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Gedenktafeln und Mahnmale

Gedenkorte, Gedenktafeln oder Gedenksteine im öffentlichen Raum und an Gebäuden bewahren die Erinnerungen an bedeutende Personen oder an Ereignisse im Wandel der Zeiten. In Lichtenberg verweisen viele Gedenkorte auf die Revolutionsereignisse und Arbeiterbewegung des 20. Jahrhunderts. Große Aufmerksamkeit erfahren verfolgte und ermordete Gegner sowie jüdische und weitere Opfergruppen des Nationalsozialismus. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die zunehmende kritische Aufarbeitung der jüngeren Zeitgeschichte, besonders des Staatssicherheitssystems der DDR.

Widerstand im Nationalsozialismus | Jüdische Biografien | Links

Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur

Erinnerungskultur - Lichtenberg als Ort der Zeitgeschichte

Der Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur, entstanden auf der Grundlage eines Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, finanziert mit einer jährlichen Summe von 10.000 Euro ein langfristig angelegtes Gedenktafelprogramm. Eine durch den Kulturausschuss eingesetzte Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Forschung, politischer Bildung, Berliner Gedenkstätten und der Bezirksverwaltung sowie sachkundigen Einwohnern erarbeitet die Planung und organisiert die Realisierung. 15 Gedenktafeln wurden seit 2008 der Öffentlichkeit übergeben.

Die durch den Fonds finanzierten Gedenktafeln erweitern das im Bezirk Lichtenberg tradierte Erinnerungsbild, zu dem viele Tafeln aus dem Zeitraum vor 1989 zählen. Diese werden als Bestandteil und Zeugnis des Geschichtsbewusstseins bewahrt und bei Verlust oder Beschädigung durch Repliken ersetzt.
Gegenwärtig existieren in Lichtenberg weit über 100 bekannte Gedenktafeln .

Projekte der Erinnerungskultur

2018 - Erinnerungsstele an das Arztehepaar Hildegard und Erwin Marcusson

Ehepaar Marcusson Ausschnitt aus der Einladungskarte
Ausschnitt aus der Einladungskarte
Bild: Museum Lichtenberg

Mit einer Stele wird an das von den Nationalsozialisten verfolgte Arztehepaar Hildegard und Erwin Marcusson erinnert. Die Errichtung der Stele wurde von der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg beschlossen und aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur finanziert. Sie wurde von der Designerin Helga Lieser gestaltet.
Das Arztehepaar (Hildegard Marcusson, geb. Zehden, *14.1.1910 Berlin +21.8.1992 Berlin, Erwin Marcusson, *11.6.1899 Berlin +29.1.1976 Berlin) entstammte jüdischen Familien und fand früh zur kommunistischen Bewegung. Vom Nationalsozialismus in die UdSSR vertrieben, wurde es dort Opfer stalinistischer Verfolgung. Erwin Marcusson wurde aus der KPD ausgeschlossen, seine Frau wegen falscher Anschuldigungen verhaftet. Beide wurden 1940 aus der Sowjetunion ausgewiesen, erhielten jedoch einen geduldeten Aufenthalt in Kasachstan. 1947 siedelten die Marcussons in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands über. Dort beteiligten sich beide in verantwortlichen Positionen am Aufbau des Betriebsgesundheitswesens und der ärztlichen Fortbildung im Osten Deutschlands und in der DDR. Ab 1959 wohnten sie in der Gundelfinger Straße 27 im Bezirk Lichtenberg. Die Stele wird am Montag, 20. August, um 16.30 Uhr von Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst feierlich eingeweiht. Die Einladungskarte als
Die Tafel befindet sich in der Gundelfinger Straße 27, 10318 Berlin

