04 Newsletter - Was wir 2026 für Lichtenberg erreicht haben - eine Zwischenbilanz

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Liebe Lichtenberger:innen,

was haben wir 2026 in den Bereichen Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz eigentlich konkret geschafft? Wo wurde und wird aktuell gebaut? Welche Projekte konnten wir auf den Weg bringen? Und woran arbeiten wir weiter?

Diese Fragen begegnen mir immer wieder bei meinen Terminen im Bezirk. Deshalb habe ich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit meinen Kolleg:innen zusammengetragen, woran wir seit Anfang des Jahres gearbeitet haben. Herausgekommen ist eine ausführliche Zwischenbilanz für 2026.

Sie zeigt abgeschlossene Maßnahmen ebenso wie Projekte, die sich noch in der Umsetzung befinden. Denn ein großer Teil unserer Arbeit beginnt lange bevor draußen etwas zu sehen ist. Planungen müssen abgestimmt, nicht selten Fördermittel beantragt und Finanzierungen gesichert werden. Bei vielen Projekten müssen wir gemeinsam mit der Senatsverwaltung oder anderen Stellen Lösungen finden.

Ich freue mich besonders, dass wir in 2026 allein für Projekte in den Bereichen Klima, Umwelt und Natur rund 8,3 Millionen Euro Fördermittel für Lichtenberg einwerben konnten. Dazu kommen weitere Sondermittel für konkrete Maßnahmen wie z.B. Spielplätze, Parks und mehr Verkehrssicherheit in unserem Bezirk.

Mit meiner Zwischenbilanz möchte ich diese Arbeit transparent machen. Und ein Tipp: Sie müssen nicht alle Seiten von vorne bis hinten lesen. Wenn Sie ein bestimmtes Thema interessiert, können Sie direkt zum entsprechenden Kapitel springen.

Hier geht es zur Zwischenbilanz 2026 als PDF.

Vier Themen, die mir besonders wichtig sind

Die Zwischenbilanz enthält viele kleine und große Projekte. Vier möchte ich an dieser Stelle herausgreifen, weil sie die Vielfältigkeit unserer Arbeit zeigen.

Filiz mit Dialog Displays

1. Sicher zur Schule - Schritt für Schritt im ganzen Bezirk

Mir ist wichtig, dass Kinder ihren Schulweg sicher und möglichst selbstständig zurücklegen können. Deshalb haben wir auch 2026 an vielen Stellen im Bezirk daran gearbeitet, Gefahrenstellen zu beseitigen.

Auf dem Weg zur Sonnenuhr-Grundschule haben wir zum Beispiel die Kreuzungen an der Franz-Jacob-Straße/Karl-Lade-Straße sicherer gestaltet. An der Schule am Wilhelmsberg haben wir gemeinsam mit der Schulgemeinschaft vor Ort intensiv Lösungen erarbeitet. In der Sewanstraße haben wir zwei neue Fußgängerüberwege mit Mittelinseln geschaffen. Weitere Querungen befinden sich im Bau oder in Vorbereitung.

Dazu kommen inzwischen 30 Dialog-Displays im Bezirk. Viele davon stehen vor Schulen und Kitas und erinnern Autofahrer:innen unmittelbar daran, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Sie ersetzen keine baulichen Maßnahmen und keine polizeilichen Kontrollen. Sie helfen aber dort, wo jeden Tag viele Kinder unterwegs sind.

Auch bei neuen Schulen denken wir die sicheren Wege von Anfang an mit. Rund um neue Schulstandorte haben wir Aufpflasterungen gebaut und Gehwege hergestellt oder erneuert. Bereits vor dem Bau der neuen Grundschule am Grafenauer Weg und der Schule am Wartenberger Feld haben wir die Schulwegsicherheit in die Planungen einbezogen, so etwa wie geschwindigkeitsdämmende Maßnahmen.

Das sind oft keine spektakulären Großprojekte. Für ein Kind, das morgens eine Straße sicherer überqueren kann, machen sie aber einen sehr konkreten Unterschied.

Mehr dazu: Schulwegsicherheit und Fußverkehr, Kapitel 2.1 bis 2.4, S. 10–25

Anradeln Titel

2. Mehr Sicherheit für Radfahrende

Ich brenne für mehr Radwege und Fahrradstraßen. Und jeder neue Meter ist ein Kraftakt. Politischer Gegenwind gehört leider dazu. Gleichzeitig haben wir in Lichtenberg gerade einmal einen einzigen Radverkehrsplaner.

