Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte von Spandau

my body my choice

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Einladung zu Flaggenhissung und Veranstaltung „Femizide – Über den Umgang mit Frauenmorden in Kenia, Indien, Mexiko & Deutschland“ am 25.11.2026, ab 10 Uhr

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November 2026 bringt die Veranstaltung „Femizide – Über den Umgang mit Frauenmorden in Kenia, Indien, Mexiko & Deutschland“ internationale Erfahrungen aus Justiz, Journalismus, feministischer Menschenrechtsarbeit und Literatur mit der Berliner Gleichstellungspolitik ins Gespräch.

Den Auftakt bildet um 10 Uhr vor dem Rathaus Spandau das Hissen der bezirklichen und der berlinweiten Flaggen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Frank Bewig und Afsane Ketabi (GIZ) wird damit ein öffentliches Zeichen für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt gesetzt.

Im Anschluss findet das Podiumsgespräch im Bürgersaal des Rathauses Spandau, im 2. Stock, statt. Es diskutieren:
  • Sayuri Herrera Román, Sonderstaatsanwältin für Gewaltdelikte gegen Frauen der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft und Protagonistin der Netflix-Dokumentarserie La fiscal – Die Staatsanwältin in Mexiko (2026)
  • Njeri wa Migwi, Mitgründerin und Geschäftsführerin der kenianischen Organisation Usikimye, die Betroffenen geschlechtsspezifischer Gewalt Schutz und Unterstützung bietet.
  • Pamela Philipose, indische Journalistin, Autorin und Ombudsfrau von The Wire.
  • Micha Klapp, Berliner Staatssekretärin für Arbeit und Gleichstellung in der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Moderation: J. Fischer-Rosendahl, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamts Spandau

Veranstaltung am 25.11.26 - Paneldiskussion zu Femiziden
Veranstaltung am 25.11.26 - Paneldiskussion zu Femiziden 2

Die ausgezeichnete nigerianische Dichterin und feministische Menschenrechtsaktivistin Ololade Ajayi trägt im Rahmen der Veranstaltung ihre Gedichte „ALONE“ und „A POEM OF PROTEST: FULL STOP“ vor. Sie ist Gründerin der DOHS Cares Foundation und Moderatorin des DOHS (Document Our HiStory) Podcast, der Überlebenden geschlechtsspezifischer Gewalt eine Stimme gibt.

Allein im Jahr 2024 wurden weltweit rund 50.000 Frauen und Mädchen von ihren Partnern oder anderen Familienangehörigen getötet – etwa 137 jeden Tag, nach der jüngsten weltweiten Schätzung von UN Women und UNODC. Femizide außerhalb dieses Umfelds sind darin nicht vollständig erfasst.
Femizide werfen ein Licht auf gesellschaftliche Machtverhältnisse und auf Institutionen, die Frauen nicht ausreichend schützen. Wie werden diese patriarchalen Strukturen sichtbar – und was muss sich ändern, damit Frauen ohne Gewalt leben können?

Die Panelistinnen arbeiten dort, wo gesellschaftlicher Umgang mit Gewalt konkret wird: in Ermittlungen und Gerichtsverfahren, in Schutzangeboten, bei der Dokumentation von Femiziden und in der öffentlichen Debatte. Ihre Berichte zeigen, welche Hürden Betroffene und Angehörige überwinden müssen und wie sich Menschen für Gewaltschutz und Gerechtigkeit einsetzen.

Welche Muster verbinden die Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern? Welche Ansätze können helfen, Gewalt frühzeitig zu erkennen und Femizide zu verhindern? Und was lässt sich daraus für Deutschland und Berlin lernen?
Das Podium diskutiert strukturelle Gewalt und die Verantwortung von Politik, Justiz, Medien und Zivilgesellschaft.

Veranstalterinnen: Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamtes Spandau, Zentrum für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und BIG BERLIN Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen e.V.

Die Veranstaltung wird durchgehend ins Deutsche übersetzt. Die Empfangsgeräte für die Übersetzung werden vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Rathauses Spandau ausgegeben.

Für die Planung bitten wir um Anmeldung unter c.brommer-wierig@ba-spandau.berlin.de

Was ist eine Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und was sind ihre Aufgaben?

Es ist gesetzlich geregelt, dass die Geschlechter gleichgestellt sein sollen. Da in Deutschland die tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen nicht erreicht ist und Frauen in vielen Bereichen diskriminiert werden, ist es wichtig und verpflichtend, dass weiter daran gearbeitet wird.

Eine Maßnahme gegen die Diskriminierung von Frauen ist, dass gesetzlich festgeschrieben ist (§21 Landesgleichstellungsgesetz (LGG)), dass jeder Bezirk in Berlin eine Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte haben muss, die im Bezirk für die Umsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen zuständig ist.

Zu den Aufgaben einer Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten zählen unter anderem:

  • Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetztes im Bezirk
  • Beratung des*der Bezirksbürgermeister*in in allen Gleichstellungsfragen
  • Enge Zusammenarbeit mit den Trägern im Bezirk
  • Erarbeitung von Stellungnahmen und Alternativvorschlägen in Gleichstellungsfragen
  • Teilnahme und Einbringen von Gleichstellungsthemen in Gremien, wie z.B. dem Gewaltpräventionsrat
  • Organisation des Spandauer Aktionsmärz zusammen mit der Stabsstelle Integration
  • Teilnahme an den Sitzungen des Frauenbeirats Spandau als ständige Vertretung des Bezirksamts Spandau

Kontakt

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Juliane Fischer-Rosendahl (sie/ihr)

Mitarbeiterin
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Charlotte Brommer-Wierig (sie/ihr)