2017 - Erinnerung an das ehemalige Stadion Lichtenberg

Eingang des Stadions Lichtenberg Foto von 1937
Eingang des Stadions Lichtenberg, Foto von 1937
Bild: Landesarchiv Berlin

und die ersten Fußballspiele nach dem 2. Weltkrieg am am 20. Mai 1945. Schon 2015, zum 70. Jahrestag des Weltkriegsendes wurde auf die ersten Fußballspiele nach 1945 aufmerksam gemacht. Zu einem Gedenkspiel trafen sich die Mannschaften von SV BVB Lichtenberg 49 und SV Lichtenberg 47 im BVG-Stadion an der Siegfriedstraße. Die bei diesem Spiel gesammelten Spenden wurden gemeinsam mit Mitteln aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur für eine Erinnerungstafel verwendet.
Die Tafel befindet sich am Eingang zum Landschaftspark Herzberge an der Herzbergstraße 81. Pressemitteilung und Tafeltext

2017 - Gedenktafel Erlöserkirche

Erinenrungsstele Erloeserkirchebild
Szene aus den 1980er Jahren vor der Erlöserkirche in Rummelsburg
Bild: Evangelisches Landeskirchliches Archiv Berlin

Mit einer Erinnerungsstele vor der Erlöserkirche wird an den historischen Ort des Widerstandes gegen die SED-Herrschaft erinnert. Die zwei Meter hohe stählerne Stele wurde von der Designerin Helga Lieser entworfen. Der Text wurde von der vom Kulturausschuss der BVV eingesetzten Gedenktafelkommission erarbeitet und von der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg beschlossen. Die Stele wird aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur finanziert. Einladungskarte als
Die Tafel befindet sich in der Nöldnerstraße 43, 10317 Berlin

2015 - Inforoute "Platte & Co" im Ortsteil Friedrichsfelde-Süd

Mittelganghaus Frieddrichsfelde
Bild: DPFeG

Auf der Route stehen 15 Infotafeln, u.a. zum komplexen Wohnungsbau mit Grünanlagen und Gesellschaftsbauten, zur Bautypologie der „Platte“ mit Beispielen aller Gebäudetypen sowie zur Weiterentwicklung durch die Wohnungswirtschaft und die öffentliche Hand nach 1990. Die Inforoute wurde in Kooperation zwischen dem Bezirksamt und den Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften entwickelt und durch den Stadtumbau Ost gefördert. Das Vorhaben wird zudem vom Museum Lichtenberg im Stadthaus, dem Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. und engagierten Bürgern vor Ort unterstützt. Flyer | http://inforoute.gross-siedlungen.de

2015 - Gedenken an der Rummelsburger Bucht

Gedenkort Rummelsburg
Gedenkort Rummelsburg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Hier finden Sie alle Informationen zum Projekt, welches im Jahre 2012 startete und mit der Einweihung des neuen Informations- und Gedenkortes zum Arbeits- und Bewahrungshaus sowie zur DDR-Haftanstalt Rummelsburg im Januar 2015 endete.

2011 - Gedenktafel für Herta und Max Naujock

Familie Naujocks
Familie Naujocks
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Für Herta und Max Naujocks wurde am 5. Oktober 2011, um 17:00 Uhr am Wartenberger Weg in Malchow feierlich eine Gedenktafel enthüllt. Das Ehepaar versteckte in den Jahren 1943-1944 die jüdische Familie Weiß in ihrer Laube, die sich in der Kleingartenkolonie Wiesenhöhe von Malchow befand.

Zur Einweihung sprach Ellen Perry (geb. Weiß), die damals zusammen mit ihren Eltern von dem Ehepaar Naujocks aufgenommen wurde. Außerdem waren die Töchter des Ehepaars Naujoks sowie der Rabbiner Tovia Ben-Chorin von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin anwesend. Die Gedenktafel befindet sich am Wartenberger Weg, Einfahrt Kleingartenanlage Wiesenhöhe, 13051 Berlin Stadtplan .

2011 - Gedenktafel für Hans Rosenthal, Ida Jauch, Emma Harndt und Maria Schönebeck

Einweihung der Gedenktafel für Hans Rosenthal und seiner Retterinnen
Einweihung der Gedenktafel für Hans Rosenthal und seiner Retterinnen
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Lichtenberg hat seit dem 8. September 2011 vor der Grundschule am Roederplatz, Bernhard-Bästlein-Straße 22, 10367 Berlin Stadtplan einen Informations- und Gedenkort für Hans Rosenthal und seine drei mutigen Lichtenberger Retterinnen.

