I. Sachstand Pankower Tor
Im Vergleich zum letzten Bericht ergibt sich kein wesentlicher neuer Sachstand. Im Bebauungsplanverfahren 3-60a „Pankower Tor“ wird weiterhin für das II. Quartal 2026 (tendenziell Juni 2026) die Durchführung der erneuten förmlichen Behördenbeteiligung und parallel der förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung angestrebt. Der konkrete Zeitraum wird so bald wie möglich bekanntgegeben. Selbstverständlich wird auch eine Präsentation im Ausschuss StadtBauGe im II. Quartal 2026 stattfinden (voraussichtlich im Mai oder Juni 2026).
Der Fokus der Bearbeitung beim Stadtentwicklungsamt, den betroffenen Fachämtern sowie den beauftragten Juristen und Fachgutachtern liegt derzeit bei der Abstimmung und Fertigstellung der Inhalte der Änderungs- und Ergänzungsverträge zum städtebaulichen Vertrag, Erschließungsvertrag und Vertrag über naturschutzrechtliche Maßnahmen. Am 15.04.2026 (heute) fand ein Termin zur Besprechung sämtlicher Inhalte und zur weitgehend finalen Verständigung mit der Vorhabenträgerin Fa. Krieger statt. Die Finalisierung der Vertragsinhalte samt aller Anlagen soll anschließend zeitnah im April 2026 erfolgen. Die anschließende notarielle Beurkundung der Verträge ist noch innerhalb dieser Legislaturperiode vorgesehen.
In der Projektkonferenz im Rahmen der Senatskommission Wohnungsbau am 23.03.2026 wurde angestrebt, ein einvernehmliches Verwaltungshandeln in Bezug auf artenschutzrechtliche Fragen zum Vorhaben Pankower Tor zu vereinbaren. Dazu gehören Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Habitatfunktion für die Kreuzkröte auf der Vorhabenfläche Pankower Tor, Maßnahmen zur Vorbereitung der vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) sowie Rahmenbedingungen zur Lösungsfindung offener Fragen in einer Arbeitsgruppe Artenschutz unter Federführung der obersten Naturschutzbehörde. Eine Entscheidung zu den Fragen konnte in der Projektkonferenz nicht getroffen werden, der Tagesordnungspunkt wurde stattdessen zunächst in die Staatssekretärskommission am 13.04.2026 verwiesen. Auch in diesem Gremium wurde keine Entscheidung zu dem Tagesordnungspunkt getroffen, sondern in die Senatskommission am 28.04.2026 verwiesen. In diesem Gremium ist mit einer für die zuständigen Verwaltungen bindenden Entscheidung zu rechnen.
II. Frühjahrsempfang Cradle to Cradle am 19.03.2026
Am Abend des 19. März hatte ich eine Einladung der Nicht-Regierungsorganisation Cradle to Cradle NGO, die in unserem Bezirk ihren Sitz hat, wahrgenommen. Pankow ist auf Initiative der BVV Mitglied dieser NGO geworden. Cradle to Cradle (C2C) ist ein Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft. Die Geschäftsstelle, die im Erdgeschoss eines Gewobag-Plattenbaus untergebracht ist, befindet sich in der Landsberger Allee 99c. Die Geschäftsstelle versteht sich als Bildungszentrum und Reallabor. Die Etage ist nach den Prinzipien des C2C umgestaltet und saniert worden. Es sind ausschließlich Baustoffe nach dem C2C-Prinzip eingesetzt worden. Vorhandene Baustoffe wurden wiederverwendet.
Gerade in der Baubranche gibt es viele Baustoffe und Produkte, die C2C-zertifiziert sind. Zunehmend auch von namhaften Herstellern.
Interessant war der Austausch mit unterschiedlichen Anbietern, die sehr innovative C2C-Produkte entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Insbesondere die BIM, aber auch die Berlinovo beschäftigen sich mit dem Thema C2C und berücksichtigen beim Bau und der Sanierung entsprechende Baustoffe und Artikel.
Es ist das Ziel im Kontakt mit unseren Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften zu dem Thema nachhaltiges Bauen noch stärker in den Austausch zu treten. Das nächste Event ist der 10. Internationale Cradle to Cradle Congress, der am 17. Und 18.09.2026 an der TU Berlin stattfinden wird.
III. Beiratssitzung für Menschen mit Behinderung am 20.03.2026
Am 20. März war ich in den Beirat für Menschen mit Behinderung eingeladen. Der Wunsch der Beiratsmitglieder war, dass ich über die anstehenden Bauvorhaben im Bezirk berichte und wir uns zu dem Thema Wohnen und Mieten austauschen.
