05 Newsletter - Was wir seit 2023 bewegt haben - Meine Highlights für Lichtenberg

Filiz sitzt quer

Liebe Lichtenberger:innen,

seit Dezember 2021 darf ich als Bezirksstadträtin Verantwortung für Lichtenberg tragen. Nach der Wiederholungswahl im April 2023 begann für mich noch einmal ein neues Kapitel. Ich wechselte von Schule, Sport und Facility Management zum Straßen- und Grünflächenamt, zum Umwelt- und Naturschutzamt sowie zum Ordnungsamt und Amt für Regionalisierte Ordnungsaufgaben.

Das war ein großer Wechsel. Und er hat mir noch einmal sehr deutlich gezeigt: Ich bin aus Leidenschaft Bezirksstadträtin. Mein Herz brennt für Lichtenberg – unabhängig der Bereiche, die ich verantworten darf.

Denn egal, ob es um einen sicheren Schulweg, einen neuen Park, den Schutz unserer Natur oder um den öffentlichen Raum geht: Am Ende entscheidet sich vor unserer Haustür, wie gut das Zusammenleben in unserem Bezirk funktioniert.

Dabei ist mir wichtig zuzuhören. Politik darf nicht nur diejenigen hören, die laut sind, gut vernetzt oder besonders gut darin, ihre Interessen zu vertreten. Kinder gehören genauso an den Tisch wie Menschen, die im Alltag auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

Gerade beim Verkehr treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Nicht jede Entscheidung gefällt allen. Das gehört dazu. Meine Aufgabe ist es, Argumente ernst zu nehmen und abzuwägen. Irgendwann muss Politik aber auch entscheiden und Verantwortung dafür übernehmen.

Seit April 2023 haben wir viel bewegt. In diesem Newsletter möchte ich Ihnen einige meiner persönlichen Highlights zeigen. Es ist keine vollständige Aufzählung. Wer tiefer einsteigen möchte, findet deshalb an vielen Stellen Links mit weiteren Informationen.

Noch eine wichtige Korrektur vorab: In meine Zwischenbilanz 2026 hat sich ein kleiner, aber bedeutender Fehler eingeschlichen. Für die Herstellung der ersten vier Bushaltestellen der geplanten Kiezbuslinie im Wohngebiet der Frankfurter Allee Nord stehen 360.000 Euro zur Verfügung, nicht wie auf Seite 8 angegeben 36.000 Euro. Damit erhöht sich auch die auf Seite 9 genannte Gesamtsumme der zusätzlich eingeworbenen Mittel für Lichtenberg auf rund 1,2 Millionen Euro. Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen.

Seit April 2023 in Zahlen

  • 7,7 Kilometer Radverkehrsinfrastruktur fertiggestellt, im Bau oder konkret geplant
  • mehr als 150 Maßnahmen für mehr Sicherheit für Fußgänger:innen
  • 56 Bordsteine abgesenkt, weitere 26 in Planung
  • 18 Spielplätze erneuert, modernisiert oder aufgewertet, zwei weitere im Bau
  • mehr als 12.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt, weitere 2.250 qm werden aktuell entsiegelt
  • 922 Bäume über Stadtbaumkampagne sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gepflanzt
  • 7 Grünanlagen erneuert oder modernisiert
  • 13 Standorte mit neuen Fitness- und Bewegungsangeboten
  • 3 Flächen dauerhaft für legales Graffiti freigegeben

Sicher unterwegs in Lichtenberg

Anradeln Titel

7,7 Kilometer neue Infrastruktur für den Radverkehr

Eine meiner größten Anstrengungen der vergangenen Jahre galt dem Radverkehr. Das voranzubringen, war nicht immer einfach. Projekte wurden auf Landesebene gestoppt oder verzögert. Gleichzeitig fehlt uns dauerhaft die Hälfte unserer Planungskapazität, weil eine von zwei Radverkehrsplaner:innen zur Senatsverwaltung wechselte und wir die Stelle nicht nachbesetzen konnten, bis sie eingespart wurde.

Trotzdem haben wir weitergemacht.

