"Wohnen an der Michelangelostraße" - Städtebauliche Planung

Michelangelo Luftbild

Ideenwettbewerb als Grundlage

Der Verlauf der Michelangelostraße im Bezirk Pankow ist geprägt von begleitenden Rasenflächen, die zusammen mit der vierspurigen Straße und Fahrbahnteiler eine Zäsur zwischen den bestehenden Siedlungsteilen der 1960er und 70er Jahre darstellt. Als provisorisch hergerichteter Freiraum sollte hier ursprünglich die Verlängerung der Stadtautobahn erfolgen.

Um Ideen für eine mögliche Bebauung der freien Flächen zu Wohnbauzwecken zu gewinnen, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 2014 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb „Wohnen an der Michelangelostraße“ organisiert und durchgeführt. Die in 2015/16 anschließende städtebauliche Planung erfolgte als Vertiefung und Ergänzung zum städtebaulichen Ideenwettbewerb und diente einer Prüfung der generellen Machbarkeit. Der Sieger des Wettbewerbs, das Architekturbüro Görge aus Hamburg, wurde in Kooperation mit dem Verkehrsbüro „LK Argus“und dem Büro für Landschaft und Umwelt „gruppe F“ mit der vertiefenden städtebaulichen Planung beauftragt. Zusätzlich wurden Büros zu klimaökologischen und infrastrukturtechnischen Untersuchungen (GEO NET Umweltconsulting GmbH und KPI Planungsgesellschaft mbH) hinzugezogen.

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Wettbewerbsarbeit Lageplan

Der wesentliche Leitgedanke des städtebaulichen Entwurfs ist die Errichtung einer Wohnanlage für ca. 1.500 Wohneinheiten, die wie ein Bindeglied zwischen den bestehenden Siedlungsteilen im Norden und Süden fungiert. Ein orthogonales System von Wegen und Plätzen soll die bestehenden und neuen Siedlungsteile miteinander vernetzen. Die Anordnung der Gebäude ist so vorgesehen, dass sie die Michelangelostraße räumlich fassen und zugleich als Lärmschutz für die dahinter liegenden Wohnanlagen dienen. Der Straßenraum der Michelangelostraße wird mit einer mehrreihigen Baumallee geplant – das Erfordernis der Integration einer Straßenbahntrasse ist in den Gesamtdokumentation der bis Ende 2016 erzielten Ergebnisse, die nachstehend zum Download bereit stehen, noch nicht berücksichtigt.

Bericht zur Ausarbeitung des städtebaulichen Entwurfs

PDF-Dokument (14.8 MB)

Grafiken - baulich-räumliches Konzept

PDF-Dokument (15.8 MB)

Grafiken - Nutzungskonzept

PDF-Dokument (16.4 MB)

Grafiken - Eigentum, Bauabschnitte, Abstandsflächen

PDF-Dokument (16.5 MB)

Grafiken - Maße und Schnitte

PDF-Dokument (9.6 MB)

Grafiken - technische Infrastruktur und Baumstandorte

PDF-Dokument (21.0 MB)

Anlagen - Umwelt, Infrastruktur und Verkehr

PDF-Dokument (10.4 MB)

Einbeziehen der Öffentlichkeit

Neben einer Informationsveranstaltung zum Auftakt der Machbarkeitsstudie im Februar 2015 in der Gethsemanekirche gab es im Rahmen der Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für die Großwohnsiedlung „Greifswalder Straße“ im September 2016 eine Information zum fortgeschrittenen Stand.

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Veranstaltung in der Gethsemanekirche

Am 27.04.17 fand in der Gethsemanekirche eine weitere Veranstaltung für die interessierte Öffentlichkeit statt. Hier wurden die erzielten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie öffentlich präsentiert und diskutiert. Diese Veranstaltung diente zugleich als Auftakt für das Beteiligungsverfahren. Dem Aufruf zur Mitarbeit folgten verschiedene Vertreter der Bewohnerschaft, der Wohnungsunternehmen und anderer Gewerbetreibender. Einbezogen sind außerdem Fachabteilungen von Senat und Bezirk sowie die seinerzeit beauftragten Fachplanungsbüros. Beabsichtigt ist eine Annäherung der unterschiedlichen Positionen und Ziele, um den vorliegenden Entwurf derart weiterzuentwickeln und zu variieren, dass er in den wichtigsten Aspekten von der Mehrheit der Beteiligten mitgetragen wird.

Verfahren zur Beteiligung

Seit Juni 2017 arbeitet der o. g. Teilnehmerkreis unter der Moderation des Büros „die raumplaner“ zusammen. In einer ersten Zusammenkunft mit diesem Teilnehmerkreis am 30.06.2017 wurde zum einen über das geplante gemeinsame Vorgehen informiert und zum anderen einzelne Schritte mit den Teilnehmern abgestimmt. Zwischenzeitlich begann außerdem ein Fachaustausch mit den verantwortlichen Abteilungen von Senat und Bezirk, um sich über die Rahmenbedingungen und Zielstellungen für eine Weiterentwicklung des städtebaulichen Entwurfs seitens des Landes Berlin zu verständigen.

Von September 2017 bis Januar 2018 sind 5 Themenrunden zu den Themen Lebensqualität, Wohnen, Verkehr, Ökologie und Gewerbe/ Soziale Infrastruktur geplant. Auf der Grundlage des vorhandenen städtebaulichen Entwurfs und aktualisierter Rahmenbedingungen wird eine Diskussion der unterschiedlichen Positionen im Hinblick auf ein gemeinsames Zielverständnis geführt werden. Im 1. Quartal 2018 sollen die in den Themenrunden erarbeiteten Ergebnisse dann die Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung des Entwurfs im Rahmen von Standortwerkstätten sein. Weitere Informationen erfolgen in Kürze.

Ansprechpartner

Für weitergehende Informationen steht Ihnen seitens des Stadtentwicklungsamtes des Bezirks Pankow, Fachbereich Stadtplanung, Herr Matthias Rogge, zur Verfügung:
Tel.: (030) 90295-4124
Mail: matthias.rogge@ba-pankow.berlin.de