Beauftragte für Menschen mit Behinderung

Wegweiser mit Inklusion und Ausgrenzung
Bild: stockWERK - Fotolia.com

Aufgaben der Beauftragten

Frau Herlitze
Frau Herlitze
Bild: Bezirksamt Lichtenberg
  • Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderung im Bezirk.
  • Individuelle Beratung für Menschen mit Behinderung und Beratung über die Zuständigkeit von Ämtern.
  • Unterstützung von Vereinen, freien Trägern und Selbsthilfegruppen
  • Mitarbeit in Gremien zur Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderung
  • Beratung bei baulicher Gestaltung

Bezirksbeirat von und für Menschen mit Behinderung

Link zu: Bezirksbeirat von und für Menschen mit Behinderung
Bild: Siegurd Seifert

Aktuelles

Vierter Inklusionspreis: Pfeffersport e.V. erhält Trophäe

Bildvergrößerung: Gruppenbild von der Verleihung des vierten Inklusionspreises
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung wurde im Kulturhaus Karlshorst der vierte Lichtenberger Inklusionspreis verliehen. Die Vergabe stand unter dem Motto „Inklusion im Sport“. Pfeffersport e.V. ist der diesjährige Gewinner des Inklusionspreises.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) erklärt: „Wir wollen Inklusion in allen Bereichen – auch durch Sport. Der Internationale Tag für Menschen mit Behinderung ist dafür ein Ansporn. Mit dem diesjährigen Inklusionspreis ehren wir eine Initiative, die sich eben das vorgenommen hat – Pfeffersport ermöglicht gemeinsames und gleichberechtigtes Sporttreiben für alle.“

Pfeffersport e.V. bietet im Bezirk Lichtenberg inklusive Sportangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Eines der Pilotprojekte heißt „Rollisport bewegt Schule“ (mehr Infos): 2013 startete Pfeffersport zusammen mit dem Hohenschönhausener Barnim-Gymnasium diese Aktion. Dabei kommt der inklusive Sportverein einmal im Jahr in das Barmin-Gymnasium mit knapp 30 Rollstühlen im Gepäck und zwei Übungsleitenden, von denen mindestens einer ein Handicap hat. Schülerinnen und Schüler, die laufen können, dürfen an diesem Tag Rollstühle als Sportgeräte ausprobieren. Durch diesen Perspektivwechsel baut der Verein Barrieren zwischen behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern ab. Zusätzlich werden Kinder für den inklusiven Sport gewonnen und begeistert – insbesondere für Rollstuhlsportangebote im Verein.

In einem weiteren Projekt zeigen Vereinstrainer, wie sich Menschen mit Behinderung mit Hilfe von Selbstverteidigung aus brenzligen Situationen befreien können. Dabei werden einzelne Verteidigungsmöglichkeiten möglichst einfach der jeweiligen Situation angepasst. Dieses Angebot richtet sich auch an Menschen ohne Behinderung.

Während der Preisverleihung im Kulturhaus Karlshorst haben die folgenden Vereine und Initiativen eine Nominierungsurkunde erhalten:

  • Inklusivo – Verein für Hallenboccia Lichtenberg e.V.
  • „Rocky Rolling Wheels“ – E-Hockey und E-Ball für Menschen im Elektrorollstuhl vorgehalten vom Verein TuS HSH 1990, Abt. Integrationssport
  • Die Ausrichtung des Special Olympics Unified Floorball-Cups 2018 und Planung 2020 Berlin-Brandenburg durch die LWB-Lichtenberger Werkstätten gGmbH
  • Die Startgemeinschaft Schwimmen der Schulen SLZB und Carl-von-Linné-Schule, eingereicht vom Schul- und Leistungssportzentrum, Fachbereich Inklusion
  • Das inklusive Unified Freiwasserprojekt der Sportgemeinschaft Rehabilitation Berlin-Lichtenberg e.V.

Die Rollstuhltanzgruppe Rock & Wheels machte das Bühnenprogramm.

Der Lichtenberger Inklusionspreis wird seit 2015 in Form einer Trophäe, eines Preisgeldes und in Form einer Urkunde vergeben.

