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Berlin, 29. Juni 2022

KONFERENZ DER GLEICHSTELLUNGSMINISTER*INNEN 2022:

Krisenfeste Gleichstellungspolitik muss die faire Verteilung von Sorgearbeit
voranbringen!

Die seit mehr als zwei Jahren andauernde Corona-Pandemie hat negative Folgen für die Gleichstellung mit gravierenden Auswirkungen auf Frauen:
Unfreiwilliger Rückzug vom Arbeitsmarkt, Reduzierung der
Erwerbsarbeitszeiten und chronische Erschöpfung aufgrund der
Mehrfachbelastungen sind Krisenfolgen, die aktuell die Lebenssituation
vieler Frauen prägen.

„Wir erwarten von den Gleichstellungs- und Frauenminister*innen der Länder,
dass sie die Folgen, die sich für viele Frauen aus der Corona-Pandemie
ergeben, ernst nehmen und sich für die faire Verteilung von Erwerbs- und
Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern stark machen. Wir erkennen darin
eine zentrale gleichstellungspolitische Aufgabe“, so die Mitgliedsverbände
des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Sorgearbeit fair teilen im Vorfeld
der Gleichstellungsminister*innen-Konferenz 2022.

Die bereits vor der Corona-Krise bestehenden Ungleichheiten zwischen den
Geschlechtern drohen sich durch die Pandemie zu verfestigen bzw. zu
vergrößern. Dem muss dringend entgegengewirkt werden. Strukturelle
Rahmenbedingungen, die die ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorge- und
Hausarbeit zwischen den Geschlechtern begünstigen, müssen geändert und
Anreize für die gleichberechtigte Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit
gestärkt werden.

„Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen, die die gerechtere
Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zum Ziel haben, müssen schnellstmöglich
umgesetzt werden“, fordern die Bündnismitglieder.

Das Bündnis dringt darauf, zügig zehn Tage Freistellung für Väter bzw.
zweite Elternteile rund um die Geburt mit vollem Lohnersatz einzuführen.
„Zudem setzen wir uns für eine Entgeltersatzleistung für Pflegezeiten, die
Ausweitung der individuellen, nicht übertragbaren Elterngeldmonate, die
Abschaffung der Lohnsteuerklasse V und die Einführung einer
Individualbesteuerung für alle, die öffentliche Förderung haushaltsnaher
Dienstleistungen sowie für geschlechtergerechte und familienorientierte
Arbeitszeitmodelle ein“, konkretisieren die Bündnismitglieder ihren
Forderungskatalog.

Die politischen Forderungen des Bündnisses zur Bundestagswahl sowie die
Bewertung des Koalitionsvertrags aus Sicht des Bündnisses sind unter

https://www.sorgearbeit-fair-teilen.de/das-buendnis/materialien/ zu finden.

Das Bündnis

Das im Sommer 2020 gegründete zivilgesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit
fair teilen setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter
Sorgearbeit im Lebensverlauf ein. Seine 13 Mitgliedsverbände haben sich zum
Ziel gesetzt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den
Gender Care Gap und seine Auswirkungen zu sensibilisieren und sich für die
Schließung der Sorgelücke einzusetzen.

Weitere Informationen:

Website:
www.sorgearbeit-fair-teilen.de

Twitter: @sorgearbeit

Instagram:
@buendnis_sorgearbeit

Dem Bündnis gehören an:

· Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen

· Bundesforum Männer e.V.

· Business and Professional Women (BPW) Germany e.V.

· Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

· Deutscher Beamtenbund und Tarifunion – Bundesfrauenvertretung

· Deutscher Frauenrat e.V.

· Deutscher Gewerkschaftsbund

· Deutscher Hauswirtschaftsrat e. V.

· Frauenwerk der Nordkirche

· Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.

· Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.

· WIR! Stiftung pflegender Angehöriger

· Zukunftsforum Familie e.V.

Pressemitteilung zur Fahnenhissung am 22.11.21

  • PM Fahnenhissung

    PDF-Dokument (193.3 kB)
    Dokument: BA Spandau

Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag am 08. März 2021

  • PM zum 08. März 2021

    PDF-Dokument (418.8 kB)

Pressemitteilung zum Equal Pay Day am 10. März 2021

  • Equal Pay Day 2021

    PDF-Dokument (394.8 kB)