I.Abstimmungstermin zum BV Erich-Weinert-Straße 95 mit dem Investor Herrn Schiffer am 29.04.2026
Am 29.04.2026 haben Herr Risken und ich mit dem neuen Investor des Bauvorhabens Erich-Weinert-Straße 95 ein Gespräch geführt. Es handelt sich um das „Netto-Grundstück“ in der Nachbarschaft zur Carl-Legien-Siedlung, direkt angrenzend an die kleine öffentliche Grünfläche an der Ecke Erich-Weinert-Straße/Prenzlauer Allee.
Dieser Ausschuss hat sich bereits mehrfach mit dem Bauvorhaben beschäftigt. Dabei ging es in erster Linie um die Fragestellung, ob ein 8 Meter breiter Streifen dieser öffentlichen Grünfläche umgewidmet werden sollte zu einer öffentlichen Verkehrsfläche, damit das neue Bauvorhaben sich bzgl. Treppenhaus, EG-Ladenlokal oder Café mit Außenbestuhlung zur Grünfläche bzw. zum Platz orientieren kann. Der Ausschuss hat sich hierzu nicht positioniert; allerdings hat das Umwelt- und Naturschutzamt eine Umwidmung abgelehnt. Der Investor, der auch hier im Ausschuss Auskunft zu seinem Bauvorhaben gab, hat sich infolge vor ca. einem Jahr aus dem Projekt zurückgezogen.
Mit dem nun neuen Investor haben wir das Gespräch am 29.04.2026 geführt. Rechtlich stellt sich nach intensiver Prüfung durch die Juristen sowohl im Stadtentwicklungsamt als auch im Rechtsamt die Situation so dar, dass das Bauvorhaben auf der Grenze gebaut werden kann, auch Fenster Richtung Grünfläche entstehen können, jedoch eine Erdgeschoss-Öffnung Richtung Grünfläche, aufgrund der nicht erfolgten Umwidmung, nun leider nicht möglich ist.
Positiv ist, dass ein Gebäude entstehen wird, in dem der Netto und die dazugehörigen Stellplätze im Erdgeschoss verortet sind und darüber die Wohngeschosse entstehen. Die alte Kaufhalle an der Prenzlauer Alle wird in die Netto-Verkaufsfläche mit einbezogen. Somit sind die meisten Inhalte des städtebaulichen Konzepts von 2018 für die Pufferzone des Welterbes umgesetzt worden. In den Wohngeschossen wird ein Studentenheim einziehen und die Verträge zwischen dem Studentenheim-Betreiber und dem Bauherrn sind bereits geschlossen. Meinem in dem Gespräch geäußerten Wunsch, dass auch größere Wohnungen mit mehreren Räumen in dem Gebäude verortet werden, wird der Bauherr nicht entsprechen und wir haben diesbezüglich in dieser Situation auch keinen rechtlichen Einfluss darauf.
Das Bauvorhaben befindet sich bei uns im Amt derzeit im Genehmigungsverfahren und die Stellungnahmen aus den Bereichen werden aktuell eingeholt.
II.Sachstand Pankower Tor
Wie in der letzten Ausschusssitzung am 06.05.2026 in einer Präsentation berichtet, soll im Bebauungsplanverfahren 3-60a „Pankower Tor“ die erneute förmliche Behördenbeteiligung und parallel der förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung vom 29.06.2026 bis 10.08.2026 durchgeführt werden. Die Beschlussfassung zur Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung ist für die Bezirksamtssitzung am 09.06.2026 vorgesehen. Die BVV erhält anschließend eine Vorlage zur Kenntnisnahme. Eine öffentliche digitale Informationsveranstaltung zur größeren Bekanntmachung der Öffentlichkeitsbeteiligung und zur Erläuterung der Planung soll am 23.06.2026 abends stattfinden. Auf diese Veranstaltung werden wir noch mal gesondert hinweisen.
Die notwendigen Änderungs- und Ergänzungsverträge zum städtebaulichen Vertrag, Erschließungsvertrag und Vertrag über naturschutzrechtliche Maßnahmen wurden inzwischen fertiggestellt und am 01.06.2026 notariell beurkundet. Dies stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein zur Festsetzung des Bebauungsplans dar, was laut Zeitplan weiterhin für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen ist.