Insgesamt haben wir seit April 2023 rund 7,7 Kilometer geschützte Radwege und Fahrradstraßen geschaffen, bzw. diese befinden sich im Bau oder konkret in Planung. Dazu gehören die Fahrradstraßen auf dem Hönower Weg, in der Rüdickenstraße und in der Hansastraße/Cäsarstraße/Römerweg sowie der Radweg in der Scheffelstraße, in der Schottstraße, auf der B1 / Alt-Friedrichsfelde, aber auch in der Hansastraße.

Besonders freue ich mich über den geschützten Radweg in der Siegfriedstraße. Das Projekt wurde in 2023 zunächst durch die zuständige Verkehrssenatorin (CDU) gestoppt. Gemeinsam mit vielen Engagierten haben wir uns dafür eingesetzt, dass der Radweg trotzdem kommt. Heute gibt es dort auf beiden Straßenseiten jeweils rund 500 Meter geschützten Radweg.

Alle Radverkehrsprojekte seit 2023 im Überblick

04 Rathausstraße mit Filiz

Mehr als 150 Maßnahmen für Sicherheit zu Fuß

Zu Fuß sind wir fast alle unterwegs. Auf dem Weg zur Schule, zum Einkaufen oder zur nächsten Haltestelle. Deshalb müssen unsere Straßen und Gehwege sicher und möglichst barrierefrei sein.

Seit 2023 haben wir mehr als 150 Maßnahmen für mehr Sicherheit für Fußgänger:innen umgesetzt. Dazu gehören neue Zebrastreifen und Mittelinseln, Gehwegvorstreckungen, erneuerte Gehwege sowie abgesenkte Bordsteine.
In der Sewanstraße haben wir inzwischen zwei neue Zebrastreifen mit Mittelinseln gebaut – jeweils direkt an Grundschulen. Weitere Fußgängerüberwege entstehen aktuell an der Schottstraße/Fanningerstraße/Alfredstraße und an der Robert-Siewert-Straße.

Auch kleinere bauliche Veränderungen können viel bewirken. Gehwegvorstreckungen verbessern beispielsweise die Sicht an Kreuzungen. Das ist gerade für Kinder wichtig, weil sie aufgrund ihrer Körpergröße leichter übersehen werden.

Mehr über unsere Maßnahmen für sicheren Fußverkehr

Barrierefreiheit entscheidet sich manchmal an wenigen Zentimetern. Deshalb haben wir seit 2023 bereits 56 Bordsteine abgesenkt. Weitere 26 sind in Planung. Dabei stimmt sich unser Straßen- und Grünflächenamt mit dem Bezirksbeirat von und für Menschen mit Behinderungen ab.

Nicht jede Verbesserung fällt sofort auf. Aber ein abgesenkter Bordstein oder eine bessere Sicht an einer Kreuzung kann im Alltag den entscheidenden Unterschied machen.

Eine ausführliche Übersicht der Maßnahmen für höhere Sicherheit von Fußgänger:innen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Große Anfrage 2023 für 2024

Pressemitteilung Verkehrssicherheit von Fußgänger:innen in Lichtenberg im Fokus

Pressemitteilung Straßensanierungen und Bordsteinabsenkungen in Lichtenberg 2025

Pressemitteilung Lichtenberg investiert rund 4,4 Millionen Euro in leistungsfähige Straßen und barrierefreie Wege

Dialogdisplays

Schul- und Kitawege sicherer machen

Kinder brauchen auf ihren täglichen Wegen besonderen Schutz. Deshalb sind sichere Schulwege für mich seit Jahren ein Schwerpunkt.

Bereits als Schulstadträtin hatte ich die AG Schulwegsicherheit reaktiviert. Heute führe ich sie als Verkehrsstadträtin weiter. Schulgemeinschaften beraten dort gemeinsam mit Polizei und Verwaltung über konkrete Gefahrenstellen und mögliche Lösungen.

Vor der Robinson-Grundschule im Weitlingkiez, an der Schule an der Victoriastadt und vor der Kita Krokofant haben wir Straßenabschnitte so verändert, dass Poller den Durchgangsverkehr verhindern und somit Kinder sicherer unterwegs sein können.

