Drucksache - 1015/XX  

 
 
Betreff: Beratungsstelle für Osteuropäer
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Bündnis'90/Die GrünenIntegrationsausschuss
Verfasser:KleineidamKleineidam, Daniela
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung
   Beteiligt:Integrationsausschuss
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
21.11.2018 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin      
Haushalt, Personal, Rechnungsprüfung und Beauftragte Vorberatung
31.01.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Haushalt, Personal, Rechnungsprüfung und Beauftragte      
Integrationsausschuss
16.09.2019 
Öffentliche Sitzung des Integrationsausschusses      
Bezirksverordnetenversammlung

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Antrag Bündnis´90/Die Grünen vom 12.11.2018

Das Bezirksamt wird beauftragt, sich beim Senat dafür einzusetzen, dass in Spandau ein geeigneter Träger Mittel aus dem „Aktionsplan zur Einbeziehung ausländischer Roma erhält.


Begründung:

 

In Spandau sollen ungefähr 5000 Menschen aus Osteuropa, insbesondere aus Bulgarien und Rumänien wohnen. Von diesen gehören sehr viele der Gruppe der Sinti und Roma an. Der Senat hat einen „Berliner Aktionsplan zur Einbürgerung ausländischer Roma“ aufgelegt. Über diesen Plan werden Hilfen für Roma-Familien gewährt. Fünf Stadtbezirke beteiligen sich an dem Plan. Der Bezirk Spandau gehört nicht dazu. In Anbetracht der in Spandau lebenden Sinti und Roma erscheint eine Beteiligung an dem Programm sinnvoll und nützlich. Es handelt sich um eine spezifische Unterstützung für gesellschaftliche und kulturelle Besonderheiten, wie sie der ethnischen Gruppe eigen sind.

 

Die betroffenen Menschen können als eine in den Herkunftsländern und auch bei uns diskriminierte Minderheit im Rahmen des Projekts eine aktive Eingliederung erfahren. Es handelt sich um Schutzbedürftige, die aufgrund der besonderen Diskriminierung in ihren Herkunftsländern bewusst zu uns gekommen sind. Hier sollte eine gezielte Hilfestellung erfolgen, die auf die spezifischen Problemlagen eingeht, anstatt sie auch bei uns auszugrenzen. Dabei geht es beispielsweise um Fragen der Existenzsicherung, der Verschuldung, zum Schul- und Kitabesuch, zu Arbeit und Ausbildung, zur Wohnungssuche und Krankenversicherungsschutz. Unterstützt werden die Familien auch bei antiziganistischen Vorfällen. Nur durch die gezielten Projekte und Projektgruppen kann gezielt Hilfe zur Selbsthilfe und notwendige Unterstützung erfolgen. Dafür gibt es in Spandau bisher keine Anlaufstellen.

 
 

Legende

Ausschuss Tagesordnung Drucksache
Stadtbezirk Aktenmappe Drucksachenlebenslauf
Fraktion Niederschrift Beschlüsse
Sitzungsteilnehmer/-in Auszug Realisierung
   Anwesenheit Kleine Anfragen