Menschen mit Behinderung trifft die Krise am Wohnungsmarkt und die Wohnungsnot besonders hart. Barrierefreie Wohnungen sind so gut wie nicht auf dem Wohnungsmarkt vorhanden. Sie sind daher auf besondere Zugänge auf den Wohnungsmarkt angewiesen. Die Wohnungsbaugesellschaften, aber auch die Wohnungsgenossenschaften sind dabei wichtige Akteure. Hier braucht es ein Belegungsmanagement, die diese besonderen Bedarfe in den Blick nehmen.
Besondere Wohnformen sind ein Thema, mit dem sich meine Abteilung seit einigen Monaten auseinandersetzt, auch wenn es im Stadtentwicklungsamt keine originäre Zuständigkeit hierfür gibt. Das Ziel ist, mit den Wohnungsunternehmen dazu in den Austausch zu gehen und Vereinbarungen zu treffen, um die unterschiedlichen sozialen Gruppen mit besonderen Bedarfen in den neuen Quartieren zu berücksichtigen. Auch hier geht es um eine gute Mischung in den Quartieren und eine gute Integration von Menschen mit Behinderungen in ihrem sozialen Umfeld. Ein Thema in diesem Prozess werden insbesondere selbstbestimmte Wohnformen sein, die immer mehr nachgefragt werden.
IV. „Pankow gegen Verdrängung“ – Pressekonferenz und Kiezspaziergang am 20.03.2026
Ebenfalls am 20. März habe ich an einer Pressekonferenz mit anschließendem Kiezspaziergang teilgenommen, den die Initiative “Pankow gegen Verdrängung” veranstaltet hatte. Anlass war das Projekt “Wohnraum zurückholen” der Initiative, das auf die Probleme von möbliertem Wohnen auf Zeit aufmerksam macht. Mit der zunehmenden Zahl an stark überteuertem möblierten Kurzzeitwohnen wird die Notlage von Bürger*innen schamlos ausgenutzt. Aufgrund von fehlenden bezahlbaren Alternativen mieten sie diese Wohnungen mit Kurzzeitmietverträgen aus purer Not an. Der weit überwiegende Teil der Mieter:innen ist an der Befristung nicht interessiert. Mittlerweile werden ganze Wohnungsbestände systematisch in möblierte Wohnungen auf Zeit und mit völlig überteuerten Mieten (mehr als 30 oder 40 € je Quadratmeter) vermietet. Wir treffen immer häufiger auf entsprechende Vermieter, die mit diesem Geschäftsmodell sehr hohe Gewinne erwirtschaften. Dies betrifft insbesondere oft nicht
deutsche Staatsbürger:innen, die aufgrund der Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt keine anderen bezahlbaren Wohnungsangebote erhalten.
Auf dem Podium saß ich zusammen mit Wiebke Werner vom Berliner Mieterverein, Annerose Schröder von “Pankow gegen Verdrängung” sowie Nour Attalla, einen betroffenen Mieter, der sich aktuell in einer entsprechenden Situation gegen seinen Vermieter zur Wehr setzt. Ich bin mit Herrn Attalla dazu bereits seit Ende letzten Jahres in Austausch und habe gegen den Vermieter aktuell Strafanzeige gestellt, da dieser dem Stadtentwicklungsamt auf Anforderung einen anderen Mietvertrag vorgelegt hat, als der Vertrag, den Herr Attalla von ihm erhalten hatte. Wie es zu der Strafanzeige gekommen ist, habe ich im Rahmen der Pressekonferenz und auch in einem anschließenden Statement vor der Kamera der RBB Abendschau genauer erläutert.
Auch den anschließenden Kiezspaziergang habe ich bis zum Ende begleitet. Er machte unter anderem an den Häusern Stargarder Str. 73, Raumerstraße 23 sowie Christburger Straße 35 Station – alles drei sind Häuser mit denen mein Amt und ich bereits in Kontakt stehen hinsichtlich Zweckentfremdungen durch Ferienwohnungen, Kurzzeitvermietungen und weitere Entmietungsstrategien.
V. Pressetermin in der Wohnstadt Carl Legien am 23.03.2026
Auf den Dächern der Wohnstadt Carl Legien hat die Eigentümerin Vonovia kürzlich in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt neue Photovoltaikanlagen installiert. Das Projekt wurde am 23. März im Rahmen eines Vor-Ort-Termins der Presseöffentlichkeit vorgestellt. Ich habe an diesem Termin, gemeinsam mit dem Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut, teilgenommen und mich zu Wort geäußert. Denn Solaranlagen sind aus meiner Sicht ein wichtiger Baustein für den Umstieg auf erneuerbare Energien und damit den Kampf gegen den Klimawandel. Ich freue mich insoweit sehr, dass wir durch die Installation der Solaranlagen auf den Dächern einer UNESCO-Weltkulturerbe-Siedlung zeigen können, dass sich auch Weltkulturerbe, Denkmalschutz und nachhaltige Energie zusammenbringen lassen und hoffe sehr, dass dies als Vorbildfunktion für weitere Projekte in Pankow dienen kann.
