I. Sachstand Pankower Tor
Im Vergleich zum letzten Bericht ergibt sich kein wesentlicher neuer Sachstand. Im Bebauungsplanverfahren 3-60a „Pankower Tor“ wird weiterhin für das II. Quartal 2026 die Durchführung der erneuten förmlichen Behördenbeteiligung und parallel der förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung angestrebt.
Der Fokus der Bearbeitung beim Stadtentwicklungsamt, den betroffenen Fachämtern sowie den beauftragten Juristen und Fachgutachtern liegt derzeit bei der Abstimmung und Fertigstellung der Inhalte für die Änderungs- und Ergänzungsverträge zum städtebaulichen Vertrag, Erschließungsvertrag und Vertrag über naturschutzrechtliche Maßnahmen. Deren Abschluss wird weiterhin bis zum Ende des I. Quartals 2026 angestrebt.
II. Jour Fixe BA Pankow und Wohnbauleitstelle SenStadt
Am 13.02.2026 fand ein Routinegespräch mit der Wohnbauleitstelle (WBL) von SenStadt statt, an dem der Staatssekretär (StS) Herr Slotty, Vertreterinnen der WBL, des Stadtentwicklungsamtes und ich teilnehmen. Wir tauschen uns in dieser Runde mindestens zweimal im Jahr zu allen größeren Wohnungsbauprojekten, insbesondere den Neuen Stadtquartieren (NSQ), aus. Besprochene Schwerpunkprojekte waren u. a. das „Pankower Tor“, die „Alte Schäferei“, die „Ludwig-Quidde-Str.“ und das „Panke-Quartier„ in Buch.
III. Steuerungsrunde Gesobau am 16.02.2026
Am 16.02.2026 tagte wieder die Steuerungsrunde Gesobau, an der Vertreterinnen und Vertreter des Neubau-Ressorts der Gesobau, des Stadtentwicklungsamtes und ich teilnehmen. Vierteljährlich erfolgt ein Austausch zu allen aktuellen Projekten der Gesobau in Pankow, die in Vorbereitung, in konkreter Planung und im Bau sind.
Besprochene Schwerpunkprojekte, die derzeit in Vorbereitung sind, sind u. a. das Neubauvorhaben Ludwig-Quidde-Straße, der B-Plan Dietzgenstraße/Friedhof Nordend, das Panke-Quartier in Buch und eine größere Fläche in Blankenburg am Karower Damm.
Des Weiteren ging es um mehrere Einzelvorhaben, bei denen wir u. a. Details zur zulässigen Kubatur der Gebäude und notwendige Klärungen in den Baugenehmigungsverfahren besprechen.
IV. Mieterversammlung Straßburger Straße 42 am 18.02.2026
Am 18.02.2026 fand eine Mieterversammlung für Mieterinnen und Mieter der Straßburger Straße 42 in den Räumen der Mieterberatung Prenzlauer Berg statt, zu der ich persönlich einlud. Ziel der Veranstaltung war, die Mieterinnen und Mieter, denen der Verlust ihres Wohnraumes droht, zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Ein Teil der Mieterinnen und Mieter verfügen nur über einen befristeten Vertrag.
Zunächst mussten grundsätzlich die Unterschiede von privatrechtlichem und öffentlich-rechtlichem Vorgehen erläutert werden, um zu verdeutlichen, in welchen Bereichen von Seiten des Bezirkes Handlungsoptionen bestehen. In der Folge wurde das Thema Leerstand im Haus diskutiert. Hier wurde jüngst nach einem umfangreichen Verfahren eine Rückführungsanordnung erlassen. Dies wurde positiv aufgenommen.
Schwerpunkt der Mieterversammlung war im Weiteren jedoch die Befristung zahlreicher Mietverträge im Haus. Hier wurde eine Bestandsaufnahme gemacht und der jeweilige Rechtsschutz abgefragt. Es wurden vor allem die Gründe der Befristung sowie die Vorgehensweise des Hauseigentümers besprochen. In Zusammenarbeit mit der Mieterberatung Prenzlauer Berg wurde ein weiteres Vorgehen der Mieterinnen und Mieter erörtert, vor allem in Hinblick auf ein zwischen den betroffenen Mietparteien gemeinsames, gebündeltes Vorgehen. Da das Haus im Milieuschutzgebiet Kollwitzplatz liegt, wurde besprochen, inwiefern bestimmte Modernisierungsmaßnahmen genehmigungspflichtig sind und welchen Zeitlauf eine solche Genehmigung hat.
Zudem wurde das Thema Wohnungsmängel diskutiert. Hier ist die Wohnungsaufsicht schon länger mit einigen Mieterinnen und Mietern in Kontakt. Es konnten auch bereits Wohnungsmängel abgestellt werden. Es wurde besprochen, wie sich hier die Kommunikation optimieren ließe bzw. welche Schritte die Mieterinnen und Mieter gehen müssen, damit die Wohnungsaufsicht dann gezielt tätig werden kann und wie sich eine Zusammenarbeit am besten gestaltet.
Den Mieterinnen und Mietern wurde weiterhin die Unterstützung des Bezirksamtes für ihr weiteres Vorgehen zugesagt und zuletzt wurden wünschenswerte politische Entwicklungen auf Landesebene erörtert.
V. AG Nord am 20.02.2026
Ich berichtete über den Sachstand zu den Vorhaben Elisabeth-Aue (Werkstattverfahren), Industriebahn Friedrichsfelde-Tegel, Pankower Tor und die von der Deutschen Bahn auf Arbeitsebene angekündigten Verzögerungen beim Bau der S-Bahnhöfe Bucher Straße und Schönerlinder Straße (von 2033 auf 2039).
Bericht aus den Umlandgemeinden (Auswahl):
Radverkehr: Berichtet wurde über Radverkehrskonzepte im Naturpark, weitere Lückenschlüsse beim Radweg „Rund um Berlin“ und die Erstellung des Radverkehrskonzepts Wandlitz.
Einzelne Bauprojekte: Bezirksstadtrat Ephraim Gothe erläuterte den Sachstand zum Bau des neuen Rathauses Mitte.
Das denkmalgeschützte Gebäude am Bogensee soll besser überwacht und somit vor Vandalismus geschützt werden. Dort hatte es im Januar einen Brand gegeben. Der Hauptsaal wurde dadurch zerstört und das Dach ist eingestürzt. Die AG Nord unterstützt die Gemeinde Wandlitz bei ihren Bestrebungen für das Denkmal eine Nutzung zu finden. Der Komplex ist im Eigentum des Landes Berlin (BIM).
Personal-Änderungen: Frau Elke Plate übernimmt in Nachfolge von Herrn Künzel kommissarisch die Leitung des Referats I B – Flächennutzungsplanung und stadtplanerische Konzepte bei SenStadt.
Windenergie Berlin: 2.600 Stellungnahmen wurden von SenStadt abgewogen. Dies ist im Vergleich zu anderen FNP-Änderungen eine sehr große Zahl an Einwendungen. Die Abstände der auf Berliner Gebiet geplanten Windenergieanlagen zu den Siedlungen im Umland betragen i. d. R. 600 – 700 m und sind niedriger als in Brandenburg.
Wohnungsbau-Turbo: Es besteht großes Interesse an einem intensiveren Austausch.
Laufende Projekte der AG Nord:
Gewerbeflächenentwicklung Buchholz-Nord: Die Gewerbegebietsentwicklung im Norden Pankows soll intensiver mit Brandenburg abgestimmt und auf Synergien geprüft werden. Mit Mitteln des KNF soll ein entsprechendes Format entwickelt und weitere Kommunen wie das Mühlenbecker Land und Pankethal einbezogen werden. Es ist ein Pilotprojekt zum Thema „länderübergreifender naturschutzfachlicher Ausgleich“ und „Artenschutz“ geplant.
Urbane Biosphärenregion Berlin-Barnim: Es wurde eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Bis Mitte 2027 sollen die Ergebnisse vorliegen. In der AG Nord berichteten wir umfassend über die Auftaktveranstaltung in Bernau.
Achsenentwicklung (Zukunftsraum) Berlin-Stettin: Ich berichtete über die anstehende Unterschrift einer Kooperationsvereinbarung. In der AG Nord besteht ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den beteiligten Städten und Gemeinden.
KNF Jahresthema Wohnen: Das Thema wird über 2 Jahre (2026/2027) behandelt. Es finden ca. 4 Workshops und eine Bestandserfassung statt. Die nächste Jahresversammlung wird sich schwerpunktmäßig damit beschäftigen. Das Thema wird durch eine Anliegengruppe begleitet.
Neues aus dem KNF:
Die Geschäftsstelle ist nur bis 2028 finanziert. Bis Ende Juni 2026 soll vom Vorstand über neue Finanzierungs- bzw. Organisationsmodelle entschieden werden.
Termine:
• 23.11.2026: Jahreskonferenz zum Thema „Wohnen“
• 15.04.2026: Workshop zum Thema „Nahmobilität“
VI. 1. Treffen der Arbeitsgruppe Urbane Biosphäre 20.02.2026
Mit zahlreichen Akteuren aus der Metropolregion Berlin wurde in die Thematik „Urbane Biosphärenregion Barnim-Berlin“ eingeführt und die Vorgehensweise bei der geplanten Machbarkeitsstudien erläutert. Auftragnehmer sind das ECONICS INSTITUT und das E.C.O. – Institut für Ökologie.
Verliehen wird das Label „Biosphärenregion“ von der UNESCO. Es besteht ein weltweites Netzwerk. Vorteile könnten eine Beförderung der nachhaltigen Regionalentwicklung, ein gemeinsames Akquirieren von Fördermitteln für Projekte und eine bessere Sichtbarkeit der Region sein. Bedenken bestehen hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung und die Wirtschaft. Daher ist es das Ziel einer urbane Biosphärenregion, einerseits Entwicklungen zu ermöglichen und andererseits die mit nachhaltigen Zielen einer Regionalentwicklung zu verbinden.
Der räumliche Umgriff ist derzeit noch offen. Ein Kerngebiet wird aber der länderübergreifende Naturpark Barnim sein und es spricht viel dafür, die Kulisse des Regionalparks Barnimer Feldmark einzubeziehen. Die ergebnisoffene Machbarkeitsstudie wird 2027 abgeschlossen. Daran wird sich dann ein politischer Prozess in der Region anschließen, um sich über Ziele einer nachhaltigen Regionalentwicklung abzustimmen. Die urbane Biosphärenregion könnte dafür ein geeignetes Instrument sein.
VII. Sachstand Problemhäuser allgemein
Die Anzahl der Problemimmobilien im Bezirk Pankow hat im Laufe des letzten Jahres deutlich zugenommen. Das Bezirksamt verfügt derzeit über keine adäquaten Handlungsmöglichkeiten, um in diesen Häusern rechtmäßige Vermietungszustände herzustellen.
Unter einer Problemimmobilie wird laut dem Berliner Handlungsleitfaden „ein nicht angemessen genutztes und/oder bauliche Missstände (Verwahrlosung) aufweisendes Wohngebäude verstanden, das negative Ausstrahlungseffekte auf sein Umfeld verursachen kann und das eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt oder den geltenden Vorschriften zu Umgang, Nutzung und Bewirtschaftung nicht entspricht oder städtebaulichen Entwicklungszielen bzw. wohnungspolitischen Zielsetzungen nicht entspricht.“ Zunehmend spielen Verwertungsinteressen von Eigentümern eine Rolle, die Wohnungen in befristete möbliertes Kurzzeitwohnen mit sehr hohen Mieten umwandeln. Dabei werden die Häuser systematisch und mit z.T. rabiaten Verdrängungsmethoden umgewandelt und die Mieterinnen und Mieter verdrängt.
Konkret haben wir in Pankow derzeit die Situation, dass sich zunehmend Mieterinnen und Mieter in solchen Gebäuden zusammenschließen, um in der Öffentlichkeit oder bei uns im Bezirksamt auf die z. T. unhaltbaren Wohnzustände in ihrem Haus hinzuweisen und um entsprechende Hilfestellung im Umgang mit den Eigentümern der Gebäude zu bitten. Ich unterstütze diese Prozesse durch Hausversammlungen und ermögliche es ggf. auch dadurch Mietergemeinschaften sich selbst zu organisieren. Dabei ist es mir wichtig, dass möglichst alle über einen Mietrechtschutz verfügen, meist durch eine Mitgliedschaft in einer der drei Mieterschutzorganisationen.
Wir stellen fest, dass es bei mehreren Häusern seitens der Eigentümer ein augenscheinlich vorsätzliches Vorgehen gibt, um das Leben für die Mieterinnen und Mieter schwierig bis unerträglich zu machen.
Zum Teil funktionieren Strom und Heizung nicht, zum Teil werden Wasserschäden nicht repariert, zum Teil haben wir es mit gefährlichen, offen liegenden Leitungen zu tun, zum Teil ist die Haustür nicht mehr schließbar, so dass ungesichert Fremde das Haus betreten können und zum Teil sind die Eigentümer oder Verwalter schwer oder gar nicht erreichbar.
Die Handlungsmöglichkeiten des Bezirks sind angesichts der Personal- und Finanzausstattungen in den betreffenden Ämtern sehr beschränkt. Innerhalb der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten versuchen wir trotzdem zu helfen. Ich persönlich lade nun regelmäßig, derzeit sogar im Wochentakt, zu Mieterversammlungen ein oder besuche die Häuser, um mir selbst ein Bild vor Ort zu machen. Dabei ist es mir wichtig, die Mieterinnen und Mieter über die Notwendigkeit zu informieren, privatrechtlich gegenüber dem Vermieter vorzugehen und die Beseitigung der Mängel anzumahnen. Ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen vermeidet dabei eine Vereinzelung und ein Drangsalieren durch den Eigentümer. In den meisten Fällen kann die Wohnungsaufsicht erst erfolgreich tätig werden, wenn diese Mängelbeschwerden erfolglos sind. Mir ist es wichtig, die Mieterinnen und Mieter über die Unterstützung durch die Mieterberatung und Mietervereine, über die Möglichkeiten und Grenzen der Behörden, über die aufwendigen
Verfahrenswege und die notwendigen Rechtswege aufzuklären.
Derzeit haben wir ein Gutachten beauftragt, um die notwendigen Schritte zu einer erfolgreichen Treuhänderschaft auszuarbeiten. Dieses wird bis Ostern vorliegen. Berlin ist das einzige Bundesland, das in einem Wohnungsaufsichtsgesetz die Treuhänderschaft vorsieht. Bisher ist es aber noch in keinem einzigen Fall gelungen, eine Treuhänderschaft nach dem Wohnungsaufsichtsgesetz auch umzusetzen. Aus meiner Sicht wird es notwendig sein in einem besonders krassen Fall eine Treuhänderschaft durchzusetzen, um so in den zahlreichen anderen Fällen auch glaubwürdig abschrecken zu können. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gesobau steht durch die Vermittlung von StS Herrn Machulik für eine entsprechende Treuhänderschaft zur Verfügung.
Unsere Wohnungsaufsicht im Stadtentwicklungsamt besteht derzeit aus zwei Stellen, was definitiv zu wenig ist, um auf breiter Fläche wirksam sein zu können. Mittlerweile wurde die Wohnungsaufsicht um eine weitere Stelle verstärkt. Ich werde mich auf Landesebene für eine weitere Stellenverstärkung einsetzen. Leider ist seit Februar jedoch nur eine Stelle besetzt.
Ich habe nun eine Steuerungsrunde initiiert, die monatlich tagen wird und in der sich der Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht mit der Gruppe Wohnungsaufsicht, der Fachbereich Stadterneuerung mit der Gruppe Zweckentfremdung und Milieuschutz und die Mieterberatung regelmäßig zusammenfinden werden, um ein wirksameres, gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren. Weiterhin ist es unser gemeinsame Ziel in unserer Abteilung, das Personal in diesen Bereichen zu stärken.