In Bezug auf die artenschutzrechtlichen Fragen, die nach der Festsetzung des Bebauungsplans im Planvollzug noch abschließend zu klären sind, werden Lösungsanstrengungen in verschiedenen Gremien unternommen, u. a. in der kommenden Sitzungsreihe der Senatskommission Wohnungsbau am 08.06.2026, 22.06.2026 und 07.07.2026. In diesen Sitzungen wird der von den Naturschutzbehörden nicht mitgetragene Konsensbeschluss der letzten Senatskommission am 28.04.2026 thematisiert. In der heutigen Ausschusssitzung wird es zu diesem Thema einen eigenen Tagesordnungspunkt geben.
III.Sachstand Alte Schäferei
Gegenwärtig werden die Unterlagen für die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB vorbereitet. Die Beteiligung soll im August/September 2026 durchgeführt werden.
Parallel dazu läuft weiterhin die Suche nach Ausgleichsflächen, da die ursprünglich für den Ausgleich avisierten Flächen östlich und westlich der Schönerlinder Straße/südlich der Autobahn für den B-Plan 3-99 nur noch teilweise zur Verfügung stehen. SenStadt, IB, stimmt einer vollständigen Umwandlung von gemischten Bauflächen im FNP in Grünflächen nicht zu. Zurzeit wird die Unterbringung von Ausgleichsflächen sowohl für den Artenschutz als auch den naturschutzfachlichen Ausgleich nördlich des Dorfes Blankenfelde im Landschaftsschutzgebiet geprüft. Die nicht mehr zur Verfügung stehenden Ausgleichsflächen sollen im Weiteren aus dem Geltungsbereich herausgenommen werden. Eine entsprechende Bezirk-samtsvorlage wird vorbereitet.
IV.RBB – Der Tag / Liveschalte KGA Alter Baumschule am 06.05.2026
Am 06.05.2026 gab es eine Liveschalte der Sendung “RBB – Der Tag” an der KGA Alte Baumschule. Die Kleingärtner*innen hatten sich an den RBB gewandt, da in der Anlage immer mehr Gartengrundstücke (mittlerweile 19 Parzellen) leer stehen, der Eigentümer diese nicht neu zur Verpachtung anbietet und ihnen auf Gesprächsanfragen hierzu auch nicht antwortet, sondern vielmehr schriftlich mitgeteilt hat, dass er keinen Kontakt wünscht.
Dies ist für die Kleingärtner*innen, denen ein guter Zustand ihrer Anlage sehr am Herzen liegt, absolut unverständlich. Die leerstehenden Parzellen verwildern mittlerweile. Dem Kleingartenverein als Selbstverwaltungsorgan der Anlage kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu, die einzelnen Pächterinnen und Pächter zu beraten und zu unterstützen, um für die gesamte Anlage einen gepflegten und ordnungsgemäßen Zustand zu erreichen. Gleichzeitig ist es daher auch die Aufgabe des Vereins darüber zu wachen, dass die Parzellen auch entsprechend den kleingärtnerischen Zielen bewirtschaftet und genutzt werden. Diese Kontrollfunktion des Vereins ist elementar, da sie letztlich auch für den Status als Kleingartenanlage entscheidend ist. Findet auf einem Teil der Parzellen des Kleingartens keine kleingärtnerische Nutzung statt, dann steht ab einem bestimmten Anteil der nicht ge-nutzten Parzellen die Anerkennung als Kleingartenanlagen nach dem Bundeskleingartengesetz in Frage. Hier stellt sich nun
die Frage, ob hieraus auch eine Instandhaltungspflicht des Eigentümers abzuleiten ist. Dies wird gerade vom Rechtsamt geprüft.
