken”*

Lesung mit Gedichten von Semra Ertan in deutscher und türkischer Sprache.
Semra Ertan geboren 1957 in der Türkei, zog 1972 zu ihren Eltern in die Bundesrepublik Deutschland. Sie arbeitet als technische Bauzeichnerin und Dolmetscherin und schrieb über 350 Gedichte.1982 verbrannte sich Semra Ertan in Hamburg, um ein Zeichen gegen den Rassismus in Deutschland zu setzen.

Was: Lesung mit Gedichten von Semra Ertan
Wann: Sonntag, 8. März 2020, 14.30 – 16.30 Uhr
Wo: Amerika-Gedenkbibliothek

SalonStraßenfest: Fest zum Frauentag

Im Frauenviertel in der Gartenstadt Rudow findet am Frauentags-Wochenende ein kleines Fest mit Kunsthandwerk, Kinderspiel und Gastronomie statt.

Was: Fest zum Frauentag
Wann:06. bis 08. März 2020
Wann genau: Freitag von 15 bis 22 Uhr, Samstag von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr
Wo: Lieselotte-Berger-Platz

25. November (2019) - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Gewalt kommt nicht in die Tüte
Bild: SenGPG

GEWALT GEGEN FRAUEN
Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt stellen laut WHO und UNICEF die häufigste Menschenrechtsverletzung an und das größte Gesundheitsrisiko für Frauen und Mädchen weltweit dar.
Diese geschlechtsspezifische Gewalt beginnt mit der alltäglichen Anmache, frauen-feindlicher Sprache, Witzen und Beschimpfungen.
Sie endet viel zu häufig im Tod der Frau.
Allein in Deutschland stirbt jeden dritten Tag eine Frau durch ihren (Ex-)Partner.
Wird über Gewalt gegen Frauen in Berlin gesprochen, stehen besonders häusliche und sexuelle Gewalt, aber auch Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung und
(Cyber-)Stalking im Fokus.
Während die Zahl der Straftaten 2018 weiter gesunken ist, ist die Zahl der Opfer innerfamiliärer Gewalt und der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung weiter gestiegen.
Die von Kriminolog*innen und Psycholog*innen genannten Motive bei Vergewaltigungen und anderen Körperverletzungen, sind am häufigsten Gefühle verletzter Männlichkeit, die mit einer Vorstellung von Maskulinität einhergeht, die ausschließlich hart, aggressiv und keinesfalls sanft oder sensibel sein darf. Die Gewalt patriarchaler Rollenbilder trifft uns alle, sie macht aber vor allem jene zu Opfern von Gewalt, die nicht männlich oder maskulin sind, nicht maskulin gesehen werden oder sein wollen.

PROGRAMM
18.11. – 30.11., 09 – 17 Uhr | Säulenhalle Rathaus Spandau, 2. OG
Wanderausstellung: Wer braucht Feminismus

Seit vielen Jahren tourt die Ausstellung durch Deutschland und kommt nun auch nach Spandau! Zwei Wochen lang können Gruppen oder Einzelpersonen die Aus-stellung im Rathaus Spandau anschauen und sie zugleich mitgestalten. Ziel ist es, Feminismus aus verschiedenen Blickrichtungen kennenzulernen und den Begriff mit eigenen Inhalten zu füllen—ihm also ein Gesicht zu geben.
Auf die Frage, wer eigentlich Feminismus braucht, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Hier eine aus Berlin: “Ich brauche Feminismus 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr solange weltweit jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt er-lebt, solange wir über eine Milliarde Frauen und Mädchen sprechen (müssen), die vor den Augen aller geschlagen oder vergewaltigt werden (und das zu oft als “Kavaliers-delikt” abgetan wird), …”
Sharon Adler (Herausgeberin von AVIVA-Berlin, Berliner Frauenpreisträgerin

25. 11., 9—11 Uhr | Edeka Seitz, Falkenseer Chaussee 239, 13583 Berlin
Aktion: GEWALT KOMMT NICHT IN DIE TÜTE!