Inklusionspreis

Drei unterschiedliche Trophäen auf weißem Hintergrund
Bild: chones - fotolia.com

Blinde führen Sehende: Inklusiver Kiezspaziergang in Lichtenberg

Bildvergrößerung: Eine Gruppe von 30 Personen nahm am 13. September 2018 am Kiezspaziergang "Blinde führen Sehende" um den Ober- und Orankesee teil.
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und Sozialstadträtin Birgit Monteiro (SPD) luden gemeinsam zum inklusiven Kiezspaziergang in Alt-Hohenschönhausen ein. Beim Spaziergang am Donnerstag, 13. September, konnten sich Sehende von Blinden führen lassen. Die Tour startete im Rosengarten am Wasserturm in der Waldowstraße 20 am Oberseepark und endete mit einer ausführlichen Feedbackrunde in der Bar am Wasserturm. An der Tour nahmen rund 30 Teilnehmerinnen teil. Das ehrenamtliche Mitglied des Trägers Ugne Metzner ist blind. Mithilfe der taktilen Wanderkarten führte sie die Teilnehmerinnen um den Ober-und Orankesee.

Mit den elf erstellten touristischen Wanderkarten wie beispielsweise für die Routen Malchower See, Oranke- und Obersee, Fauler See, Fennpfuhltour und die Ufer-Tour Rummelsburger Bucht leistet der Bezirk seinen Beitrag, die Eigenständigkeit der Blinden und sehbehinderten Menschen weiter zu unterstützen. An der Erstellung der taktilen Orientierungshilfen arbeiteten 20 ehrenamtliche Helfer mit – darunter auch eine blinde Teilnehmerin. Die Karten sind abtastbar für Blinde sowie kontrastreich für Sehbehinderte und für Sehende gestaltet.

Die taktilen Karten sind ab Montag, 1. Oktober, gegen eine Schutzausleihgebühr von zehn Euro beim Träger Atina gUG in der Gärtnerstraße 19 bis 30 erhältlich.

Inklusives Kunstprojekt: Riesen-Mosaik hängt im Theater an der Parkaue

Im Rahmen der Lichtenberger Inklusionswoche haben rund 200 Teilnehmende bei einem Kunstworkshop in der Jugendkunstschule das Riesen-Mosaik „Begegnung“ geschaffen. Es wurde während der großen Auftaktveranstaltung zur diesjährigen „Fête de la Musique“ am Mittwoch, 20. Juni, im Theater an der Parkaue 29 in 10367 Berlin von Bezirksbürgermeister Michael Grunst und Kultursenator Klaus Lederer (beide Die Linke) der Öffentlichkeit präsentiert.

„Inklusion beginnt in den Köpfen der Menschen. Mit Projekten wie diesem wollen wir Menschen dafür gewinnen, die gleichberechtigte Teilhabe aller weiter auszubauen. Inklusion geht uns alle an, sie ist ein Menschenrecht!“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst.

Hintergrund:
Eingebettet in ein Nachbarschaftsfest hat die Kunstaktion Anfang Mai zugleich die generationsübergreifende Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglich, die gemeinsam künstlerisch tätig sein wollten. Unter fachlicher Anleitung entstand aus 160 Einzelteilen ein großes Mosaik zum Thema „Begegnung“. Es erhält nun, als ein Ergebnis der Inklusionswoche 2018, einen festen Platz im öffentlichen Raum. Das Mosaik ist bis Dezember 2019 als Leihgabe im Theater an der Parkaue ausgestellt. Das Theater versteht sich – nach der Sanierung des Hauses in den vergangenen Jahren – als inklusive Einrichtung und plant weitere Maßnahmen im Haus, um die bauliche und kommunikative Barrierefreiheit weiter voranzutreiben.

Fotos von der Einweihung der Mosaik Wandbilder am 20. Juni 2018

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Kiez-Atlas in Leichter Sprache mit den Lieblingsorten in Lichtenberg erschienen

Bildvergrößerung: Kiez-Atlas Cover Aufschrift: Ein Kiez-Atlas für Alle. Lichtenberger Lieblings-Orte in Leichter Sprache
Bild: Bezirksamt Lichtenberg/EJF gemeinnützige AG

Ein weiteres Highlight bei der Verleihung des Inklusionspreises 2017 war die Vorstellung des neuen Kiez-Atlasses. Er stellt Lieblingsorte in Lichtenberg in Leichter Sprache vor. Das Besondere an dem Projekt: Ein inklusives Projektteam hat die Lieblingsorte zusammen getragen. Mit dabei waren engagierte Mitglieder des Bezirksbeirats von und für Menschen mit Behinderung, der Bürgertreff der Spastikerhilfe Berlin eG, die Kiezspinne FAS e.V., das Haus der Generationen RBO inmitten gGmbH, das Stadtteilzentrum Lichtenberg Nord, der EJF gemeinnützige AG / Verbund Darßer Straße und das Bezirksamt Lichtenberg.

Der Kiez-Atlas informiert die Leserinnen und Leser darüber:

  • Was sie an einem bestimmten Ort machen können.
  • Wie dieser Ort erreichbar ist.
  • Ob der Ort barrierefrei zugänglich ist.
  • Welche besonders schönen Angebote es dort gibt.