Dazu kommen die neuen Zebrastreifen in der Sewanstraße, Gehwegvorstreckungen und inzwischen 30 Dialog-Displays insbesondere an Grundschulen. Auch das Ordnungsamt kontrolliert regelmäßig vor Schulen. Ich begleite die Kolleg:innen dabei immer wieder selbst.

Manchmal braucht Verkehrssicherheit auch pragmatische Lösungen. Auf dem Schulweg zur Sonnenuhr-Schule haben wir eine Gehwegvorstreckung mit Markierungen und Pollern umgesetzt. Sie kostet deutlich weniger als ein vollständiger baulicher Umbau und verbessert trotzdem die Sicht.

Unsere Maßnahmen für sichere Schulwege

Weitlingkiez

Weniger Durchgangsverkehr in unseren Wohnkiezen

Viele Menschen wünschen sich ruhigere und sicherere Wohnstraßen.

Im Kaskelkiez haben wir Ende 2023 die Stadthausstraße für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt. Vorausgegangen war ein Einwohnerantrag, den die BVV beschlossen hatte. Die Maßnahme wurde kontrovers diskutiert. Deshalb haben wir ihre Wirkung untersuchen lassen.

Die Zahlen zeigen: Die Sperrung für den Autoverkehr reduziert den Durchgangsverkehr im Kaskelkiez deutlich. Davon profitieren auch Kinder auf ihrem Weg zur Schule an der Victoriastadt.

Für mich zeigt der Kaskelkiez, wie wir mit Veränderungen im öffentlichen Raum umgehen sollten: zuhören, Entscheidungen nachvollziehbar erklären und anschließend überprüfen, ob sie wirken.

Fragen und Antworten zur Verkehrsberuhigung im Kaskelkiez

Im Weitlingkiez gehen wir den nächsten Schritt. Eine Verkehrsuntersuchung zeigt, dass je nach Bereich 20 bis 45 % des Verkehrs im Nebenstraßennetz Durchgangsverkehr sind. Gemeinsam mit der Nachbarschaft entwickeln wir nun konkrete Maßnahmen.

Beteiligung zur Verkehrsberuhigung im Weitlingkiez

Auch in Alt-Lichtenberg Ost haben wir eine Verkehrsuntersuchung auf den Weg gebracht. Die Beteiligungsveranstaltung wird im Herbst stattfinden.

Mehr Grün und Klimaanpassung für Lichtenberg

Entsiegelte Kanalstraße Zentralfriedhof Friedrichsfelde

Mehr Grün statt Asphalt: rund 14.250 Quadratmeter weniger versiegelte Fläche

Seit April 2023 haben wir in Lichtenberg mehr als 12.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt. Weitere rund 2.250 Quadratmeter sind am Vorplatz des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde werden aktuell entsiegelt.

Hinter dieser Zahl stehen viele konkrete Orte. Zu den größeren Projekten gehören der Betriebsbahnhof Rummelsburg, die Grünverbindung an der Wartenberger Straße und der Rudolf-Seiffert-Park. Am Zentralfriedhof Friedrichsfelde haben wir allein im Zuge der Erneuerung der Kanalstraße 2.640 Quadratmeter entsiegelt sowie 9.000 Blumenzwiebeln entlang der Straße gepflanzt.

Warum wir das machen? Versiegelte Flächen heizen sich im Sommer stark auf und lassen kaum Wasser in den Boden. Wenn wir Asphalt und Beton zurückbauen, kann Regenwasser wieder versickern. Gleichzeitig entsteht neuer Raum für Grün.

Für mich muss Klimaanpassung vor Ort sichtbar und spürbar werden.

Und wir machen weiter. Unter anderem an der Gudrunstraße, im Landschaftsschutzgebiet Herzberge, am Eugeniu-Botnari-Platz und beim Grünen Gleisbogen gibt es weiteres Potenzial für Entsiegelung.

Unsere Entsiegelungsbilanz seit 2023

Weitere Pressebeiträge zu unserer Entsiegelungsbilanz:

Tagesspiegel

TAZ

Eröffnung sanierter Vorplatz im Regen

Schwammstadt: Regenwasser dort halten, wo es fällt

Entsiegeln allein reicht aber nicht. Entscheidend ist auch, was anschließend mit dem Regenwasser passiert.

Das Prinzip der Schwammstadt ist einfach: Regenwasser soll möglichst dort bleiben, wo es fällt. Statt direkt in die Kanalisation zu fließen, kann es versickern und dem Boden sowie den Pflanzen zugutekommen.

Wie das ganz praktisch funktioniert, kann man inzwischen an mehreren Orten in Lichtenberg sehen.

Am Roedeliusplatz haben wir den Platz so umgestaltet, dass er heute sicherer ist und Regenwasser direkt vor Ort versickern kann. Auch der neu gestaltete Vorplatz des Fennpfuhlparks hält Regenwasser vor Ort. Gleichzeitig haben wir dort die Barrierefreiheit verbessert.

Ein besonders großes Projekt entsteht am Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Der bislang überwiegend als Parkplatz genutzte Vorplatz wird entsiegelt und zu einem grünen Quartiersplatz umgebaut. Neue Bäume und bepflanzte Mulden sollen Regenwasser aufnehmen. Gleichzeitig entsteht ein würdigerer Eingang zum Zentralfriedhof und zur Gedenkstätte der Sozialisten.

Das Konzept wurde beim REGENIAL-Wettbewerb 2024 der Berliner Regenwasseragentur als eines von zehn Projekten ausgezeichnet.

Das zeigt: Schwammstadt ist kein abstraktes Zukunftsmodell. Sie entsteht schon heute ganz konkret vor Ihrer Haustür in Lichtenberg.

Grünanlage 1

Mehr Bäume und wertvolle Stadtnatur schützen

Klimaanpassung bedeutet für mich aber auch, das Grün zu schützen, das wir bereits haben, und neues zu schaffen.

Von 2023 bis 2026 wurden über die Stadtbaumkampagne sowie aus Ausgleichs- und Ersatzmitteln 922 Bäume in Lichtenberg gepflanzt. Hinzu kommen weitere Bäume, die im Zuge von Bau- und Sanierungsmaßnahmen neu gepflanzt wurden.

Gerade mit Blick auf heißere Sommer brauchen wir mehr Bäume in unseren Kiezen. Sie spenden Schatten und kühlen ihre Umgebung. Junge Bäume brauchen allerdings geeignete Standorte und über Jahre gute Pflege. Deshalb zählt nicht allein die Zahl der Pflanzungen. Entscheidend ist, dass die Bäume langfristig anwachsen und erhalten bleiben.

Genauso wichtig ist der Schutz unserer bestehenden Naturräume.

Ein persönliches Highlight war für mich die Ausweisung der Wartenberger und Falkenberger Feldflur als Landschaftsschutzgebiet im Jahr 2023. Damit wurde eine wertvolle Landschaft im Norden unseres Bezirks dauerhaft geschützt.

In der Rummelsburger Bucht haben wir die Zusammenarbeit mit dem NABU Berlin erneuert. Gemeinsam geht es darum, wertvolle Biotope naturnah zu pflegen und weiterzuentwickeln. Die NABU-AG Rummelsburger Bucht leistet dabei seit Jahren wichtige ehrenamtliche Arbeit. 2025 haben wir dieses Engagement mit dem Lichtenberger Umwelt- und Naturschutzpreis gewürdigt.

Am Obersee konnten wir eines der größten Gewässerschutzprojekte der vergangenen Jahre abschließen. Rund 1,8 Millionen Euro haben wir aus dem Kleingewässerprogramm für die Entschlammung der östlichen Bucht eingeworben. Die Maßnahme verbessert die Wasserqualität und sichert die Funktionsfähigkeit der Seewasserfilteranlage.

Alles zur Entschlammung und ökologischen Aufwertung des Obersees

Ob Straßenbaum, Park oder geschütztes Biotop: Stadtnatur ist ein wichtiger Teil unserer Lebensqualität. Deshalb möchte ich sie erhalten und dort, wo es möglich ist, wieder mehr Raum für sie schaffen.