Mit der richtigen Prioritätensetzung kommen wir trotzdem voran: 2026 haben wir die neuen Fahrradstraßen in der Hentigstraße in Karlshorst und in der Rüdickenstraße in Hohenschönhausen fertiggestellt. Und die nächsten Projekte sind bereits in Planung, unter anderem An der Bucht, in der Bornitzstraße und am Wiesenweg. Ich freue mich sehr darüber und werde weiterhin mich mit aller Kraft für mehr Radverkehrssicherheit in Lichtenberg einsetzen.

Mehr dazu: Radverkehr, Kapitel 2.5, ab S. 25

Sonnensegel Spielplatz Waldowallee

3. Mehr Schatten - Sonnensegel auf zwölf Lichtenberger Spielplätzen

Heiße Sommertage gehören längst zu unserem Alltag. Gerade auf Spielplätzen merken wir das unmittelbar. Fehlt Schatten, können Spielbereiche zeitweise kaum genutzt werden.

Bäume bleiben dabei unsere wichtigsten natürlichen Schattenspender. Deshalb pflanzen wir bei der Neugestaltung von Spielplätzen, wo es möglich ist, auch neue Bäume. Bis junge Bäume ausreichend Schatten spenden, dauert es allerdings viele Jahre. Deshalb haben wir 2026 zwölf öffentliche Spielplätze mit Sonnensegeln ausgestattet. Jeder Standort wurde dafür individuell geplant.

Für das Projekt konnten wir rund 538.000 Euro aus dem Förderprogramm BENE II einwerben. Die neuen Sonnensegel schaffen bereits heute Schatten dort, wo Kinder spielen. Das ist für mich Klimaanpassung ganz konkret: Wir reagieren auf zunehmende Hitze und sorgen dafür, dass öffentliche Orte auch im Sommer gut nutzbar bleiben.

Mehr dazu: Klimaanpassung und Schwammstadt, Kapitel 3.2, ab S. 42

Grüner Gleisbogen 01

4. 3,5 Millionen Euro für den Grünen Gleisbogen - für mehr Natur, Entsiegelung und Erholung mitten in der Stadt

Manche Ergebnisse unserer Arbeit sieht man sofort. Andere brauchen einen längeren Atem. Der Grüne Gleisbogen ist dafür ein gutes Beispiel.

Auf einer ehemaligen Industriebahntrasse von Tegel bis zum Papenpfuhlbecken soll ein durchgehender Grün- und Biotopverbund entstehen. Allein der erste Abschnitt Am Faulen See umfasst rund 22.000 Quadratmeter auf einer Länge von etwa 800 Metern. Die Fläche soll entsiegelt sowie ökologisch aufgewertet werden und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Naturerleben und wohnortnahe Erholung bieten. Für das Projekt konnten wir 3,5 Millionen Euro aus dem KfW-Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ sichern. Der Klimawandel und die Hitze verschärfen sich immer mehr, daher brauchen wir dringend solche Klima-Projekte wie hier in Alt-Hohenschönhausen.

2026 ging es vor allem darum, die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung zu schaffen und nachhaltige Lösungen für die bisherigen Pächter:innen zu finden. In Gesprächen mit der Senatsverwaltung konnten wir erreichen, dass die bestehenden Erholungsgärten weitgehend erhalten bleiben. Parallel wurde der notwendige Eigenanteil des Landes Berlin im Haushalt abgesichert.

Genau solche Projekte zeigen, warum ein Arbeitsnachweis für mich nicht nur aus Eröffnungen bestehen kann. Auch Fördermittel zu sichern, Interessen miteinander in Einklang zu bringen und ein großes Vorhaben für Klimaschutz und Erholung der Menschen so weit vorzubereiten, dass es umgesetzt werden kann, gehört zu unserer Arbeit.

Mehr dazu: Natur-, Arten- und Gewässerschutz, Kapitel 3.1, ab S. 38

Politik beginnt für mich mit Zuhören

Bei all den Projekten und Zahlen ist mir eines besonders wichtig: Politik findet für mich nicht nur im Rathaus statt. Ich möchte wissen, was die Menschen in den Lichtenberger Kiezen beschäftigt und wo sie im Alltag Probleme erleben.

Deshalb war ich auch 2026 viel im Bezirk unterwegs. Bis August kamen über 20 Ortstermine mit Bürger:innen, 12 Sprechstunden sowie 7 Informations- und Beteiligungsveranstaltungen zusammen, aber auch zahlreiche schriftliche Kommunikation sowie Termine im Rathaus mit Bürger:innen. Dazu kommen 13 Einweihungen von Spielplätzen, Parks und Fahrradstraßen, bei denen ebenfalls viele Gespräche mit Anwohner:innen entstanden sind.

Diese Gespräche sind für mich mehr als Termine im Kalender. Die Menschen kennen ihren Kiez. Sie wissen, wo morgens eine Querung unübersichtlich ist, welcher Weg mit einem Rollator schwierig wird oder wo es Probleme in einer Grünanlage gibt. Dieses Wissen brauchen wir für unsere Arbeit in der Verwaltung.