Der Spandauer Bürgermeister Kleebank und die Stadträte Bewig, Hanke und
Machulik bewirten die Kund*innen und informieren gemeinsam mit dem Frauenbei-rat Spandau und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten über Hilfsangebote für Betroffene häuslicher Gewalt und geschlechtsspezifischer Gewalt.

25. 11., 12 Uhr | Rathaus Spandau
Hissen der Flagge gegen Gewalt an Frauen vor dem Rathaus Spandau

Der Frauenbeirat; Bezirksbürgermeister Kleebank sowie die
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte hissen die Anti-Gewalt-Flagge vor dem Rathaus Spandau. Mit dabei sind Vertreter*innen des Bezirksamts Spandau sowie der in der BVV vertretenen Fraktionen.

29. 11., 14 -17 Uhr/ Lerncafé Spandau, Mönchstraße 7, 13597 Berlin
Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und Mädchen Workshop auf Deutsch und auf Farsi

راه های مقابله با خشونت برای زنان و دختران

Der Workshop zeigt die Auswirkungen von psychischer und physischer Gewalt für Frauen und ihre Kinder in gewaltvollen Paarbeziehungen und zeigt Wege aus der Gewalt auf. Geleitet wird der Workshop von Afsaneh Afraze-Ketabi (Psychologin, GIZ)
تاثیرات روحی و جسمی خشونت در خانواده بر روی زنان و بچه ها

Europawahl 2019 - Frauen sichert eure Rechte!

Frauen für Europa – Frauenrechte gegen Rechts
Eine Kampagne von Berliner*innen

Wir wollen

- Gleichberechtigung statt Sexismus
- gleiche Bezahlung, gleiche Chancen in allen Berufen
- Selbstbestimmung der Frauen über ihren Körper statt Bevormundung
- Ausbau feministischer Forschung statt Verunglimpfung der Genderstudies
- Parität in Politik und Wirtschaft statt Abschaffung der Gleichstellungsgesetze
- Wertschätzung von Verschiedenheit statt Ausgrenzung und Hass gegenüber Minderheiten, vielfältigen Lebensmodellen und Hilfesuchenden
- Schutz der Natur statt Leugnung des Klimawandels
- ein friedliches EUROPA statt Stärkung nationalistischer Egoismen

Schwangerschaftskonfliktberatung


Schwangerschaftsabbruch

Hier finden Sie eine Liste mit Ärzt*innen, die Abtreibungen vornehmen

Förderung Kinderwunsch

Hier finden Sie Informationen zum Förderprogramm Assistierte Reproduktion

1. Spandauer Mädchen*- und Frauen*März 2019

Link zu: Programm
Bild: pexels

Der Name sagt es schon: Der März stand ganz im Zeichen der Spandauerinnen*.
Es sollte der Auftakt für ein jährlich stattfindendes Programm sein, das Themen aufgreift, die Frauen* und Mädchen* in all ihrer Vielfältigkeit angehen. Es gin also um Bestärkung, Vernetzung, Hilfe und Angebote zur Selbsthilfe und um weitgehend kostenlose kulturelle Angebote, die die Werke von Regisseurinnen*, Fotografinnen*, Autorinnen* und Wissenschaftlerinnen* sichtbarer machen.

Vom Girl*‘s Day zum Vortrag über jüdischen (Queer-) Feminismus, vom Selbstverteidigungskurs für Senior*innen hin zum Treffpunkt für alleinerziehende Frauen* – wurde einiges in Spandau geboten. Viele Projekte haben extra für den März Veranstaltungen für Mädchen*- und Frauen* organisiert oder stellten bereits bestehende Angebote für Frauen in Spandau vor.

Mit dabei waren (Auswahl):

Eulalia Eigensinn e.V.
HINBUN
Outreach Jugendberatung
Mädchenladen BDP
Neue urbane Welten e.V.
Galerie Spandow
Nachbarschaft Aktiv
Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V.
Quartiersmanagement Falkenhagener Feld
Teach First
Partnerschaft für Demokratie
Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben

Wer selbst im März etwas plant, kann sich an die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte wenden.

Das gesamte Programm finden Sie hier:

Weg mit 219a - Aktionstag für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung am 26.01.2019

“Ob Kinder oder keine, entscheiden wir – alleine!”

