"Pankower Tor" - Städtebauliche Planung für den ehemaligen Güter- und Rangierbahnhof Pankow

Pankower Tor Titel

Einführung

Beim „Pankower Tor“ handelt es sich um die Flächen des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhofs Pankow. Er wurde 1996 stillgelegt.
Im Herbst 2010 hat ein Einzeleigentümer das Gelände des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhof Pankow erworben. Seitdem werden die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gelände in verschiedenen Gremien und auf verschiedenen Ebenen diskutiert.
Das Plangebiet hat eine Größe von ca. 34,3 ha und gliedert sich in drei Teilbereiche. Sie werden durch die Berliner Straße und die Prenzlauer Promenade unterteilt.

Planungsstand

Ziel und Zweck der Planung ist, eine geordnete städtebauliche Entwicklung der Flächen des ehemaligen Rangierbahnhofs Pankow planungsrechtlich zu ermöglichen. Das von der Krieger Handel SE vorgelegte Konzept zur Flächenaufteilung des Areals, das sowohl beim Bezirk als auch bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in seinen Grundzügen Zustimmung erhalten hat, war Grundlage für die Verhandlung einer Grundsatzvereinbarung zwischen Bezirksamt Pankow, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und Krieger Handel SE, die im April 2018 geschlossen wurde. Es besteht Einigkeit darüber, dass auf der zentral im Bezirk Pankow gelegenen Fläche die Stadt nachhaltig fortentwickelt werden soll. Die Flächenaufteilung des Areals sieht gemäß Grundsatzvereinbarung vorläufig folgende Planungen vor:
  • Das Gebiet zwischen Mühlenstraße und Berliner Straße soll als Grünfläche mit Durchwegung und Fahrradparkhaus entwickelt werden.
  • Östlich der Berliner Straße soll das Hauptzentrum Pankow (Berliner Straße/ Breite Straße) als anspruchsvolles urbanes Stadtquartier mit hoher Nutzungsintensität, zusätzlichen Verkaufsflächen und Wohnungen weiterentwickelt werden.
  • Östlich anschließend soll ein urbanes und sozial gemischtes Wohnquartier und ein Grundschulstandort entwickelt werden.
  • Westlich der Prenzlauer Promenade soll ein Fachmarktstandort für Möbel entstehen.
  • Für das Gebiet östlich der Prenzlauer Promenade sollen noch städtebaulich sinnvolle und wirtschaftlich tragfähige Nutzungsvorstellungen entwickelt werden.

Bauleitplanung

Für die Entwicklung des Gebiets ist die Aufstellung von Bebauungsplänen erforderlich, da sich die ehemaligen Eisenbahnflächen durch die Entwidmung als Bahnfläche im Außenbereich gemäß § 35 BauGB befinden und die beabsichtigten Vorhaben planungsrechtlich derzeit nicht zulässig sind.

Aktueller Stand

Kurz vor Weihnachten gab es ein Spitzengespräch mit Vertretern des Senates, des Bezirksamtes und der Krieger Handel SE. Ziel des Treffens war die Feinabstimmung wichtiger Vorgaben für den weiteren Planungsprozess. Insbesondere für das geplante urbane Quartier direkt am S- und U-Bahnhof Pankow (Berliner Straße) wurden wichtige Eckdaten vereinbart.
Die Überführung dieser Vereinbarungen in einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Baurecht dar. Das Bezirksamt Pankow bereitet derzeit im Auftrag der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einen Aufstellungsbeschluss vor.
Die nächste wichtige Etappe ist dann die Erarbeitung eines Masterplanes für das Pankower Tor, der mithilfe eines konkurrierenden Workshop-Verfahrens in diesem Jahr in Angriff genommen wird. Wichtige Erkenntnisse aus noch laufenden Untersuchungen wie dem Mobilitätskonzept fließen bis zuletzt ein.
Im Rahmen des Workshop-Verfahrens werden eine Bürgerwerkstatt, eine Kiez-Tour und ein 2. Online-Dialog stattfinden. Nach dem Abschluss des Verfahrens ist eine öffentliche Informationsveranstaltung vorgesehen. Sobald die Termine bekannt sind, können diese auf pankower-tor.de abgerufen werden. Dort ist auch der aktuelle Newsletter zum Projekt einsehbar.

Ansprechpartner

Für weitergehende Informationen steht Ihnen seitens des Stadtentwicklungsamtes des Bezirks Pankow, Fachbereich Stadtplanung, Herr Hans Gellert, zur Verfügung:
Tel.: (030) 902954276
Mail: hans.gellert@ba-pankow.berlin.de