Öffentlicher Raum für alle Generationen

09 Vision Filiz rutscht

Kinder zuerst: 18 Spielplätze modernisiert oder neu gebaut

Seit 2023 haben wir 18 öffentliche Spielplätze modernisiert, neu gebaut oder mit zusätzlichen Angeboten aufgewertet. Zwei weitere entstehen aktuell an der Ehrenfelsstraße/Ingelheimer Straße und im Gutspark Falkenberg.

Besonders freue ich mich über den Wasserspielplatz an der Wilhelm-Guddorf-Straße. Viele Familien erzählen mir, wie gern ihre Kinder dort spielen und wie wertvoll das Wasser gerade an heißen Sommertagen ist.
Und es soll einen weiteren geben. Für einen Wasserspielplatz an der Landsberger Allee 225/227 konnten wir zusätzliche Mittel sichern. Ende August 2026 wurden die Planungsleistungen vergeben. Nach aktuellem Terminplan wird ein Baubeginn in 2027 angestrebt.

Alle seit 2023 erneuerten und modernisierten Spielplätze

Auch Hitze spielt bei der Gestaltung unserer Spielplätze eine immer größere Rolle. Deshalb haben wir auf zwölf Spielplätzen Sonnensegel aufgestellt. Sie schaffen Schatten dort, wo Kinder ihn brauchen.

Weitere Pressebeiträge zu unseren Sonnensegeln:
Aktuelles Infoblatt Klimaanpassung beginnt im Alltag

Mit diesen Maßnahmen geht Lichtenberg bei der Klimaanpassung auf Spielplätzen voran. Auch andere Berliner Bezirke schauen auf unsere Erfahrungen. Das zeigt: Klimaanpassung beginnt ganz praktisch im Kiez. Auf dem Spielplatz, im Park und überall dort, wo Menschen an heißen Tagen Schutz und Erholung suchen.

05 Rudolf-Seiffert-Park

Sieben Parks und Grünanlagen erneuert

Grünanlagen sind die Wohnzimmer unserer Kieze.
Seit 2023 haben wir sieben Parks und Grünanlagen erneuert oder aufgewertet:

Römerweg, umgesetzt als Azubi-Projekt
Küstriner Straße
Parkstadt Karlshorst
Einbecker Straße
Lisztstraße/Ilsestraße
Erieseering
Rudolf-Seiffert-Park

Ein besonderes Augenmerk möchte ich auf den Rudolf-Seiffert-Park im Fennpfuhl legen. Insgesamt wurden rund 14.100 Quadratmeter Parkfläche komplett erneuert, neu geordnet, barrierefreier gestaltet. Davon haben wir 2.000 Quadratmeter entsiegelt. Größere Wiesenflächen können nun Regenwasser aufnehmen und tragen an heißen Tagen zu einem angenehmeren Mikroklima bei.

Hinzu kamen weitere Sitzgelegenheiten, eine Calisthenics-Anlage und zusätzliche Tischtennisplatten. Auch der Bodenbelag an der beliebten Plansche wurde vollständig erneuert.

So ist ein Park für alle Generationen entstanden: mit mehr Platz für Erholung, Bewegung und Begegnung. Die Entsiegelung macht den Rudolf-Seiffert-Park zugleich zu einem wichtigen Projekt für die Klimaanpassung im Fennpfuhl.

Besonders freue ich mich über das Projekt am Römerweg, bei dem unsere Auszubildenden ihr Können ganz praktisch unter Beweis gestellt haben. An dieser relativ kleinen Fläche in Karlshorst hat sich die Aufenthaltsqualität merklich verbessert. Lassen Sie sich doch gern selbst davon überzeugen.

Gepflegte Grünanlagen schaffen Raum für Erholung und Begegnung direkt vor der Haustür. Sie verbessern das Stadtklima und erhöhen die Lebensqualität im Kiez.

Fitnessgeräte am Rosenfelder Ring

Bewegung im Kiez: neue Fitnessangebote an 13 Standorten

Sport und Bewegung sollen nicht am Geldbeutel scheitern. Deshalb haben wir seit 2023 an 13 Standorten neue Fitnessgeräte und Calisthenics-Angebote geschaffen.