Natürlich können wir nicht jeden Wunsch sofort erfüllen. Manches braucht Geld oder Zeit. Bei anderen Themen liegt die Entscheidung nicht allein beim Bezirk. Zur transparenten und vertrauenswürdigen Kommunikation mit den Lichtenberger:innen gehört für mich deshalb auch, offen zu erklären, was möglich ist, wo es Schwierigkeiten gibt und was wir tun, um trotzdem eine Lösung zu finden.

Viele Projekte in meiner Zwischenbilanz allein für den Zeitraum von Anfang des Jahres 2026 bis heute (August 2026) zeigen, dass sich dieser Austausch lohnt. Anregungen aus der Nachbarschaft fließen in unsere Arbeit ein. Bei Ortsterminen bringen wir Bürger:innen und die zuständigen Fachleute direkt zusammen. Und bei Beteiligungsveranstaltungen können Planungen entsprechend den Hinweisen aus der Nachbarschaft angepasst werden, bevor Entscheidungen gefallen sind.

Diesen direkten Austausch möchte ich weiterführen.

Noch viel mehr steckt in der Zwischenbilanz - Wo finde ich was?

Sie interessieren sich für Schulwegsicherheit und Fußverkehr?

Neue Querungen, Bordsteinabsenkungen, Dialog-Displays, sichere Wege rund um Schulen und weitere Fußverkehrsprojekte finden Sie in Kapitel 2.1 bis 2.4, S. 10-25.

Sie möchten wissen, was sich beim Radverkehr getan hat?

Neue Fahrradstraßen, die Radbahn U5, die Wallensteinstraße und weitere Radverkehrsprojekte finden Sie in Kapitel 2.5, ab S. 25.

Was passiert gegen Durchgangsverkehr in unseren Kiezen?

Informationen zum Weitlingkiez und Alt-Lichtenberg (östlich der Ruschestraße) finden Sie in Kapitel 2.6, ab S. 31.

Sie interessieren sich für Barrierefreiheit oder den öffentlichen Nahverkehr?

Unsere Arbeit zu Bordsteinabsenkungen und barrierefreien Wegen sowie den aktuellen Stand der Kiezbuslinie Frankfurter Allee Nord finden Sie in Kapitel 2.7, ab S. 33 und 2.8, ab S. 35.

Naturschutz und Gewässer sind Ihr Thema?

Vom Obersee über den ersten Lichtenberger Naturerfahrungsraum „Maulwurfshügel“ bis zum Grünen Gleisbogen finden Sie unsere Arbeit in Kapitel 3.1, ab S. 38.

Sie möchten wissen, wie wir Lichtenberg an Hitze und Starkregen anpassen?

Alles zu Schwammstadt, Sonnensegeln auf Spielplätzen und weiteren Projekten zur Klimaanpassung finden Sie in Kapitel 3.2, ab S. 42.

Sie interessieren sich für Parks, Grünanlagen und Spielplätze?

Neue Grünflächen, Gemeinschaftsgärten, den Gutspark Falkenberg, das Katzenwäldchen und weitere Freiraumprojekte finden Sie in Kapitel 3.3, ab S. 47. Unsere Spielplatzprojekte haben wir in Kapitel 3.4, ab S. 51 zusammengestellt.

Und was passiert für einen sauberen und gut nutzbaren öffentlichen Raum?

BSR-Kieztage, Waste Watcher, öffentliche Toiletten, Taubenmanagement und Winterdienst finden Sie in Kapitel 4, ab S. 62.

Hier können Sie meine vollständige Zwischenbilanz 2026 – Januar bis August lesen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen. Vielleicht entdecken Sie dabei auch ein Projekt aus Ihrem eigenen Kiez. Und wenn Sie ein Anliegen haben oder mit mir über ein Thema sprechen möchten, freue ich mich, von Ihnen zu hören.

Und wenn Sie nachlesen wollen, was wir seit der Wahlwiederholung in 2023 in meinem Geschäftsbereich umgesetzt haben, dann lade ich Sie herzlich ein, sich meine vorherigen Newsletter zu Gemüte zu führen:

01 Newsletter – Im Amt des öffentlichen Raumes – Ein Rückblick seit der Wahlwiederholung – Berlin.de

02 Newsletter – Bezirksstadträtin für den öffentlichen Raum – Einblicke und Ausblicke – Berlin.de

03 Newsletter – Jahresrückblick 2025 – Danke für ein gemeinsames Jahr für Lichtenberg – Berlin.de

Herzlichst
Ihre Filiz Keküllüoğlu
Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz