I. Auftaktveranstaltung AG Mehrfachnutzung am 19.11.2025
Am 19.11.2025 fand die Auftaktveranstaltung der AG Mehrfachnutzung (MFN) statt. Die AG ist aus der SIKo-Ämterrunde (SIKo: Soziale Infrastruktur-Konzept) mit dem Ziel entstanden, Strategien zur Beförderung von MFN sozialer Infrastruktur ämterübergreifend zu diskutieren und zu entwickeln sowie Ideen zur Planung und Umsetzung von bestehenden und neuen MFN-Standorten abzustimmen.
Als erstes Thema wurde die Idee diskutiert, eine Koordinierungsstruktur im Bezirk aufzubauen, die die Federführung übernimmt und die AG MFN koordiniert. Als nächster Schritt wird ein Bezirksamtsbeschluss vorbereitet.
Als zweites Thema wurde als Beispiel der geplante MFN-Standort im NSQ Alte Schäferei ausgewählt und die bisherigen Vorbereitungen für die Entwicklung eines gemeinsamen Raumprogramms vorgestellt. Im Workshop Format konnten die Fachämter (ca. 30 Teilnehmende) sich abstimmen und erste Entscheidungen zum Teilen von Räumen für acht Einrichtungen (Bibliothek, Musikschule, VHS, Kultur, Jugendkunstschule, Familienzentrum, Stadteilzentrum, Seniorenfreizeit) treffen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und als Grundlage für konkretere Planungen des Standorts genutzt.
Derzeit existiert in Berlin keine Finanzierung für die neue Infrastruktur in den neuen Stadtquartieren (NSQ). Aus der bezirklichen Investitionsplanung heraus ist die soziale Infrastruktur in den NSQ aber nicht zu finanzieren. Hier bedarf es eines berlinweiten Finanzierungskonzeptes, damit die NSQ mit entsprechender sozialer Infrastruktur ausgestattet sind. Über die städtebaulichen Verträge ist die soziale Infrastruktur – über die Kitas und Grundschulen hinaus – nicht zu finanzieren. Bis zur Festsetzung eines B-Plans muss die Finanzierung jedoch gesichert sein.
II. Kinder- und Jugendkonferenz 2025 in Buch am 19.11.2025
Auf Einladung der Bezirksstadträtin für Jugend und Familie, Frau Rona Tietje, fand am 19.11.2025 von 15:00 bis 18:00 Uhr die Kinder- und Jugendkonferenz in Buch statt. Diese ist eine Maßnahme aus dem Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune.
Das Kinder- und Jugendbüro Pankow, Fachkräfte aus Buch, aber insbesondere Kinder und Jugendliche aus Buch haben das Treffen vorbereitet. Die Idee dahinter ist, dass Kinder und Jugendliche ihre Wünsche, Anliegen und Themen, die ihren Stadtteil betreffen, direkt an Entscheider*innen im Bezirk herantragen können. Dazu gab es zahlreiche Workshops und Treffen, in denen die Themen aufbereitet wurden und nun auf der Kinder- und Jugendkonferenz präsentiert wurden.
Von den Kindern und Jugendlichen wurden unterschiedliche Themen und Probleme thematisiert. Ein Thema wurde dabei auch in einem Film sehr anschaulich dargestellt: Die schlechte Beleuchtungssituation an unterschiedlichen Orten im Ortsteil Buch. Die Skateranlage ist z.B. in der Dunkelheit nicht nutzbar, was insbesondere im Winter ein Problem ist, da sie nicht beleuchtet ist. Dieses Problem nehmen wir in unsere Steuerungsrunde zum Fördergebiet Buch mit.
III. AG BSO (Berliner Schulbauoffensive) am 20.11.2025
Organisiert und moderiert durch das Schul- und Sportamt tagte die AG BSO am 20.11.2025 mit den Vertreterinnen und Vertretern des Stadtentwicklungsamtes, des Straßen- und Grünflächenamtes, des Umwelt- und Naturschutzamtes, der Serviceeinheit Facility Management, der zuständigen Abteilungsleitungen sowie der
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und beschäftigten sich in dieser Sitzung mit folgenden Themen:
Sachstandsbericht/-ersuchen Gymnasium Sommerbad Pankow, BSO XIV, Baudienststelle SenStadt, Gymnasium 4 Züge
• B-Plan 3-80: Festsetzung Ende 2026/Anfang 2027
• Neuzuschnitt der Fläche des Schulgrundstückes durch weitere externe Bedarfe (gemeinsamer Zugang zum Sommerbad Pankow und zur neuen Schwimmhalle) an der Fläche der Berliner Bäderbetriebe (BBB)
• Spielplatzverlegung: Finanzierung des Rückbaus durch SenStadt, Finanzierung des Neubaus muss durch den Bezirk erfolgen
• offene Punkte: aktuelle Zeitplanung, Finanzierung und Ausführung Spielplatzneubau, Verhandlungen mit BBB zum Grundstückserwerb, Finanzierung und Ausführung Ausgleichs- und Ersatz (A+E)-Maßnahmen
Sachstandsbericht/-ersuchen Graue Schule, BSO XIV, Baudienststelle SenStadt
Gymnasium 4 Züge
• Offenlage des B-Plans im II. Quartal 2026, Festsetzung des B-Plans bis 02/2027
• offene Punkte (KGA): bezirkliche Prüfung zur Bereitstellung von Ersatzland, Finanzierung von Entschädigungsleistungen, Übernahme der Verwaltung durch FM, Grundstücksfreimachung 2027/2028
• offene Punkte (Graue Schule): Finanzierung von (temporären) Erschließungsmaßnahmen, Abstimmung Straßenbau mit Schulbau
Sachstandsbericht Container Reinhold-Burger-Schule
• Festsetzung der BPU 06/2025, Einreichung Bauantrag 12/2025, Beginn Baumaßnahme II.Q/2026, Fertigstellung Baumaßnahme Ende 2026
• Offene Punkte: Ausführung Straßenbegleitgrün (FS 393 und 388)
• Risiken: Allgemeine Kostensteigerungen (Ausschreibung Container, Baugrund, Bodenbelastung, Schallschutz)
Grumbkowstraße:
• Ergebnisse der Flex-Tranche werden abgewartet um Prioritäten der B-Pläne ggf. anzupassen
Alte Schäferei:
• MBS wird überarbeitet und an neue Zügigkeit 4-6-3 angepasst, Prüfung eines Mietkaufmodells durch Investor
IV. Schönerlinder Quartier, östl. Schönerlinder Straße am 20.11.2025
Am 20.11.2025 fand ein Informationsgespräch mit den Vorhabenträgern, der BPD, Bouwfonds Immobilienentwicklung (eine Tochter der genossenschaftlichen niederländischen Rabobank), zum östlich der Schönerlinder Straße gelegenen „Schönerlinder Quartier“ statt.
Das vorgelegte städtebauliche Konzept sieht die Errichtung von rund 1.200 Wohnungen vor. Nach weiterer Abstimmung soll das Konzept im ersten Quartal 2026 im Ausschuss vorgestellt werden.
Städtebauliche Themen waren eine mögliche Integration der Quartiersgarage auf der Fläche des benachbarten Baumarktes, die Gestaltung der städtischen Quartiersmitte, Planänderungen durch das Einfügen einer Straßenbahntrasse in die Schönerlinder Straße, die Gestaltung eines Übergangs der beiden Quartiersgebiete links und rechts der Schönerlinder Straße sowie Fragen der verkehrlichen Erschließung.
V. Auftaktwerkstatt – Elisabeth-Aue am 21.11.2025
Die Auftaktwerkstatt wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zusammen mit der Entwicklungsgesellschaft Elisabeth-Aue GmbH initiiert. Teilgenommen haben die Jurymitglieder des städtebaulichen Wettbewerbs, die Sachverständigen sowie die Planerteams der besten vier von insgesamt 12 ausgewählten städtebaulichen Entwürfen. Die kooperative Werkstatt umfasst vier Werkstatttermine als geschlossene Veranstaltungen. In einer klausurartigen Arbeitsatmosphäre sollen die Entwürfe kritisch-konstruktiv reflektiert und von den Teams weiterentwickelt werden. Die inhaltlichen Diskussionen erfolgen in verschiedenen Formaten, z. B. dem Plenum mit allen Anwesenden und auch themenfokussierten Austauschgruppen zwischen Jury, Sachverständigen und den Teams.
Ziel ist es, alle Entwürfe in ihrer Individualität dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie fachliche, technische, wirtschaftliche und nachhaltige Anforderungen erfüllen und somit umsetzbar sind. Der nächste Werkstattermin findet am 9. Januar 2026 statt.
VI. KNF-Mitgliederversammlung am 24.11.2025
Am 24.11.2025 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des KNF e.V. in Hennigsdorf statt.
Die Mitgliederversammlung des KNF beginnt stets mit einem Rückblick auf die Arbeit des letzten Jahres und die gesetzten Schwerpunkte:
• Schwerpunkt des Vorstandes und der Gremien war die Erstellung des Leitbildes, das in einer Sondermitgliederversammlung im Sommer verabschiedet werden konnte.
• Ein wichtiges Thema – gerade für den Wohnungsneubau in Berlin – ist das angestrebte länderübergreifende Kompensationsmanagement: Die Machbarkeit wurde festgestellt und es soll nun mit Pilotprojekten begonnen werden. Dabei kann das KNF als Kontaktstelle dienen. Im Fokus sind die Regionalparks mit ihren Kulissen. Weitere wichtige Akteure sind die Berliner Stadtgüter und Berliner Forsten.
• Mit der Machbarkeitsstudie Groß Glienicker und Sacrower See ist das KNF Projektträger und Zuwendungsempfänger zugleich. Der Verein als Zuwendungsempfänger ermöglicht eine 100%-Förderung anstatt einer 80%-Förderung. Das bedeutet für das KNF eine neue Rolle und die Möglichkeit für die Mitglieder, gemeinschaftliche Projekte über das KNF fördern zu lassen.
• Schwerpunkt der Anliegengruppe Schienenverkehr/ÖPNV war die Studie zum Berliner Außenring. Die Studie trifft bei unterschiedlichen Behörden auf großes Interesse und wird nachgefragt. Damit hat das KNF bei dem Thema Siedlungsentwicklung entlang der Schieneninfrastruktur einen wichtigen Impuls gegeben, der nun weiterverfolgt wird.
• In 2025 hat die Anliegengruppe Monitoring ihre Arbeit aufgenommen, an der auch Pankow auf der Arbeitsebene beteiligt ist. Ziel ist es, für das Gebiet des KNF Strukturdaten zugänglich zu machen, die für wichtige strategische und planerische Entscheidungen notwendig sind. Im kommenden Jahr findet die Grundlagenermittlung (Themen, Anwendungsfelder, Datenquellen) statt.
• Die Öffentlichkeitsarbeit wird verbessert: Hierfür soll eine umfassende Kommunikationsstrategie entwickelt werden. Mit dem neuen Leitbild will das KNF als wichtige gemeinsame kommunale Stimme in der Metropolregion wahrgenommen werden. Im nächsten Schritt muss eine Leistungsbeschreibung für ein Interessenbekundungsverfahren verfasst werden.
• Die erfolgreiche gemeinsame Workshop-Reihe von MIL und KNF soll fortgeführt werden, die dem Austausch zwischen den Verwaltungen dient und sehr gut nachgefragt wird.
• Bei der länderübergreifenden Abwasser-/Trinkwasserzielplanung wird das KNF zwischen den beiden Ministerien eine vermittelnde Rolle spielen. Hierzu sollen nun erste Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben werden.
Einen spannenden Beitrag lieferte Arnt von Bodelschwingh, Geschäftsführer RegioKontext GmbH, mit seinem Vortrag „Impulse zur Wohnungsmarktdynamik im KNF-Raum“:
• Bevölkerungsentwicklung und Wohnbedarf entkoppeln sich und die Marktlogik Immobilienmarkt und die Nutzungslogiken am Wohnungsmarkt sind zunehmend weniger in Übereinstimmung zu bringen.
• Die Herausforderung der Dekarbonisierung steht im Wiederspruch zur Bezahlbarkeit des Wohnens und muss zumindest weitgehend aufgelöst werden. Unter dem Gesichtspunkt der Bezahlbarkeit entstehen insbesondere beim Wohnen mit Kindern große Herausforderungen. Wohnen ist dabei zunehmend ein Prozess sich ablösender Lebensphasen.
• Ohne Zuwanderung verliert die Region an Bevölkerung. Dies gilt sowohl für Berlin als auch für Brandenburg. Ohne Zuzug würde auch Berlin schrumpfen. Zeitgleich findet ein demographischer Wandel. Es entstehen mehr alte und kleine Haushalte. Der Zuzug puffert die Alterung der Gesellschaft ab.
• Die Zuwanderung ist dabei entscheidend für das Erwerbsniveau und damit für den Wohlstandserhalt. Zuzug ist somit notwendig um Fachkräfte zu sichern. Die Zuzüge drängen in den Geschosswohnungsbau.
• Die Entwicklung Berlin und Umland entwickeln sich dabei unterschiedlich: Mit Corona gehen die Entwicklungen auseinander. Es findet mehr Dynamik im Umland statt. Das Wachstum im Berliner Umland beträgt 5,9 %. Hiermit entsteht ein stark zentral-peripheres Gefälle.
• Die Transformationen finden unter Knappheitsbedingungen, fehlender Wirtschaftlichkeit und Zeitnot statt: Es wird immer schwieriger für Berlin die Zahl von 20.000 Neubauwohnungen zu erreichen. In Berlin entwickeln sich die Mieten im Bereich der Inneren Stadt von 10 auf 20 €, die äußere Stadt und Potsdam haben mittlerweile ein ähnliches Mietenniveau. Dabei findet bei dem Mietenniveau ein „Rüberschwappen“ nach Brandenburg statt: Bereits im zweiten Städtekranz gibt es immer höhere Angebotsmieten.
Für 2026 steht auf der Agenda, über eine weitere Professionalisierung des KNF nachzudenken. Hier sind die Erfahrungen aus der Region Kölln/Bonn bzw. der Region München auf der Jahrestagung ein wichtiger Impuls gewesen.
VII. AG Immobilien und Bauprojekte des Kulturamtes am 25.11.2025
Am 25.11.2025 tagte auf Einladung der Bezirksbürgermeisterin Frau Dr. Koch erstmals die neue abteilungsübergreifende AG Kulturbauvorhaben in Pankow. Die AG dient dazu, den Informationsfluss zu den vielen Kulturprojekten zu verbessern, gemeinsame Haltungen zu entwickeln, Arbeitsprozesses zu verabreden und insbesondere auch Finanzierungswege zu erörtern. Es ist geplant, dass die AG vierteljährlich für jeweils 2 Stunden tagt.
Auf der Tagesordnung standen folgende Projekte:
• Einsatz von Ausgleichsmittel für Kulturbauvorhaben
• Sanierung Kulturareal im Thälmannpark
• Inbetriebnahme der Prater Galerie
• Neubau des BIZ Buch
• Neubau Kunst- und Kulturplattform am Pankower Tor
Wichtige Ergebnisse waren:
• Bei den Ausgleichsmitteln wurden Festlegungen getroffen. Für Änderung bedarf es der Zustimmung von SenStadt. Mehrausgaben bei einem Projekt müssen durch eine Minderung eines anderen Projektes kompensiert werden.
• Für die anstehenden Baumaßnahmen im Kulturareal im Thälmannpark stehen insgesamt 19,5 Mio. zur Verfügung, davon 13,5 Mio. Ausgleichsmittel und 6 Mio. Bundesmittel. Um die Kostensteigerungen zu kompensieren, muss die GSE bei den Kosten kürzen (z.B. Solarpanele anstatt Solarziegel, Ausstattungsstandards werden gesenkt wie Probebühne anstatt Studiobühne im Rosengarten). Ein neuer Durchführungsvertrag soll bis März verhandelt und unterschrieben werden. Es wird für das neue Jahr eine Beiratssitzung geplant.