Insgesamt werden dort 5.600 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von rund 11.200 m² – das entspricht 1,5 Fußballfeldern – installiert. Dies entspricht einer Leistung von 2,6 MW und sorgt für rund 1.000 t weniger CO2-Ausstoß pro Jahr.
VI. Sanierungsbeirat Langhansstraße am 24.03.2026
Im Sanierungsbeirat wurde die Veranstaltung „Bunt statt Grau“ vom 21.03.2026 aufgearbeitet. Im Fokus der Veranstaltung standen praxisnahe Erläuterungen und Vorschläge für Bepflanzungen im Sinne der Biodiversität, für die gemeinschaftliche Schaffung von bepflanzten Flächen im öffentlichen Raum sowie finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten durch das Instrument des Gebietsfonds. Aus der Veranstaltung heraus hat sich eine Interessengruppe gebildet, die zunächst geeignete Standorte für Bepflanzungsmaßnahmen im Gebiet sammelt (die in einer Karte dargestellt werden sollen), um diese dann in gemeinsamen Aktionen und wenn möglich unter Einsatz des Gebietsfonds zur realisieren.
Zum besseren Verständnis der Konkretisierung der sozialen Sanierungsziele sowie zur Darlegung der Ergebnisse der rechtlichen Überprüfung wurde im Beirat die Entwicklung von der Voruntersuchung, über die Sozialstudie und der Ableitung der Konkretisierungsvorschläge zusammenfassend dargestellt.
Die erarbeitete Sozialstudie bildet die Grundlage für die Konkretisierung der Sanierungsziele.
Es wurde bekräftigt, dass die Gemeinde bei der Konkretisierung der Sanierungsziele grundsätzlich auf die Anwendung der Mittel beschränkt ist, die ihr nach dem Baugesetzbuch (BauGB) zur Verfügung stehen. Regelungen, die die Gemeinde nach dem BauGB nicht treffen darf, können grundsätzlich kein zulässiges Ziel der Sanierung sein.
VII. Rahmenplankonferenz NOR Blankenburg-Karow am 25.03.2026
Auf Anregung des Bezirksamts Pankow wurden zusammen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadt) für die Ortsteile Blankenburg, Karow und Stadtrandsiedlung Malchow sowie das Karower Kreuz übergeordnete Themen der langfristigen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung thematisiert. Hierzu zählen:
- Neuentwicklung von Bauflächen
- Zeitplan für die Neuentwicklung von S-Bahnhöfen
- neue Straßenbahnlinienführungen
- Hauptverkehrsstraßen (Bestand und Planung)
- Engpässe bei der Flächenverfügbarkeit für den naturschutzfachlichen Ausgleich
- die Zusammenführung verschiedener Planformate (FNP, Rahmenpläne …)
- die Möglichkeiten zur Erhöhung von Dichten im Bestand und an den geplanten S-Bahnhöfen
- die verkehrliche Überwindung der Barriere „Bahn“.
Für die Flächen nördlich und südlich der Nahverkehrstangente rund um den zu errichtenden S-Bhf. Malchow Nord wird derzeit eine FNP-Studie erstellt. Hier geht es allerdings um mögliche Bauflächenpotentiale deutlich nach 2040. Ob diese Flächen jedoch in der Zukunft entwickelt werden, ist derzeit ungewiss. Eine Rolle spielen wird dabei, inwieweit die derzeit bestehenden Flächenpotentiale überhaupt für den Wohnungsbau genutzt werden können. Sicherlich spielt hier auch die Dichte in den Neuen Stadtquartieren (NSQ) ein Rolle und damit die Zahl der Wohneinheiten, die in den NSQ geschaffen werden können.
VIII. Jurysitzung Elisabeth-Aue Ausstellungseröffnung am 26.03.2026 und Abschlussveranstaltung Elisabeth-Aue am 14.04.2026
Das Preisgericht trat am 26.03.2026 um 09.00 Uhr in den Räumen der Stadtwerkstatt (Karl-Lieb-knecht-Str. 11, 10178 Berlin) zusammen
Es war die letzte Veranstaltung im Rahmen der kooperativen Werkstatt „Neues Stadtquartier Elisabeth-Aue“. Der Termin kombinierte die Präsentationen der Endabgaben durch die Planungsteams mit der Preisgerichtssitzung am Nachmittag.