In seiner Rede würdigte Gert Rosenthal, Sohn des legendären Showmasters, die selbstlose Tat von Ida Jauch, Emma Harndt und Maria Schönebeck. Jede der drei Frauen hätte auf ihre besondere Weise das Überleben des damals noch jugendlichen Hans Rosenthal ermöglicht. Das zeige, wie hilfreich und lebenswichtig sowohl christliche Nächstenliebe, kommunistische Überzeugung als auch menschliches Verantwortungsgefühl in dieser Zeit waren. Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen trugen Texte vor und sangen das jüdische Lied Shalom.

In ihren Redebeiträgen würdigten Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Harald Wolf, Senator und Stellvertretender Bürgermeister von Berlin, die mutige Tat. Peter Hill vom ZDF-Studio Berlin hob die bis heute Maßstäbe setzende Leistung des Unterhalters und Menschen Hans Rosenthal hervor. Mit dem Gedenk- und Informationsort ist eine mutige Tat in Erinnerung gebracht worden, mit der noch heute Anstöße gegeben werden, Rassismus und Antisemitismus und rechtsextremem Gedankengut keinen Platz in Gegenwart und Zukunft einzuräumen.

2011 - Gedenktafel für Margarete Steffin

Gedenktafel für Margarete Steffin
Gedenktafel für Margarete Steffin
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Die Gedenktafel für Margarete Steffin wurde an deren 70. Todestag, am 4.Juni 2011, um 11:00 Uhr an ihrem Geburtshaus in der Geusenstraße 12, 10317 Berlin Stadtplan. durch Katrin Framke, Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste, feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Prof. Jürgen Hofmann, Vorsitzender des Kulturausschusses der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Henriette van der Wall, Verordnete der BVV und Initiatorin der Erinnerung an Margarete Steffin, würdigten in ihren Redebeiträgen das Leben und die Leistung der aus dem Rummelsburger Arbeiterkiez hervorgegangenen Ausnahmekünstlerin.
In der Lesung von Hartmut Reiber aus seinem Buch “Grüß den Brecht. Das Leben der Margarete Steffin” konnten Interessierte im Anschluss an die Veranstaltung in der Geusenstraße im Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin Stadtplan. mehr über das Leben der späteren Brecht-Gefährtin erfahren. Die Schauspielerin, Schriftstellerin, Übersetzerin und Gefährtin von Bertolt Brecht, Margarete Steffin, wurde am 21. März 1908 in Rummelsburg geboren und wuchs in der heutigen Lichtenberger Victoriastadt auf. Sie starb am 4. Juni 1941 in Moskau an Lungentuberkulose. Zweifellos war sie ein großes dichterisches Talent, das in der Arbeiterkulturbewegung der 1920er Jahre zu einer schauspielerischen Größe heranwuchs. Bertolt Brecht hat ihr Talent erkannt und gefördert. Beide verband eine intensive Beziehung und Zusammenarbeit.

Die Gedenktafel wurde aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur 2010 finanziert.

2011 - Denkmal für die Rote Kapelle

Rote Kapelle Kunstwerk von Achim Kühn
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Das Denkmal für die Rote Kapelle wurde am 24. Mai 2011, um 12:00 Uhr vor der Mildred-Harnack-Schule, Schulze-Boysen-Straße 20, 10365 Berlin, feierlich der Öffentlichkeit übergeben. An diesem Tag jährt sich der Geburtstag eines der bekannten Mitglieder, des ehemaligen Oberregierungsrats im Wirtschaftministerium, Arvid Harnack, zum 110. Mal.

Zur Übergabe des Gedenkortes für die Mitstreiter der Roten Kapelle begrüßten Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin und Katrin Framke, Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste unter anderem den Vorsitzender der VVN /BdA Berlin Dr. Hans Coppi, den Gestalter des Denkmals und Kunstschmied Achim Kühn sowie Vertreter der Anwohnerschaft der Wohngebiets Frankfurter Allee Süd, Schülerinnen und Schüler und Vertreter der Lehrerschaft der Mildred-Harnack-Schule. Die Festvorträge hielten Dr. Hans Coppi, der die Geschichte der Roten Kapelle in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erforschte und Prof. Jürgen Hofmann, Vorsitzender des Kulturausschusses der BVV Lichtenberg.

Die “Rote Kapelle” gehörte zu den größten antifaschistischen Widerstandsgruppierungen. Das Denkmal ist neben dem Nachguss der von Fritz Cremer geschaffenen Skulptur „Freiheitskämpfer” in Bremen das bundesweit einzige speziell für die gesamte Widerstandsorganisation geschaffen Denkmal im öffentlichen Raum. Im Wohngebiet Frankfurter Allee Süd sind viele Straßen nach Mitgliedern der Roten Kapelle benannt. Eine Anwohnerinitiative hatte sich mehrfach für eine öffentliche Würdigung der Gruppe eingesetzt. So wurde 2010 in einem ausgeschriebenen kleinen Wettbewerbsverfahren aus drei Entwürfen die Stahlskulptur “Bürger im Widerstand” von Achim Kühn zur Realisierung ausgewählt.Finanziert wurde das Denkmal mit zehntausend Euro aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur 2010. Es wurde auf dem Stadtplatz vor der Mildred-Harnack-Schule, Schulze-Boysen-Straße 20, 10365 Berlin Stadtplan realisiert.

Wettbewerbsbeitrag von Helga Lieser und Thomas Kilpper

2010 - Arbeiterwiderstand in Rummelsburg

Gedenkstein ehrt den Arbeiterwiderstand in Rummelsburg
Der Gedenkstein ehrt den Arbeiterwiderstand in Rummelsburg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Der Gedenkstein zu Ehren Erwin Nöldners und anderer Antifaschisten und Kriegsgegner aus dem Rummelsburger Kiez wurde am 7. Mai 2010 auf dem Nöldnerplatz, zwischen Lückstraße und S-Bahnhof, feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
An zentraler Stelle erinnert nun ein Granitstein mit gravierter Stahltafel an die vielen Nazi- und Kriegsgegner, die in dem ehemaligen Arbeiterviertel Rummelsburg aus unterschiedlichen politischen Beweggründen Widerstand geleistet hatten und diesen mit dem Leben bezahlen mussten. Der Gedenkstein ehrt namentlich Hans Krüger, Wilhelm Martinke, Erwin Nöldner, Walter Riedel sowie Käthe und Felix Tucholla.

Die Verwirklichung des Gedenkortes wurde unter anderem durch einen Spendenaufruf des Vereins Zivilcourage vereint e.V. und der HOWOGE ermöglicht.

Übersicht über die aus dem Fonds für Erinnerungskultur finanzierten Gedenkorte

  • Gedenktafel für Paul Schmidt, Bürgerschloss Hohenschönhausen, Hauptstraße 44, 13055 Berlin. Die Tafel wurde anlässlich der Eröffnung des “Daimon-Museums” im Bürgerschloss am 13.07.2016 eingeweiht.
  • Gedenktafel für Ilse und Frieda Stöbe und Kurt Müller, Frankfurter Allee 233, 10365 Berlin (Fußgängerzugang zum Sana-Klinikum Berlin-Lichtenberg) (eingeweiht am 12.11.2015) | Link
  • Gedenkort für Arbeitshäuser und Haftanstalt Rummelsburg, Hauptstraße 8, 10317 Berlin (eingeweiht im Januar 2015) | Link
  • Gedenkort für die Waisenhausbewohner vom ehemaligen Friedhof an der Hauptstraße 8 in Rummelsburg auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gurdunstraße, 10365 Berlin (eingeweiht im November 2014)
  • Gedenktafel für Ernst Torgler, Liepnitzstraße 46, 10318 Berlin (eingeweiht im November 2014) Link
  • Gedenktafel für Dr. Friedrich Jacobs, Sana Klinikum Lichtenberg, Fanningerstraße 32, 10365 Berlin (eingeweiht im Oktober 2014) Link
  • Erinnerungstafel Mühlengrund, Rüdickenstraße am Zugang zum Mühlengrund, 13053 Berlin (eingeweiht im April 2014) Link
  • Gedenktafel für Marie Elisabeth von Humboldt, Friedhof Falkenberg, Dorfstr. 39, 13057 Berlin (eingeweiht im Oktober 2013) Link
  • Gedenktafel für Erich Ollenhauer, Trautenauer Straße 6, 10318 Berlin (eingeweiht im Dezember 2013)
  • Gedenkstele für Käthe und Felix Tucholla, Kaskelstraße 41, 10317 Berlin (eingeweiht im September 2013) Link
  • Gedenkort für verfolgte Lichtenberger Kommunalpolitiker, Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10365 Berlin (eingeweiht im März 2013)
  • Gedenkort für Ida Jauch, Emma Harndt, Maria Schönebeck und Hans Rosenthal , Bernhardt-Bästlein-Straße 22, 10367 Berlin / Vorplatz zur Grundschule am Roederplatz (eingeweiht im September 2011) Link
  • Gedenktafel für Margarete Steffin, Geusenstraße 12, 10317 Berlin (eingeweiht im Juni 2011) Link
  • Gedenkort für die Mitstreiter der Roten Kapelle, Stadtplatz Frankfurter Allee Süd,Schulze-Boysen-Straße (eingeweiht im Mai 2011) Link
  • Gedenkstele für den Rummelsburger Arbeiterwiderstand, Nöldnerplatz, 10317 Berlin (eingeweiht im Mai 2010)
  • Gedenkstele für die Opfer der NS-Zwangsarbeit, Fennpfuhl-Park Nähe Paul-Junius-Straße 75, 10369 Berlin (eingeweiht im Januar 2009)
  • Gedenktafeln für die von der Wehrmacht 1945 zerstörten Kirchen in Falkenberg und Malchow , Falkenberg, Dorfstraße 39, 13057 Berlin und Malchow, Dorfstraße 39, 13059 Berlin (eingeweiht im Dezember 2008) Link

Weitere Gedenktafeln und -orte in Lichtenberg

Gedenktafeln erinnern an historisch bedeutsame Persönlichkeiten, Ereignisse und Orte. Derzeit arbeitet das Museum daran, alle Gedenkorte in Lichtenberg für unsere Website zu dokumentieren. Bis diese Arbeit abgeschlossen ist und hier erscheinen kann, verweisen wir auf die Seite https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/nc/gedenktafeln/bezirk/bz/lichtenberg/

Weitere Projekte

Erinnern für die Zukunft

Erinnern für die zukunft
Erinnern für die Zukunft
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Mit einer Lichtaktion erinnert das Museum Lichtenberg jährlich zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der Nacht vom 26. zum 27. Januar, 17:00 – 08:00 Uhr am Giebel des Museum Lichtenberg.

Nach derzeitigem Forschungsstand sind aus dem Bezirk Lichtenberg zwischen 1941 und 1945 schätzungsweise 300 jüdische Kinder, Frauen und Männer in die NS Vernichtungslager deportiert und dort ermordet worden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.museum-lichtenberg.de .

State of Control

State of Control
State of Control
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Zwanzig Jahre nach Mauerfall realisierte der Neue Berliner Kunstverein mit dem Lichtenberger Künstler Thomas Kilpper ein Kunstprojekt im Konferenzzentrum des ehemaligen Ministerium für Staatssicherrheit der DDR (MfS), das erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Thomas Kilpper setzte sich in seinen Bodenschnitten mit deutscher Geschichte auseinander. Seine großangelegte Intervention auf 1.600 Quadratmeter bietet eine geschichtliche Rückschau auf verschiedene staatliche Konzepte von Überwachung und Repression – vom Nationalsozialismus bis zur digitalen Gegenwart. Die geteilte Geschichte Deutschlands, die sich in diesem Gebäude, aber auch in den geschnitzten Motiven im Boden und den Drucken ablesen lässt, ist auch eine Art des Widerstands gegen Unrechtssysteme. Kilpper wurde mit dieser Arbeit im ehemaligen MfS zum Chronisten beider deutscher Staaten und den Ereignissen um 1989/90 bis heute.
“Ich schneide in die vorgefundene Substanz dieses aufgeladenen Ortes, breche den Widerstand seines Materials, um ihn mir anzueignen. Ich verwende Bilder und Texte aus dem Zusammenhang ‘Staatliche Überwachung und Strategien der Resistenz’ und schreibe mich in diesen Ort ein, transformiere seine ‘Basis’ – den Boden – in einen Stempel. Ein zeitgeschichtlich umstrittener, verlassener Ort wird wieder belebt, neu besetzt und neu definiert.” (Thomas Kilpper)
Weitere Informationen finden Sie unter www.kilpper-projects.net .