Neue Fitness- und Bewegungsangebote wurden am Karl-Philipp-Moritz-Weg 63, in der Nöldnerstraße 45, an der Trendsportanlage in der Darßer Straße, an der Küstriner Straße 56–58/Ecke Strausberger Straße, in der Tasdorfer Straße 43–46, im Seepark an der Müritzstraße 31, in der Sewanstraße 251, in der Georg-Klingenberg-Straße 8, im Bereich Wilhelm-Guddorf-Straße/Schulze-Boysen-Straße, im Grünzug an der Rudolf-Seiffert-Straße 53, am Zoschke-Stadion in der Ruschestraße sowie in der Huronseestraße 58–78 geschaffen.

So bringen wir Bewegung direkt in die Kieze. Ohne Anmeldung, ohne Mitgliedsbeitrag und für unterschiedliche Trainingsziele.

Einen Überblick über Fitnessgeräte im Öffentlichen Raum

Besonders hervorheben möchte ich den neuen Trimm-Dich-Pfad am Rosenfelder Ring. Weil der bisherige Standort für einen dringend benötigten Schulneubau gebraucht wird, haben wir die vorhandenen Fitnessgeräte nicht aufgegeben. Wir haben sie umgesetzt und das Angebot erweitert. Auch Wege und Sitzbereiche wurden erneuert. Zudem werten neue Bäume den Ort zusätzlich auf. Regenwasser kann direkt in angrenzende Pflanzflächen fließen und dort versickern.

Für das Projekt konnten wir 200.000 Euro Sondermittel einwerben. Die gesamte Planung übernahmen die Mitarbeitenden unseres Straßen- und Grünflächenamtes selbst.

So blieb ein beliebtes, kostenfreies Sportangebot im Kiez erhalten.

06 Graffiti

Jugendliche brauchen Platz: Skaten, Graffiti und eigene Orte im Kiez

Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich treffen, bewegen und kreativ sein können. Entscheidend ist für mich, ihre Wünsche ernst zu nehmen.

Die Skateanlage am Weißenseer Weg im Fennpfuhlpark war stark abgenutzt. Vor der Sanierung haben wir deshalb die Nutzer:innen gefragt, was sie brauchen. Diese Rückmeldungen flossen in die Planung ein. Für rund 423.000 Euro entstand ein moderner Skatepark, den wir im Juni 2024 eröffnet haben.

Auch hinter dem Nachbarschaftshaus Orangerie („Kiezspinne“) haben wir auf einen Wunsch aus der Skate-Community reagiert und zwei neue Skate-Element aufgestellt.

2025 kamen drei dauerhaft freigegebene Flächen für legales Graffiti hinzu. Auch diese Standorte gehen auf Wünsche aus der Community zurück.

Solche Projekte zeigen: Auch Jugendlichen gehört natürlich der öffentliche Raum. Sie sollen ihn nutzen und mitgestalten können.

Filiz mit Hund an Zaunanlage

Auch Hunde brauchen ihren Platz: 3.000 qm neues Hundefreilaufgebiet

Ich habe mich dafür eingesetzt, dass wir nun endlich seit Anfang 2025 an der Gürtelstraße ein neues Hundefreilaufgebiet haben. Gegenüber dem Wohngebiet Frankfurter Allee Süd haben wir rund 3.000 Quadratmeter Grünfläche für Ihre Hunde eingezäunt.

Dort können Hunde ohne Leine laufen. Bänke unter Bäumen bieten auch ihren Halter:innen einen angenehmen Ort zum Verweilen.

Mir war wichtig, ein solches Angebot wohnortnah zu schaffen. Dafür habe ich mich um zusätzliche Mittel gekümmert. So ist an der Gürtelstraße ein neuer Treffpunkt für die Nachbarschaft entstanden.

Ich bin noch nicht fertig

05-18 Gemeinschaftsgarten Fennpfuhl Titel

Seit April 2023 haben wir viel geschafft. Zugleich bleiben Aufgaben offen. Einige Projekte sind bereits geplant oder im Bau. Bei anderen müssen wir weiter um Geld oder notwendige Zustimmungen kämpfen.

Der Kiezbus muss endlich im Wohngebiet Frankfurter Allee Nord fahren. Nach drei Jahren Wartezeit hat die Senatsverwaltung 360.000 Euro für die ersten vier Haltestellen in der Gotlindestraße endlich bereitgestellt. Weitere Haltestellen sind geplant. Mein Ziel bleibt, dass insbesondere ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen im Wohngebiet besser an S- und U-Bahn angebunden werden. Das kommt allen zugute.

Weitere Schulwege müssen sicherer werden. Neue Zebrastreifen und Gehwegvorstreckungen sind bereits geplant. Auch viele weitere Bordsteine wollen wir absenken.

Das Radverkehrsnetz muss weiter wachsen. An der Schottstraße und Alfredstraße laufen bereits die Bauarbeiten für einen geschützten Radweg. Weitere Projekte sind unter anderem in der Hansastraße, auf der B1 / Alt-Friedrichsfelde, in der Schlichtallee und mit neuen Fahrradstraßen z.B. An der Bucht vorgesehen.

In unseren Wohnkiezen geht die Arbeit weiter. Im Weitlingkiez entwickeln wir gemeinsam mit der Nachbarschaft konkrete Maßnahmen, um den Kiez lebenswerter zu gestalten – befreit von hohem Durchgangsverkehr. In Alt-Lichtenberg Ost läuft ebenfalls aktuell eine Verkehrsuntersuchung für mehr Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit.

Auch bei der Klimaanpassung haben wir noch viel vor. Schulhöfe sollen grüner werden und Regenwasser besser aufnehmen können. Am Eugeniu-Botnari-Platz vor dem Bahnhof Lichtenberg wollen wir Asphalt reduzieren und einen grüneren, einladenderen Ort schaffen. Weitere Spielplätze – wie etwa der Wasserspielplatz (Landsberger Allee 225/227) – und Grünanlagen sind bereits in Planung oder im Bau.

Ich möchte diese Projekte weiter voranbringen. Schließlich geht nicht alles sofort. Aber jedes umgesetzte Projekt zeigt, dass sich Beharrlichkeit lohnt.

Gemeinsam für Lichtenberg

Seit April 2023 haben wir gemeinsam viel bewegt. Manche Veränderungen sind groß und weithin sichtbar. Andere zeigen ihre Wirkung jeden Morgen auf dem Schulweg oder wenn Menschen mit Rollstuhl einen abgesenkten Bordstein nutzen können.

Viele Entscheidungen haben wir direkt vor Ort mit Lichtenberger:innen besprochen. Nicht immer waren alle einer Meinung. Mir war wichtig, zuzuhören, unterschiedliche Interessen abzuwägen und Entscheidungen nachvollziehbar zu erklären. Rückmeldungen aus der Nachbarschaft haben viele unserer Projekte besser gemacht.

Hinter all diesen Projekten stehen Menschen. Mein besonderer Dank gilt deshalb den Kolleg:innen in meinen Ämtern. Ohne ihre Fachkenntnis und ihre tägliche Arbeit wäre diese Bilanz nicht möglich. Gerade bei knappen Mitteln und fehlendem Personal leisten sie viel für unseren Bezirk.

Ebenso danke ich den vielen Lichtenberger:innen, Initiativen und Vereinen, die sich eingebracht haben. Sie haben auf Probleme aufmerksam gemacht, kritisch nachgefragt und Ideen für ihren Kiez mit uns geteilt.

Wer noch tiefer einsteigen möchte, findet in meinen bisherigen Newslettern viele weitere Projekte und Hintergründe:

Rückblick April 2023 bis April 2024

Rückblick auf die zweite Hälfte 2024

Mein Jahresrückblick 2025

Meine Zwischenbilanz 2026

Vielen Dank für das Vertrauen, das Sie mir bisher entgegengebracht haben.

Bis bald!

Ihre
Filiz Keküllüoğlu
Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz