Informationen zur Entschlammung des Obersees

Lageplan und Übersicht Obersee

Seit rund zehn Jahren sorgt eine Filteranlage am Obersee dafür, dass das Wasser sauberer bleibt. Damit die Filteranlage weiterhin gut arbeiten kann, muss die östliche Bucht jetzt vom angesammelten Schlamm befreit werden. Das verbessert nicht nur die Technik, sondern auch den Lebensraum für Fische und Pflanzen sowie den Erholungswert für Besucher:innen.

  • Was ist der aktuelle Stand der Maßnahme und wie geht es weiter?

    Die Entschlammung der östlichen Bucht des Obersees wurde Anfang Dezember 2025 abgeschlossen und förmlich abgenommen. Insgesamt wurden dabei rund 1.259 Tonnen Sediment aus dem See entnommen. Damit sind die wesentlichen Bauarbeiten beendet. Einige Restmaßnahmen, wie der Rückbau der Bauzäune und der temporären Baustraße, die Wiederherstellung der in Anspruch genommenen Park- und Wegeflächen sowie die Pflege neu angesäter Rasenflächen, werden witterungs- und jahreszeitlich bedingt schrittweise bis spätestens Ende April 2026 umgesetzt. Die Seewasserfilteranlage soll nach aktuellem Stand im März 2026 wieder in Betrieb gehen, sobald sich die durch die Bauarbeiten aufgewirbelten Schwebstoffe ausreichend am Gewässergrund abgesetzt haben.

  • Warum wird der Schlamm aus dem Obersee geholt?

    Der Obersee ist u.a. ein sog. Regenwasserrückhaltebecken: Er sammelt Regenwasser aus der Umgebung. Am Boden liegt inzwischen viel Schlamm mit Phosphor. Phosphor lässt Algen stark wachsen, das Wasser wird trüb und der Sauerstoff knapp. Der Schlamm verstopft außerdem die Pumpen der Filteranlage. Wenn wir ihn entfernen, wird das Wasser klarer und sauerstoffreicher – was gut für Fische, Pflanzen und alle Besucher:innen ist.

  • Wann wird gearbeitet?

    Bis Ende Juli 2025 wird die Baustelle eingerichtet, damit die Maßnahmen ab August 2025 beginnen kann; dazu gehört die Entschlammung, das Saugbaggern, Schlamm pressen und der Abtransport. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dezember 2025 abgeschlossen sein.

  • Welche Bereiche sind vorübergehend gesperrt?

    Eine Baustraße führt über den Kätheplatz. Die große Wiese im Park ist eingezäunt. Die meisten Wege bleiben offen; kurzzeitige Sperrung verbunden mit Umleitungen sind möglich. Spielplätze bleiben während der gesamten Baumaßnahme nutzbar.

  • Kann ich mir die Baustelle ansehen?

    Ja. Am Montag, 8. September 2025, um 17 Uhr gibt es eine öffentliche Führung an der östlichen Uferbucht. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

  • Kann man nach der Sanierung im Obersee baden?

    Nein. In den See fließt Regenwasser von den Straßen – mit allem, was dort mitgeschwemmt wird (Reifenabrieb, Hundekot etc.). Zwar reinigt die Filteranlage das Wasser und nach der Entschlammung wird sich die Wasserqualität verbessern, aber der See bleibt ein Regenrückhaltebecken und wird nie Badewasserqualität erreichen.

  • Wie werden die Fische geschützt?

    Vor Beginn der Arbeiten sperren wir die östliche Bucht mit einer Schwimmbarriere ab. Spezialfirmen fangen die Fische behutsam und setzen sie in den übrigen Teil des Sees um. Sind die Arbeiten fertig, schwimmen die Tiere von selbst zurück.

  • Welche neuen Pflanzen kommen ans Ufer?

    Wir setzen typische Uferpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Gelbe Schwertlilien. Sie festigen den Boden und geben der Natur einen guten Start.

  • Wer bezahlt das – und wie viel kostet es?

    Für die Entschlammung des Obersees standen dem Bezirksamt Lichtenberg für die Jahre 2024 und 2025 insgesamt 1.774.618,90 Euro aus dem Kleingewässerprogramm der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zur Verfügung. Nach Abschluss der Maßnahme und Prüfung der Schlussrechnungen belaufen sich die tatsächlichen Gesamtausgaben auf 1.118.349,62 Euro.
    Die geringeren Gesamtkosten ergeben sich vor allem daraus, dass mit rund 1.259 Tonnen deutlich weniger Sediment entsorgt werden musste als ursprünglich kalkuliert. Im Verlauf der Maßnahme änderten sich zudem die Vorgaben für den Entsorgungsweg: Während zunächst eine vollständige Deponierung vorgesehen war, haben seit dem 1. Juli 2025 Bodenwaschanlagen Vorrang. Zwar stiegen dadurch die Entsorgungskosten pro Tonne, aufgrund der geringeren Gesamtmenge kam es jedoch nicht zu Mehrkosten.

  • Wer führt das Projekt durch?

    Das Umwelt- und Naturschutzamt hat das Büro AquaConstruct und die Firma Eggers Umwelttechnik beauftragt.

  • Wo bekomme ich weitere Infos oder kann Fragen stellen?

    Eine Pressemitteilung wurde am 16.07.2025 veröffentlicht: Teilentschlammung Obersee

    Weitere Fragen können direkt an das Umwelt- und Naturschutzamt gestellt werden:

    Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg
    Telefon (030) 90296-6361
    E-Mail post.umnat@lichtenberg.berlin.de

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Möllendorffstr. 6
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