• Die Nutzungsaufnahme Galerie im Prater könnte sofort starten, wenn ein entsprechendes Bauteil besorgt und eingesetzt werden könnte. Derzeit befindet sich die Liegenschaft im Finanzvermögen. Sie soll in das Fachvermögen der BIM (SODA-Vermögen) übertragen werden.
• Zum BIZ Buch fand eine ämterübergreifende Veranstaltung zur Nutzung des geplanten Gebäudes statt. Derzeit zeichnet sich ein personelles Problem bei FM ab, so dass die Bearbeitung nur bis einschließlich der Leistungsphase 5 abgesichert werden kann. Die Ausführungsplanung wird bis Ende Juni 2026 fertiggestellt.
• Der Neubau der Kunst- und Kulturplattform am Pankower Tor soll ins Programm „Nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen werden. Der Abriss der beiden Bestandsgebäude könnte für das Vorhaben der erste Schritt sein. Die Bauherrenfrage sollte bei der Erarbeitung des ISEK geklärt werden.
VIII. Sachstand Pankower Tor – B-Plan 3-60a
Im Bebauungsplanverfahren 3-60a „Pankower Tor“ wird für das II. Quartal 2026 die Durchführung der erneuten förmlichen Behördenbeteiligung und parallel der förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung angestrebt.
Zuvor sind sowohl eine Präsentation im Ausschuss StadtBauGe sowie eine digitale öffentliche Informationsveranstaltung zur zusätzlichen Bekanntmachung der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen (über das Amtsblatt, die Tagespresse und soziale Medien hinaus). Derzeit wird der Entwurf des Bebauungsplans, die Begründung sowie die zugrundeliegenden Untersuchungen und Konzepte finalisiert.
Dazu fanden bzw. finden verwaltungsinterne Präsentationstermine für die betroffenen Fachbehörden statt (26.11.2026: Masterplan/Freianlagenplan/Regenwasserbewirtschaftungskonzept, 10.12.2025: Verkehrsuntersuchung, 18.12.2025 und 19.01.2026: Umweltbericht und Artenschutzfachbeitrag).
Parallel werden die erforderlichen Änderungs- und Ergänzungsverträge zum städtebaulichen Vertrag, Erschließungsvertrag und Vertrag über naturschutzrechtliche Maßnahmen (jeweils abgeschlossen am 25.03.2025) vorbereitet, fachlich abgestimmt und verhandelt. Die Vertragsabschlüsse sind vor der Offenlage im I. Quartal 2026 vorgesehen.
Ein umfassender Projektstatusbericht soll Mitte Dezember 2025 fertiggestellt werden. Ein aktueller öffentlicher Projekt-Newsletter (#18 – Planungsupdate „Pankower Tor“: Verkehr, Artenschutz, Infrastruktur) wurde am 17.11.2025 veröffentlicht (Archivierung und Abonnement auf www.pankower-tor.de).
IX. Bürgerbeteiligung in Buch: Neubau Spielplatz auf Grünfläche Karow am 26.11.2025
Gemäß der Zielsetzung im ISEK vom 01.12.2015 soll die ca. 2.000 m² öffentliche Grünfläche mit einem Kinderspielplatz für Kleinkinder bis sechs Jahren zu einer generationsübergreifenden Anlage qualifiziert werden. Die erste Bürgerbeteiligung diente zur Sammlung erster Ideen für die Gestaltung der Anwohnenden. Genannt wurden eine Boule-Anlage und ein Schachtisch neben Sitzmöglichkeiten im Schatten wie in der Sonne für Jung und Alt.
Das Thema der Ehrung von Theodor Fontane mit der Pflanzung eines Birnbaumes und einer Hinweistafel steht als Motto über dem geplanten Entwurf im Jahr 2026. Im Vorfeld wurde im Sinne der Kinderfreundlichen Kommune eine naheliegende Kita am Lindenberger Weg in die Beteiligung einbezogen. Die Leitung der Kita übergab eine Zusammenstellung aller Vorstellungen der Kinder und ihrer Eltern zu den gewünschten Ausstattungselementen. Die Kinder fertigten zahlreiche Zeichnungen ihrer Vorstellungen einer interessanten Spiellandschaft. Der generationsübergreifende Charakter wurden im zukünftigen Entwurf herausgestellt. Bei der Veranstaltung nahmen auch Bestandsmieter des angrenzenden Wohnblocks teil, die den geplanten Kinderspielplatz kritisch bewerteten. Das anwesende Landschaftsplanungsbüro erläuterte, dass die Planung auf die angrenzende Wohnbebauung Rücksicht nehme und durch die Bepflanzung und ein Abrücken des Spielbereichs ein Sichtschutz bzw. Pufferzone schaffen werde.
Eine zweite Beteiligung der Bürgerschaft erfolgt innerhalb des 1. Quartals des Jahres 2026. Das Fördervolumen im Rahmen der Städteförderung umfasst 554.000 €.
X. Ehem. Kinderkrankenhaus Weißensee, Hansastr. 178 – 180 am 27.11.2025
Am 27.11.2025 fand bei der Senatsverwaltung für Finanzen ein Gespräch zur Nachnutzung des Kinderkrankenhauses Weißensee statt. Teilgenommen haben u. a. der Staatssekretär Schyrocki von SenFin, der Staatssekretär Slotty von SenStadt, der Direktor des LDA Dr. Rauhut, der Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management Herr Pasternack, der Amtsleiter des Stadtentwicklungsamtes Herr Risken und ich.
Es ist aktuell angedacht, das Grundstück in 3 Teile aufzuteilen:
• der östliche Teil für die Schulnutzung,
• der zu erhaltende Teil des Denkmalensembles Haupthaus und Bettenhaus und
• der westliche Teil für Wohnungsneubau.
Es ist geplant, eine gemeinsame Entwicklung des Denkmalensembles und des Grundstücks für den Wohnungsneubau durch einen Investor vornehmen zu lassen und somit eine Gesamtwirtschaftlichkeit zu ermöglichen.
Besprochen wurden 2 Varianten der Projektentwicklung:
Zum einen könnte eine landeseigene Gesellschaft die Gesamtentwicklung vornehmen, eventuell auch unter Einbeziehung des Schulstandorts. Dies setzt natürlich voraus, dass eine landeseigene Gesellschaft sich hierzu in der Lage sieht und ein wirtschaftlich tragfähiges Modell vorlegen kann.
Die andere diskutierte Variante ist, einen privaten Investor zu finden, der Erfahrungen in der Entwicklung von Denkmalgebäuden und Wohnungsbaustandorten hat und die notwendige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufweist.
Die Beteiligten verständigten sich darauf, zunächst beide Varianten weiterzuverfolgen und ein zeitnahes Umsetzungsmodell zu entwickeln.
XI. Ausstellung zur Potentialstudie Gewerbegebiet Storkower Straße am 27.11.2025
Am 27.11.2025 wurde in der gut besuchten Cantina im Gewerbegebiet Storkower Straße 134 die Ausstellung zur Potentialstudie für das Areal zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße durch die Bezirksbürgermeisterin Frau Dr. Koch eröffnet. Federführend für diesen Prozess, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, ist die Wirtschaftsförderung unter Leitung von Frau Holbe. Auch ich erläuterte den Anwesenden die Notwendigkeit des planungsrechtlichen Rahmens für die Planungssicherheit der Entwicklung. Ein Bebauungsplan ist in Aufstellung.
Aufgrund der vielfältigen Eigentumsverhältnisse und des vorhandenen Engagements der Unternehmer kann ein Schwerpunkt auch die weitere Vernetzung der Eigentümer oder ggf. die Bildung einer Genossenschaft sein. Mittelpunkt der Ausstellung bildet ein Modell, welches ebenfalls durch den Ersteller der Potentialstudie, das Büro Herwarth Holz aus Berlin, zugearbeitet wurde. Die Ausstellung kann weiterhin in der Cantina besichtigt werden, bis sie in den nächsten Standort Storkower Straße 97 weiterwandert.
XII. KNF e.V.: Steuerungsgruppe zur Biosphärenregion am 01.12.2025
Unter dem Titel Machbarkeits-, Organisations- und Finanzierungsstudie für eine „Urbane Biosphärenregion Berlin – Barnim“ fand am 01.12.2025 ein vom KNF e.V. organisierter erster Termin der Steuerungsgruppe statt. Dies war zudem auch der erste Termin mit dem Auftragnehmer, dem ECONICS Institute e.V. und dem E.C.O. Institut für Ökologie Jungemeier GmbH mit Prof. Jörg Knieling, HCU Hamburg. Die mögliche Kulisse ist größer als Suchkulisse zur Vorstudie: Einbezogen sind alle Bezirke und Gemeinden, die vom Naturpark Barnim oder dem Regionalpark Barnimer Feldmark berührt werden (d.h. alle Nordberliner Bezirke).
Ziel des Auftaktgesprächs war es, den Rahmen für die anstehende Untersuchung und Projektphase zu bestimmen und sich über grundlegende Fragen zu verständigen. Die Anwesenden sind sich bewusst, dass das Vorhaben in den Gemeinden und Städten z.T. auf Vorbehalte stößt. Dies hängt u.a. auch mit den Erfahrungen in der Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zusammen, bei dem der Prozess top-down erfolgte. Die Studie ist daher ergebnisoffen ausgerichtet und soll umfassend die Chancen und Risiken erfassen. Ausgangspunkt ist die Weiterentwicklung des Naturpark Barnims, der in der Bevölkerung sehr positiv wahrgenommen wird.
Im Mittelpunkt der Studie steht eine nachhaltige Regionalentwicklung in einer von Wachstum geprägten Region. Bei diesem Vorhaben geht es also um eine Entwicklung in einem urbanen Gebiet. Wichtig ist außerdem, dass die Steuerung in der Hand der Kommunen verbleiben soll (Buttom-up-Ansatz). Es ist geplant, zum Start des Projekts für eine gemeinsame Kommunikation eine zweiseitige Projektbeschreibung (Begriffsklärungen, Vorstellung des Vorhabens, Ziele, Vorgehen, in einfacher Sprache) zu erarbeiten.
Die projektbearbeitende Arbeitsgruppe (PAG) wird sich am 20. Februar im Anschluss an die AG Nord in der Stadt Bernau treffen. Es sollen u.a. auch Ausschussvorsitzende zur PAG eingeladen werden.
XIII. Kleingartenbeirat am 01.12.2025
Der Bezirksverband der Gartenfreunde Pankow e. V. berichtete von den Vorstandswahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung vom 08.11.2025.
Die neue Vorsitzende des geschäftsführenden Vorstands ist Frau Schulze.
Das Bezirksamt berichtete zum Sachstand „Schulneubau im Bereich der KGA Humboldt/Graue Schule“. Vor dem Jahr 2028 sei – nach heutigem Stand – mit keinem Schulneubau zu rechnen. Die Verwaltung der Anlage wird voraussichtlich vom Fachbereich FM Immobilienverwaltung übernommen.
Im Zusammenhang mit Straßenreinigungskosten wurde das Bezirksamt erneut gebeten, Auskunft zum Stand einer Vermessung der Anlagen „Am Volkspark“, „Neues Heim“ und „Grönland“ zu geben (Vermessungsprotokoll).
Überdies wurden die möglichen Inhalte des Arbeitsplans für das Jahr 2026 diskutiert.
Das Stadtentwicklungsamt regte an, Möglichkeiten zur Finanzierung des Rückbaus übergroßer Lauben (über 24 m² Grundfläche) zu thematisieren. Die Existenz dieser Bauten gefährdet den Erhalt der Kleingärten unter dem Schutz des Bundeskleingartengesetzes.
gez. Cornelius Bechtler