Das Preisgericht kommt, unter Anlegung der in der Auslobung genannten Beurteilungskriterien, zu dem einstimmigen Beschluss, das Planungsteam Hosoya Schaefer Architects AG, AgenceTer.de GmbH Landschaftsarchitekten zum Sieger des Werkstattverfahrens zu küren und deren Arbeit als Grundlage für die anstehende Rahmen-/Masterplanung auszuwählen.
Aus meiner Sicht hat sich der Aufwand eines nachgelagerten Werkstattverfahrens sehr gelohnt: Die vier Arbeiten, die aus den ursprünglich 12 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt worden sind, wurden in mehreren eintägigen Werkstattterminen weiterentwickelt. Die Jury ging mit den 4 Teams in einen intensiven Austausch. So erreichten die 4 Arbeiten einen Arbeitsstand, der in ihrer Detailliertheit deutlich über vergleichbare Wettbewerbsbeiträge hinausgeht. Der gemeinsame Prozess inspirierte die beteiligten Teams, obwohl sich z.T. sehr unterschiedliche Positionen entwickelten. Die Herausforderung für alle Arbeiten bestand darin, ein Bild für ein lebendiges, urbanes Quartier am Rande der Stadt zu kreieren.
Der Arbeit von HosoyaSchaefer – Agenence Ter aus Zürich hat meines Erachtens mit viel Gespür besonders überzeugend Anschlüsse an die anschließenden Landschafts- und Stadträume geschaffen. Dies gelang ihnen – abweichend von den Vorgaben – mit einem leicht gekippten Achsenkreuz aus Landschaftsbändern, die die städtebauliche Grundstruktur bilden. Aus dieser Struktur entstehen vier grüne Kieze mit eigenen Angern als eigenständige Quartierszentren. Zusammengehalten wird die Grundstruktur durch eine Quartiersmitte mit hoher Dichte, geschickt verbunden mit einem Marktplatz und einem Quartierspark. Im Quartierszentrum sind öffentliche Funktionen der sozialen Infrastruktur und der Einzelhandel angesiedelt, die für eine Belebung der Quartiersmitte sorgen.
Die Teilquartiere gruppieren sich jeweils um einen Anger, bei dem jeder Anger eine eigene Freiraumgestaltung erfährt und sich dort die Nachbarschaften organisieren können. Dort sind Funktionen wie ein Nachbarschaftstreff, Kita oder Co-Working-Angebote angesiedelt. Darum gruppieren sich wiederum die Wohnblöcke aus unterschiedlichen Typologien mit großen grünen Innenhöfen, die sich zu den grünen Außenräumen hin öffnen. Die großen Innenhöfe wiederum sind durch so genannte Fahrradscheunen in einzelne Teilräume gegliedert, eine innovative Idee, um die Fahrradstellplätze in ausreichender Zahl nachzuweisen und gleichzeitig die Erdgeschosszonen von dieser Nutzung freizuhalten. Dort sind auch weitere Funktionen untergebracht, wie z.B. eine Fahrradwerkstatt oder Räume für nachbarschaftliche Treffen, die angemietet werden können. Überhaupt ist die Arbeit konsequent auf eine nachhaltige Nahmobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad ausgerichtet.
Die Wegeverbindungen zu Fuß und mit dem Fahrrad funktionieren abseits von MIV entlang der grünen Fugen und Landschaftsbändern. Alle Kieze sind durch einen grünen Loop miteinander verbunden. Das Verkehrskonzept ist durchdacht und funktioniert für alle Verkehrsarten. Das autoarme Quartier setzt dabei auf eine gute Verkehrsanbindung durch zwei Tramlinien, deren Haltestellen für die Wohnungen weitestgehend im 300-m-Radius liegen. Die Tram ist mit dem Busverkehr verknüpft. Die Autos werden in Quartiersgaragen (Mobility-Hubs) untergebracht, die gut positioniert sind.
Die Jury bewertet das Zusammenspiel unterschiedlicher räumlicher Maßstäbe als eine überzeugende Antwort auf die Frage nach dem Wohnen am Berliner Stadtrand.
IX. Gespräche mit Airbnb zum Städte-Portal inklusive Compliance Funktion für Pankow am 07.04.2026
Nach meinem Interview für das ZDF-Magazin WISO im vergangenen Jahr zum Thema Ferienwohnungen kam Airbnb auf mich zu mit einem Gesprächsangebot. Hierzu fand ein Gespräch mit Vertreterinnen von Airbnb, dem Fachbereichsleiter Stadterneuerung, dem Grupenleiter Zweckentfremdung und mir statt.
Airbnb bietet die Option an, für alle 12 Berliner Bezirke jeweils ein Städte-Portal einzurichten und freizuschalten. Die Nutzung und Bereitstellung sind kostenfrei. Nach Freischaltung des Zugangs für befugte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Behörde erhält man über eine eigens eingerichtete Schnittstelle einen Überblick über die Inserate auf Airbnb in dem jeweiligen Bezirk. Über diese Schnittstelle kann die Behörde Airbnb über das Städte-Portal Unregelmäßigkeiten bei Inseraten, wie falsche Registriernummern oder abgelaufenen Genehmigungen melden, so dass Airbnb entsprechend der Meldung verfahren kann, um Inserate ggf. zu deaktivieren. Es wurde vereinbart, dass der Bezirk Pankow diese Funktion nutzen möchte. Andere Bezirke nutzen diese Möglichkeit bereits auch. Die Einrichtung des Städte-Portals für den Bezirk Pankow soll in wenigen Wochen erfolgen.
In den nächsten Monaten ist vorgesehen auf Bundesebene ein Gesetz zu verabschieden, das die EU-Verordnung zu Ferienwohnungen in deutsches Recht umsetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird die Bundesnetzagentur eine Schnittstelle anbieten, das eine wirkungsvolle Kontrolle der Ferienwohnungen ermöglichen wird. Daher bietet das Städteportal von Airbnb einen ersten Einblick über den Bestand an Ferienwohnungen von Airbnb. Die Behebung des Vollzugsdefizits beim Zweckentfremdungsrecht wird erst mit der Umsetzung der EU-Verordnung möglich sein.
X. Treffen mit Herrn Dr. Benfer, Landkreis Barnim, und Abstimmung einer Stellungnahme zum Nahverkehrsplan am 08.04.2026
Im Rahmen des kommunalen Nachbarschaftsforums (KNF) e.V. findet eine Zusammenarbeit bei Mobilitätsthemen statt. Um unsere gemeinsamen Interessen zu vertreten, erfolgte eine Abstimmung zwischen dem Landkreis Barnim und dem Bezirk Pankow zu Schwerpunkten der jeweiligen Stellungnahmen im TöB-Verfahren zum vorliegenden Entwurf des Berliner Nahverkehrsplans 2026 – 2028. Die Stellungnahmen werden die jeweiligen Positionen gegenseitig unterstützen. Es wird als wesentlicher Punkt herausgestellt, dass zwar grundsätzlich die richtigen, notwendigen Maßnahmen zur adäquaten Anbindung, u. a. der neuen Stadtquartiere, enthalten sind, allerdings sind die Umsetzungszeiträume (größtenteils Umsetzungszeitraum bis 2040) deutlich zu lang und decken sich nicht mit den bestehenden bzw. entstehenden Bedarfen.
XI. Experteninterview mit Prof. Altrock/ DFG-Forschungsgruppe am 08.04.2026
Am 8. März fand ein Experteninterview im Rahmen des Projekts DFG-Forschungsgruppe „Neue Suburbanität“ statt, an dem Hr. Risken und ich teilnahmen. Im Mittelpunkt des Interviews stand die Rolle des Bezirks bei der Schaffung neuen Wohnraums in den neuen Stadtquartieren. Dabei stellten die Fragen ab auf Themen wie Innenentwicklung im Verhältnis zur Außenentwicklung, einer nachhaltigen Stadtentwicklung (urbane Vielfalt, räumlich-funktionale Integration, soziale Durchmischung, gemeinwohlorientierte Angebote, Artenvielfalt, Klima und ökologische Nachhaltigkeit, inklusive Mobilität, Akzeptanz und Ko-Produktion), städtebauliche Leitbilder des Bezirks für die Innen- und Außenentwicklung und zum Einsatz von Planungsinstrumenten bzw. dem Vollziehen von einzelnen Planungsschritten.
XII. Abstimmung Bauprojekte und Grundschulplatzbedarf am 09.04.2026
Mit dem Schul- und Sportamt fand ein Austausch statt zur Problematik des in weiten Teilen des Bezirks bestehenden Grundschulplatzdefizits, dass die positive Anwendung des sog. Bauturbos erheblich erschwert. Im Ergebnis sollen auch die vielen von den Vorhabenträgern in der Bauberatung angefragten möglichen Bauturboprojekte auch dazu genutzt werden, um die zwingend notwendige Erweiterung von Grundschulkapazitäten in besonders angespannten Schulplanungsregionen zu begründen.
gez. Cornelius Bechtler