Im Februar diskutiert der Bundestag die Abschaffung oder Änderung von Paragraph 219a StGB, welcher u.a. Ärztinnen und Ärzten den öffentlichen Hinweis auf die Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen verbietet.

Mitauslöser war der Fall einer Gießener Ärztin, der deutschlandweit Proteste hervorrief. Diese war vom Amtsgericht Gießen zu einer Strafe von 6000 Euro verurteilt wurden, weil sie auf ihrer Internetseite Informationen (keine Werbung) zum Schwangerschaftsabbruch angeboten hatte.

Gegen diesen Paragraphen, der ein Relikt aus dem Nationalsozialismus ist, engagiert sich seit Jahren das breite Bündnisfür die körperliche und sexuelle Selbstbestimmung.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Bündnis

Den Wortlaut des Paragraphen 219a finden Sie hier

Aktionen in Spandau gegen Gewalt an Frauen 2018

Hissung der Anti-Gewalt-Flagge in Spandau
Hissung der neuen Anti-Gewalt-Flagge vor dem Rathaus Spandau
Bild: Frauenbeirat Spandau

Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, den 25. November, organisierten der Frauenbeirat sowie die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Aktionen, um auf die "unvorstellbaren Zahlen" (Familienministerin Franziska Giffey) häuslicher Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen.

100 Jahre Frauenwahlrecht

Link zu: 100 Jahre Frauenwahlrecht
Bild: EAF

Am 30. November 2018 wurde auch in Spandau eine Errungenschaft gefeiert, die die Frauen - auf den Tag genau 100 Jahre zuvor - erkämpft hatten. Endlich wurde ihnen das aktive und das passive Wahlrecht gesetzlich zugesichert. Weitere Informationen

Hilfsangebote für Frauen* in Notlagen

Link zu: Hilfsangebote für Frauen* in Notlagen
Bild: chachar / despositphotos.com

Kompetente Ansprechpartnerinnen stehen betroffenen Frauen bei allen Fragen zur Seite. Weitere Informationen

Frauenberatungsstellen in Spandau

Link zu: Frauenberatungsstellen in Spandau
Bild: monkeybusiness / depositphotos.com

Die Beraterinnen von Eulalia Eigensinn e.v. und HINBUN freuen sich auf Sie. Weitere Informationen

Das Spandauer Netzwerk gegen häusliche Gewalt

Link zu: Das Spandauer Netzwerk gegen häusliche Gewalt
Banner der Kampagne
Bild: Bezirksamt Spandau

Im Januar 2016 gründeten der Bezirksstadtrates für Gesundheit und Soziales in Spandau, Frank Bewig, gemeinsam mit der ehemaligen Spandauer Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Eulalia Eigensinn e.V., HÎNBÛN und rund 30 Partner_innen aus Spandau das Spandauer Netzwerk gegen häusliche Gewalt. Weitere Informationen

Rechtliche Grundlage

Link zu: Rechtliche Grundlage
Bild: beermedia - Fotolia.com

Die rechtliche Grundlage der Tätigkeit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bildet das Berliner Landesgleichstellungsgesetz (LGG). Weitere Informationen

Spandauer Frauenbeirat

Link zu: Spandauer Frauenbeirat
Bild: Jürgen Priewe - Fotolia.com

Die Frauen- und Gleichstellungsbeaufragte vertritt als ständiger Gast das Bezirksamt im Spandauer Frauenbeirat. Dieser besteht aus Frauen unterschiedlichen Alters und (politischer) Herkunft, die in Spandau leben und sich für Spandauerinnen und Frauen im Allgemeinen engagieren. Weitere Informationen

"16 Tage gegen Gewalt an Frauen" - die Radiokampagne mit radio eins vom RBB

Link zu: "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" - die Radiokampagne mit radio eins vom RBB
Bild: vectomart / depositphotos.com

Die gemeinsame Kampagne der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, BIG e.V und radioeins vom RBB beleuchtete das Thema Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt im Herbst 2014 besonders öffentlichkeitswirksam. Weitere Informationen

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (LAG)

Link zu: Die Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (LAG)
Bild: LAG

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Spandau arbeitet in der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit den bezirklichen Kolleginnen an gemeinsamen Projekten. Weitere Informationen