Ich habe in dem Gespräch mit dem RBB-Reporter berichtet, dass der Eigentümer bereits zwei Bauanträge für das Gelände gestellt hatte – zunächst für Wohnungen, dann für eine Flüchtlingsunterkunft – die beide sowohl durch das Stadtentwicklungsamt als auch im Widerspruchsverfahren durch die Senatsverwaltung abgelehnt wurden. Ich habe betont: Diese Fläche ist im Flächennutzungsplan für Kleingärten ausgewiesen und das wird auch so bleiben. Leider beinhaltet dies nicht unmittelbar, dass wir den Eigentümer auch dazu verpflichten könnten, die leerstehenden Parzellen neu zu vergeben. Insoweit scheint der Eigentümer darauf zu setzen, dass die Politik hier langfristig nachgibt und er spekulativ sein Grundstück als Bauland aufwerten kann. Dem RBB gegenüber habe ich im Interview erläutert, dass ich dies für eine vergebliche Hoffnung halte, da wir uns im Bezirk sowohl im Bezirksamt als auch in der BVV einig sind, dass die Kleingartenanlage dort erhal-ten bleiben soll.
V. Einladung zum Partnertreffen der Kooperation „Zukunftsraum Berlin >< Szczecin“ am 12.05.2026
Für den Bezirk Pankow habe ich am 12.05.2026 an dem ersten Arbeitstreffen nach der feierlichen Gründungszeremonie am 16.04.2026 teilgenommen, an dem die Kooperationsvereinbarung „Zukunftsraum Berlin-Stettin“ unterzeichnet worden ist.
Weitere Akteure und Unterstützer im Prozess sind:
Angermünde, Bernau, Berlin, Eberswalde, Prenzlau, Schwedt/Oder, Stettin, Metropolenregion Stettin, Landkreis Barnim, Landkreis Uckermark, Lokale Aktionsgruppe Barnim e. V., Lokale Aktionsgruppe Uckermark e. V., Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim, Kommunalgemeinschaft Euroregion POMERANIA e. V., Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Gemeinsame Landesplanung Berlin/Brandenburg, Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz Brandenburg, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und die Senatskanzlei des Landes Berlin.
Folgende Themen wurden in der Sitzung am 12.05.2026 behandelt:
•Vorbereitung eines Förderantrags im Kooperationsprogramm INTERREG VI A „Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polska 2021-2027“ i. H. v. ca. 200.000 €. Die Kofinanzierung erfolgt über die Städte Eberswalde (Leadpartner) und Schwedt.
•Diskussion über mittelfristige Finanzierungsmodelle.
•Diskussion über die geplante Einstellung der Regionalbahn-Direktverbindung RE 3 von Berlin nach Schwedt sowie Unregelmäßigkeiten bei der Bahnverbindung RB 61 von Angermünde nach Schwedt.
•Information: Geplante Erweiterung der Kooperationspartnerschaften.
•Diskussion über die zukünftige Arbeitsstruktur.
•Vorbereitung eines 1. Workshops (Themenfestlegung).
Für den Bezirk Pankow sehe ich unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Von großem Interesse ist besonders die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen bzw. Bezirke, die sich innerhalb des Zukunftsraums befinden. Besonders wichtig für uns ist der Ausbau der Infrastruktur: Hier kommt insbesondere der Bahnverbindung eine zentrale Aufgabe zu. Denn mit der Bahnverbindung kommt die Entwicklung: Entlang vergleichbarer Infrastrukturachsen, wie z.B. an der Anhalter Bahn, haben sich bereits Kommunen und weitere Akteure daher zusammengefunden, um gegenüber den Ländern bzw. dem Bund ihre Interessen wahrzunehmen und gegenüber Investoren ihre Potentiale herauszustellen.
Mit dem Campus Buch und den dortigen Forschungseinrichtungen haben wir einen interessanten Standort anzubieten, der gerade mit der Stadt und Metropolenregion Szczecin und ihrer medizinischen Hochschule, der sie umgebenden Forschungslandschaft und der Vielzahl an Start-up-Unternehmen in der biomedizinischen und Gesundheitsbranche Möglichkeiten von Kooperationen bietet.
Die Metropolregion Szczecin ist noch vor dem Großraum Leipzig der nächstgelegene Ballungsraum für Berlin und wir knüpfen damit an eine enge historische Verbindung an. Der zweitgrößte Hafen Polens bietet eine attraktive Hochschul- und Wissenschaftslandschaft mit insgesamt 5 universitären Einrichtungen. Für die polnische Start-up-Branchen ist in den letzten Jahren die Stadt Szczecin ein bedeuten-der Standort geworden.