Realisiert durch Mittel der Deutschen Klassenlotterie und des Referats für Kunst am Bau und des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Kunst- und Kulturamtes Lichtenberg von Berlin.

Stadträumliche Markierung des ehemaligen Sperrgebiets in Hohenschönhausen

Sperrgebiet in Hohenschönhausen
Sperrgebiet in Hohenschönhausen
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Seit April 2008 kennzeichnen eine temporäre Bodenmarkierung sowie 13 Informationstafeln die stadträumliche Dimension des ehemaligen Sperrgebiets mit Haftanstalt der Staatssicherheit der DDR. Fotos, Pläne und Texte in Deutsch und Englisch erläutern Geschichte und Funktion der Gebäude in ihrer Entwicklung zwischen 1945 und 1990. An der Ecke Freienwalder/Gensler Straße, gegenüber dem Eingang zur Gedenkstätte, befindet sich ein zentraler Ort der Information. Er führt in das Thema ein und gibt einen Überblick über die Standorte der Infotafeln.
Dieses Informationssystems entstand auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg und im Rahmen eines diskursiven Auswahlverfahrens nach Gestaltungsentwürfen der Berliner Büros tecton und zenongraphics. Eine Fachkommission erarbeitete Texte und Bildfolgen.

Wissenschaftlich und organisatorisch begleitet wurde diese stadträumliche Markierung durch das Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart. Das Projektmanagement erfolgte im Auftrag des Bezirksamtes durch kk-architekten.

Realisiert durch Mittel der Deutschen Klassenlotterie und des Referats für Kunst am Bau und im Stadtraum der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten.

Boxen für den Frieden

Boxen für den Frieden
Boxen für den Frieden
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Boxen für den Frieden war ein Kunstprojekt anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. Kuratiert von Gerrit Gohlke in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturamt Lichtenberg wurden auf dem Vorplatz des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst thematische Arbeiten und Performances von Blank & Jeron, Heman Chong, Stefan Demary und Carina Randlov gezeigt. Die Arbeiten haben sich unmittelbar auf den historischen Ort der Kapitulation und den sportlichen Wettkampf junger Boxmannschaft aus Kreuzberg, Lichtenberg und Brandenburg bezogen. Die Moderation übernahm der bekannte rbb-Reporter Johannes Paetzoldt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.boxen-fuer-den-frieden.de .

Widerstand im Nationalsozialismus

Widerstand im Nationalsozialismus
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Kaum ein Bereich der Zeitgeschichte hat in den letzten Jahrzehnten soviel Aufmerksamkeit erfahren wie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Mahnung, Erinnerung und Anteilnahme an die Opfer sind heute ein wichtiger Teil der Gedenkkultur in Lichtenberg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.museum-lichtenberg.de

Jüdische Biografien

Hans Coppi Jüdische Biografie
Hans Coppi - Jüdische Biografie
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Die Biografien der nachstehenden Namensliste können in einem Gedenkbuch für jüdische Bürger in der Dauerausstellung des Museums Lichtenberg nachgelesen werden. Das Nachschlagewerk beinhaltet Kurzbiografien von jüdischen Berlinern, die in der Zeit zwischen 1933 und 1945 in den heutigen Bezirksgrenzen Lichtenbergs gelebt haben und die der Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.museum-lichtenberg.de