Sie verfolgen sicherlich die aktuellen Fälle von Problemimmobilien auch in den Medien bzw. haben möglicherweise ebenfalls Kontakt in die Mieterschaft.
VIII. Sachstand Berliner Straße 84
Einige der Mieterinnen und Mieter der Berliner Straße 84 haben Strafanzeige gegen den Eigentümer wegen Unterschlagung gestellt. Ich hatte sie dazu in der Mieterversammlung ermutigt. Der Eigentümer – ich hatte dazu berichtet – hatte die Vorauszahlungen für die Heiz- und Betriebskosten für Strom und Gas im letzten Jahr nicht an die Gasag und Stromnetz Berlin weitergeleitet und einbehalten. Daher wurde das Gas und der Strom von den Versorgern im letzten November abgestellt.
Mittlerweile hat das LKA-Wirtschaftskriminalität Kontakt mit mir aufgenommen und wir haben dem LKA weitere Beweismittel zur Verfügung gestellt. Ich hoffe sehr, dass die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlung gegen den Eigentümer aufnimmt.
IX. Sachstand Stargarder Straße 73
Nach einem Kellerbrand in dem sechsgeschossigen Wohnhaus am 24.01.2026 ist das gesamte Gebäude unbewohnbar. Beauftragte Firmen haben das Haus von den Medien Gas, Wasser und Strom getrennt.
Die Feuerwehr hatte die Bauaufsicht nicht zu dem Brandfall hinzugezogen, da sich aus dem Kellerbrand keine Probleme für die Bausicherheit ergaben. Zu dem genauen Zustand des Hauses liegen dem Bezirksamt daher aktuell keine genauen Informationen vor.
Ich selbst habe mich am 10.02.2026 mit den Mieterinnen und Mietern getroffen, da ich von ihnen angesprochen wurde, und habe mich über die Lage ausgetauscht. Meiner Informationen nach sind die Mieterinnen und Mieter derzeit nur deshalb wohnungslos, da für alle Gebäude auf dem Grundstück sämtliche Medien (Gas, Wasser, Strom) abgeschaltet worden sind. Ob diese Maßnahmen notwendig sind, kann ich nicht beurteilen. Die Mieterinnen und Mieter ziehen dies in Zweifel. Zudem ist z.T. in einige Wohnungen Ruß eingedrungen, der sehr giftig sein kann.
Die Mieterinnen und Mieter wiesen mich zudem auf möbliertes Kurzzeitwohnen hin. Aus ihrer Sicht beabsichtigt der Eigentümer, systematisch die alteingesessenen Mieterinnen und Mieter zu verdrängen. Die Befürchtung ist nun, dass die schwierige Lage von dem Eigentümer ausgenutzt wird. Ich werde mir hiervon selbst ein Bild machen und mich mit der Wohnungsverwaltung und dem Eigentümer in Verbindung setzen.
Das Amt für Soziales ist für die Bewohner*innen Ansprechpartner, wenn es um die Organisation erforderlicher Notunterkünfte geht. Die Soziale Wohnhilfe wurde auch unmittelbar nach dem Brand einbezogen und hat mehrere Mieterinnen und Mieter untergebracht. Grundsätzlich ist jedoch meiner Ansicht nach der Vermieter für die Unterbringung verantwortlich, mit dem die Mieterinnen und Mieter in einem gültigen Vertragsverhältnis stehen. Hier muss ich erkennen, dass der Vermieter dieser Aufgabe offensichtlich nicht nachkommt. Ich habe daher den Mieterinnen und Mietern dringend geraten, sich einen Rechtsbeistand zu besorgen.