Zwölf Orte wurden von den Freiwilligen bebildert und beschrieben.

Statistiken zu Menschen mit Behinderung in Lichtenberg

3D-Darstellung von Säulen- und Kreisdiagrammen
Bild: Dreaming Andy / Fotolia.com

Das Landesamt Gesundheit und Soziales veröffentlicht zu jedem der zwölf Berliner Bezirke statistische Kennwerte zu Menschen mit Behinderung.

Erklärungen zu den Merkzeichen:

  • G erheblich gehbehindert
  • aG außergewöhnlich gehbehindert
  • B Notwendigkeit ständiger Begleitperson
  • H hilflos
  • RF Befreiung von Rundfunkgebühren
  • Bl blind
  • T Teilnahmeberechtigung am SonderFahrDienst für Menschen mit Beh. in Berlin
  • 1. Kl. 1. Klasse

Prognoseräume in Lichtenberg:

Prognoseraum 1 Hohenschönhausen Nord

  • Malchow, Wartenberg und Falkenberg
  • Neu-Hohenschönhausen Nord
  • Neu-Hohenschönhausen Süd

Prognoseraum 2 Hohenschönhausen Süd

  • Alt-Hohenschönhausen Nord
  • Alt-Hohenschönhausen Süd

Prognoseraum 3 Lichtenberg Nord

  • Fennpfuhl
  • Alt-Lichtenberg
  • Frankfurter Allee Süd

Prognoseraum 4 Lichtenberg Mitte

  • Neu-Lichtenberg
  • Friedrichsfelde Nord
  • Friedrichsfelde Süd

Prognoseraum 5 Lichtenberg Süd

  • Rummelsburger Bucht
  • Karlshorst

Im Bezirk Lichtenberg leben 46.360 Menschen mit Behinderung. (Stand: 2016)

Statistik zu Menschen mit Behinderung in Lichtenberg - Verteilung nach Postleitzahlen

PDF-Dokument (172.2 kB)

Statistik zu Menschen mit Behinderung in Lichtenberg - Verteilung GdB nach Alter und Geschlecht

PDF-Dokument (48.6 kB)

Statistik zu Menschen mit Behinderung in Lichtenberg - Verteilung Merkzeichen-Prognoseraum-Bezirksregion

PDF-Dokument (15.3 kB)

Statistik zu Menschen mit Behinderung in Lichtenberg - Verteilung nach Grad der Behinderung

PDF-Dokument (88.3 kB)

Sportangebote für Menschen mit Behinderung

Frau im Rollstuhl spielt Basketball
Bild: Dan Race / Fotolia.com

Sie haben eine Behinderung und interessieren sich für Mannschaftssportarten? In Lichtenberg und Berlin gibt es eine aktive Szene von sportlichen Menschen mit Behinderung. Schauen Sie doch mal vorbei:

Infocenter für Behindertensport

Bezirkseigene Beratungsangebote

Kontakt Sprechzeiten
Beratungsstelle für behinderte, chronisch kranke, krebs- und aidskranke Menschen
Alfred-Kowalke-Str. 24, 10315 Berlin E-Mail / Telefon: 030 90296 7542 / Telefax: 030 90296 7599
Dienstag von 9:00 – 12:00 Uhr / Donnerstag von 14:00 – 18:00 Uhr / und nach Vereinbarung

Zusätzliche Sprechstunden der Sozialarbeiter*innen:
Anna-Seghers-Bibliothek (im Linden-Center)
Prerower Platz 2
13051 Berlin

  • jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, von 9.00 bis 12.00 Uhr

und

Anton-Saefkow-Bibliothek
Anton-Saefkow-Platz 14
10369 Berlin

  • jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, von 9.00 bis 12.00 Uhr

Gehörlosensprechstunde im Bürgeramt 2

Piktogramme behindertengerecht
Bild: guukaa / Fotolia.com

Ohne Anmeldung und kostenlos können gehörlose Bürgerinnen und Bürger die Unterstützung eines Gebärdensprachdolmetschers in Anspruch nehmen und Ihre Anliegen erledigen.

Kontakt Sprechzeiten
Normannenstr. 1-2, 10367 Berlin / Telefon: 030 115 / E-mail / Internet jeden 2. Dienstag im Monat / von 16:00 – 18:00 Uhr

Drucksache zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bezirk Lichtenberg für die Jahre 2016-2018

Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

PDF-Dokument (436.5 kB)

Kiezatlas Hohenschönhausen in Leichter Sprache

PDF-Dokument (28.7 MB) - Stand: Februar 2015