Darüber hinaus bietet die Region Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der regenerativen Energieerzeugung und der Kreislaufwirtschaft, und stellt damit ein Standort für Folgeindustrien dar, die diesen Vorteil nutzen wollen. Auch die Stadt Schwedt als Transformationsstadt mit einem beträchtlichen Industrieanteil kann für die Entwicklung der Region einen wichtigen Beitrag leisten.
Gleichzeitig ist die Region mit hochwertigen Landschaftsräumen wie dem Nationalpark Unteres Odertal, der Biosphäre Schorfheide-Chorin oder dem Naturpark Barnim ausgestattet. Diese landschaftlichen Qualitäten sind ein wichtiges Potential für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Zukunftsraumes und bieten darüber hinaus gemeinsame Chancen für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Tourismus. Gerade im Zusammenhang mit diesen Themen ist die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNE) eine anerkannte Hochschul- und Forschungseinrichtung.
Es wird die Aufgabe sein, in dem beginnenden Kooperationsprojekt gemeinsame Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten und auf diese Weise diesen Zukunftsraum gemeinsam zu stärken.
VI.Rahmenplan Blankenburg am 19.05.2026
Am 19.05.2026 fand mit dem Abschlussforum die dritte und letzte Öffentlichkeitsveranstaltung zum Projekt Rahmenplan Blankenburg statt. Die Veranstaltung wurde von rund 50 interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Blankenburg besucht, die sich abschließend über den Rahmenplan Blankenburg und dessen Entwicklungsziele für den Ortsteil informierten. Die Bürgerinnen und Bürger nutzten die Möglichkeit, den Fachplaner*innen und Verantwortlichen im Stadtentwicklungsamt zum Rahmenplan Fragen zu stellen und zu den unterschiedlichen Aussagen und Zielen des Rahmenplans Stellung zu nehmen.
Die Veranstaltung verlief sehr konstruktiv und dialogorientiert. Insbesondere Themen rund um den Verkehr, Entwicklungshorizonte sowie Maßnahmen in Alt-Blankenburg und entlang der Bahnhofstraße sowie zur geplanten Grünraumvernetzung konnten vertiefend erläutert und offene Fragen geklärt werden.
Insgesamt erhielten die Planerinnen und Planer von den Teilnehmenden ein sehr positives Feedback, auch wenn nicht alle formulierten Ziele unstrittig diskutiert wurden. Insgesamt wurde der Rahmenplan als gute Grundlage für die Ortsteilentwicklung angesehen.
VII. AG BSO am 21.05.2026
Auf Einladung meines Bezirksamtskollegen Hr. Pasternack tagte am 21.05.2026 die ämterübergreifende AG BSO.
Sachstandsbericht des Schul- und Sportamtes (SuS) zur „Alte Schäferei“:
Die Senatsverwaltung plant derzeit nur eine 3-zügige Grundschule anstatt einer Gemeinschaftsschule. Denkbar ist derzeit die Entwicklung der Gemeinschaftsschule in zwei Bauabschnitten, da eine Finanzierung für eine Oberschule aktuell nicht gegeben ist. Der Bedarf für die Oberschulplätze ist senatsseitig anerkannt. Die Anmeldung für die Investitionsplanung ist erfolgt, jedoch nicht im aktuellen Investitionsprogramm 2025-2029 aufgeführt.
Die Beteiligung der Behörden am B-Planentwurf 3-99 (§ 4 Abs. 2 BauGB) erfolgt im III. Quartal 2026, Beginn des Bauvorhabens in 2028.
Die Finanzierung ist noch offen und steht in der Projektkonferenz der Senatskommission Wohnungsbau auf der Tagesordnung. Grundsätzlich sollen 2 Varianten geprüft werden:
•Umsetzung über Haushalt:
Bezirk / Typenbau SenStadt / ÖPP (Öffentlich-Private-Partnerschaft) oder
•Umsetzung über HOWOGE:
Ringtausch GS Am Sandhaus oder GS Pankower Tor / Neuzuweisung
Ergebnis: Der Bezirk hält gemeinsam an der Anmeldung für eine Gemeinschaftsschule fest und akzeptiert nicht nur den Bau einer 3-zügigen Grundschule. Das Berliner Modell finanziert nur anteilig den Bau von Grundschulplätzen.
Sachstandsbericht des Schul- und Sportamtes zum Primo-Levi-Gymnasium:
Alle Großsanierungen im Land Berlin stehen auf dem Prüfstand, ebenso ein Teil dieser Großsanierung. Daher kommt es zur Spaltung der Gesamtmaßnahme mit Umsetzung des Neubaus gemäß Taskforce-Beschluss 03/2026. Die ausstehende Projektvereinbarung mit der HOWOGE ist avisiert für Juni 2026.
Ausblick: Vorgesehen ist ein BA-Beschluss zur Mitwirkung der relevanten Fachämter und Serviceeinheiten. Die bezirkliche Koordinierung liegt bei SuS (Planungs-phase, Objektmanagement, Bauphase). Die Baudienststelle und die Finanzierung der Sanierung Woelckpromenade 38 ist noch offen.
BSO-Strukturen und Ausblick:
Die Berliner Schulbauoffensive existiert seit 10 Jahren und mittels einer Arbeitsgruppe wurden die vorhandenen Strukturen evaluiert, um das Weiterbestehen zu überprüfen. Für den Bezirk sind die übergeordneten Strukturen der BSO weiterhin erforderlich, da auch weiterhin großer Schulplatzbedarf besteht. Im Ergebnis sieht die AG ebenso eine Fortführung der BSO als erforderlich an, weiterhin auch die Steuergruppe Taskforce. Die BSO soll für eine Übergangszeit weitergeführt werden, bis die nachfolgenden Strukturen final abgestimmt sind.
Bericht des Stadtentwicklungsamtes zum Sommerbad – Nutzungen und Grundstücksaufteilung:
Der Teilflächenplan wird überarbeitet und ist Grundlage für den Grunderwerb. Der Fachbereich Grundstücksrechtsverkehr bereitet dies vor und führt die Verhandlungen. Es ist eine erneute und verbindliche Abstimmung über Flächenaufteilung und Zeitplan erforderlich.
Derzeit wird die Festlegung der zukünftigen Nutzung der BIM-Fläche getroffen, anschließend soll die Anpassung des Entwurfs des Bebauungsplans und die Fertigstellung der Fachgutachten erfolgen.
Die Offenlage und Festsetzung des Bebauungsplans sind im Jahr 2027 vorgesehen. Der Grunderwerb für die Schule erfolgt in 2027.
Bericht des Stadtentwicklungsamtes zum Bauturbo:
Bauturboprojekte können nur mit vorhandenen Grundschulplätzen genehmigt werden. Wenn keine Grundschulplätze vorhanden sind, kann einem Wohnungsbaupro-jekt nicht die Zustimmung der Gemeinde nach §36 BauGB erteilt werden. Die wachsende Wohnungsbaudynamik durch den Bauturbo muss mit erforderlichen Grundschulplätzen abgedeckt werden.
Bericht des Stadtentwicklungsamtes zur Michelangelostr.:
Es gibt ein aktuelles Gerichturteils zu drei Restitutionsflächen auf dem geplanten Schulgrundstück. Das Verwaltungsgericht hat die Klage der jüdischen Gemeinde zurückgewiesen und das Land Berlin kann über diese Flächen nun verfügen. Eine Revision ist nicht möglich. Weitere Flächen, die das Schulgrundstück betreffen, befinden sich weiterhin in Verhandlungen.
VIII.Kinderkrankenhaus Weißensee – Vorstellung und Abstimmung Nutzungskonzept am 26.05.2026
Die HOWOGE hatte am 26.05.2026 in dem gemeinsamen Termin endgültig erklärt, den Wohnungsbau weder im Zusammenhang mit dem denkmalgeschützten Gebäudebestand, noch auf den denkmalunbefangenen Freiflächen realisieren zu können. Dabei wurden grundsätzlich die möglichen Artenschutzfragen auf der Vorhabenfläche als Haupthindernis und Kostenrisiko angesehen. Dies, obwohl es sich um eine landeseigenes Grundstück handelt und die Bebaubarkeit nach §34 BauGB in der Machbarkeitsstudie festgestellt worden ist. Es wird davon ausgegangen, dass auch die weiteren landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und die Berlinovo GmbH aufgrund der engen finanziellen Spielräume wirtschaftlich nicht in der Lage sein werden, das Nutzungskonzept der Machbarkeitsstudie (MBS) um-zusetzen.
Es bleibt daher derzeit nur die Vermarktung der Grundstücke über die Vergabe eines Erbbaurechts (Vermarktungsperspektive II).
Eine entsprechende BA-Vorlagen wird seitens der Abt. Schule, Sport und Facility Management vorbereitet.
IX.Sanierungsbeirat Langhansstraße am 26.05.2026
Im Sanierungsbeirat am 26.05.2026 wurden die aktuellen Planungsstände für den Jugendort Tassostraße sowie den Kleinkindspielplatz an der Jacobsohnstraße/ Langhansstraße vorgestellt.
Die Ergebnisse der letzten Beteiligungsveranstaltung zum Jugendort Tassostraße am 13.05.2026 zeigten eine hohe Zustimmung zum Bau von zwei Tischtennisplatten auf der Fläche. Die Beteiligung war mit rund 120 Jugendlichen sehr gut besucht.
Die Stadtteilvertretung (STV) betonte zudem die Bedeutung einer möglichst weitgehenden Entsiegelung bei den weiteren Planungsschritten.
Der aktuelle Entwurf für die Spielfläche an der Jacobsohnstraße/Langhansstraße sieht eine naturnahe Gestaltung mit integrierter Topografie und einem Sandspielbereich vor. Darüber hinaus sollen verschiedene Sitzmöglichkeiten auf der Fläche geschaffen werden.
Abschließend wurden die ersten geplanten Maßnahmen für die Außenanlagen der Schule am Hamburger Platz vorgestellt. Geplant ist, die Schulgärten mithilfe von Fördermitteln aufzuwerten. Zudem sollen einzelne Flächen qualifiziert, neu gestaltet und teilweise entsiegelt werden.
X.Hausversammlung Stargarder Straße 73 am 28.05.2026
Am 28. Mai besuchte ich die Hausgemeinschaft in der Stargarder Straße 73. Wir besichtigten den Keller und die Situation im Hof. Im zweiten Hinterhof wurde durch den Eigentümer Teile des Hofes für die Erdgeschosswohnungen baulich abgetrennt. Hierfür liegt dem Stadtentwicklungsamt kein Bauantrag vor.
Die Mieter*innen mit den Dauermietverträgen sind im Laufe des April in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Für einen größeren Teil der Wohnungen mit Kurzzeitmietverträgen gilt dies jedoch nicht. Wie wir selbst beobachteten, fand auch während der Arbeiten zur Wiederbewohnbarkeit des Hauses die Vermietungspraxis mit möblierten Kurzzeitmieten für sehr hohe Preise statt. In Teilen des Hauses ist immer noch Brandgeruch wahrnehmbar, insbesondere im Keller.
Das Amtsverfahren ist hinsichtlich der möblierten Wohnungen im vorliegenden Fall in Bearbeitung. Die Frage, ob es sich hier bei den Überlassungen um eine Zweckentfremdung von Wohnraum handelt, konnte hier noch nicht abschließend ermittelt werden. Seit April regelt die VV Genehmigungskriterien soziale Erhaltungsgebiete zudem die Genehmigungspflicht für Kurzzeitmietverträge. Die Mietverträge wurden angefordert.
XI. 43. Runder Tisch Liegenschaftspolitik am 29.05.2026
Am 29. Mai tagte der Runde Tisch Liegenschaftspolitik zum letzten Mal in dieser Wahlperiode. Themen waren u.a. die Vorstellung des Liegenschaftskatasters, das Vorhaben Schumacher Quartier in Reinickendorf und der aktuelle Diskussionsstand zum SEZ-Quartier in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Bezirks. Ein Vorstand der Entwicklungsgesellschaft der Seestadt Aspern, digital zugeschaltet aus Wien, stellte das Vorhaben vor und beantwortete hierzu Fragen. Pankower Themen standen diesmal nicht auf der Tagesordnung.
XII. JF Wohnungsneubau am 03.06.2026
Heute fand der Jour Fixe Wohnungsbau Pankow mit Herrn Staatssekretär Slotty in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen statt.
Eine umfassende Berichterstattung erfolgt im nächsten Bericht.
gez. Cornelius Bechtler