Der Vermieter hat mit den Mieterinnen und Mietern einen Mietvertrag abgeschlossen. Er steht also in der Verpflichtung, sich an die vertraglichen Inhalte, die ihn betreffen, auch zu halten. Jetzt ist es wichtig, dass die Mieterinnen und Mieter ihre Ansprüche gegenüber dem Vermieter rechtssicher geltend machen. Leider scheint dies notwendig zu sein, da der Vermieter nach meinen Informationen keine unterstützenden Angebote macht. Ich kann nicht beurteilen, ob es notwendig ist, die Medien wie Gas, Wasser oder Strom für alle Gebäude zu trennen und welchen Aufwand es bedarf, um diese wieder herzustellen. Jedenfalls macht dies die Wohnungen unbewohnbar. Unklar scheint mir auch zu sein, inwiefern die Rußentwicklung durch den Brand die Bewohnbarkeit des Hauses derzeit unmöglich macht.
Mittlerweile steht die Bau- und Wohnungsaufsicht in Kontakt mit der Hausverwaltung, da sich eine Mieterin zu Beginn der letzten Woche an sie gewandt hatte. Die Hinweise für überhöhten Mieten nehme ich sehr ernst: Das Stadtentwicklungsamt wird dem Hinweis bzgl. der überhöhten Mietpreise daher auf jeden Fall nachgehen und entsprechende Prüfverfahren einleiten.
X. Güterbahnhof Greifswalder Straße 24.02.2026
In einem gemeinsamen Termin mit den Investoren wurden die aktuellen Abstimmungsstände mit der Hauptverwaltung sowie dem Landesdenkmalamt (LDA) zusammengetragen und erörtert.
Es wurde erläutert, dass die durch das geplante Vorhaben entstehenden Bedarfe an sozialer Infrastruktur derzeit vom Stadtentwicklungsamt aktualisiert werden. Auf Grundlage der zu erwartenden Ergebnisse soll eine Lösung zur Zuordnung der erforderlichen Grundschulplätze entwickelt werden.
Darüber hinaus berichtete der Vorhabenträger, dass sowohl Wettbewerbsteilnehmende als auch koordinierende Büros bereits angefragt wurden. Sobald ein Wettbewerbskoordinierungsbüro ausgewählt ist, wird eine Leistungsbeschreibung zu erstellen sein; hierfür werden derzeit erste Rahmenbedingungen erarbeitet.
XI. Sanierungsbeirat Langhansstraße am 24.02.2026
Die Stadtteilvertetung (STV) äußerte den Wunsch, stärker in die Prozesse im Sanierungsgebiet Langhansstraße eingebunden zu werden. Sie trug ihre Sorge vor, dass die Information zu den Konzepten erst nach fortgeschrittener Bearbeitung und Abstimmung (Abschluss der Eigentümergespräche) zu spät kommt, um eine effektive Beteiligung der STV zu gewährleisten.
Der Fachbereich Stadterneuerung stellte den aktuellen Stand der geplanten Spielplatzfläche B2 (Jacobsohnstraße/Langhansstraße) vor. Nach Abstimmung zwischen UmNat und SGA im Dezember 2025 werden aktuell die ersten Ausgleichsmaßnahmen aus der artenschutzrechtlichen Untersuchung hergestellt: zunächst im Erich-Weinert-Park, später auch auf der Fläche selbst. Es ist noch zu klären wo bzw. wie die Errichtung der geforderten Brut- und Nistkästen auf der Fläche erfolgen wird. Nach Umsetzung der ersten Ausgleichsmaßnahmen kann mit der Flächenfreilegung begonnen werden.
Hinsichtlich des Tags der Städtebauförderung am 09.05.2026 ist eine Baustellenbesichtigung des Neubaus der Jugendfreizeiteinrichtung Maxim geplant. Derzeit laufen die Abstimmungen mit dem Fachbereich Hochbau zum genauen Ablauf.
XII. 10. Sitzung des Bündnisses für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen am 25.02.2026
Die Berichterstattung erfolgt in der nächsten Ausschusssitzung.
XIII. Auftaktgespräch Denkmalpflegeplan Freianlagen Wohnstadt Carl Legien am 25.02.2026
Die Berichterstattung erfolgt in der nächsten Ausschusssitzung.
gez. Cornelius Bechtler