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Umgang mit Corona an Spandauer Schulen

Set medizinischer Einweg-Gesichtsmasken auf alten Holzbrettern
Bild: mihalec/depositphotos.com

Aufgrund der aktuellen Pandemielage ist das öffentliche Leben in unserer Stadt von zahlreichen Einschränkungen betroffen. Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen darüber, welche Regelungen derzeit für den Schulbetrieb in Berlin gelten und welche Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens im Bezirk Spandau ergriffen werden.

Schulbetrieb zum Schuljahresbeginn 2021/22

Präsenzunterricht

Ab Beginn des Schuljahres 2021/22 besteht Präsenzpflicht. Schüler/-innen sind damit verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen und auch alle bestehenden Schutz- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Sofern der Präsenzpflicht nicht nachgekommen wird, liegt unentschuldigtes Fehlen vor, das auch auf dem Zeugnis vermerkt wird. Angebote des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause (saLzH) sind sind bei unentschuldigtem Fehlen nicht vorgesehen.

Besondere gesundheitliche Risiken können in Einzelfällen schulisch angeleitetes Lernen zu Hause (saLzH) rechtfertigen. (Eine Schülerin oder ein Schüler kann von der Präsenzpflicht befreit werden, wenn bei ihr oder ihm eine Grunderkrankung vorliegt, die im Falle einer Infizierung mit dem Coronavirus zu einem besonderen gesundheitlichen Risiko für sie oder ihn führen kann. Das besondere gesundheitliche Risiko der Schülerin oder des Schülers ist mittels einer besonders begründeten ärztlichen Bescheinigung (sogenanntes qualifiziertes Attest) nachzuweisen. Die Entscheidung über das Fernbleiben vom Präsenzunterricht trifft die Schulleitung.)

In allen Jahrgangsstufen und Schularten finden der Unterricht sowie zusätzliche Unterrichtsangebote wie Religions- und Weltanschauungsunterricht, herkunftssprachlicher Unterricht und weitere freiwillige Angebote in Präsenz statt. Außerunterrichtliche und ergänzende Förderung und Betreuung sowie außerunterrichtliche Ganztagsangebote finden in vollem Umfang statt.

Testpflicht

Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Schulpersonal testen sich in den ersten drei Schulwochen dreimal, ab 30.08.2021 zweimal pro Woche.
Das Kind nicht testen lassen zu wollen, ist keine hinreichende Begründung zur Nichtteilnahme am Präsenzunterricht. Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen und gleichzeitig alle bestehenden Schutz- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Hierzu gehört aktuell auch das regelmäßige Testen.

Maskenpflicht

Auf Empfehlung des Hygienebeirats herrscht an Berliner Schulen seit Beginn des Schuljahres 2021/22 die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske in geschlossenen Räumen. Die Maskenpflicht entfällt ab 4. Oktober 2021 für alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 6.
An den weiterführenden Schulen ab Klassenstufe 7 bleibt die Maskenpflicht vorerst weiterhin bestehen.

Grundsätzlich wird die Maskenpflicht in den Musterhygieneplänen für die Berliner Schulen geregelt. Im Corona-Stufenplan für die Berliner Schulen werden die Regelungen für die unterschiedlichen Stufen ausgeführt. Dieser sieht je nach Stufenzuordnung grundsätzlich gesonderte Maßnahmen und Hygieneregeln für den Schulalltag vor. Die unterschiedlichen Stufen lauten:

  • GRÜN

    Regelbetrieb: Es gibt keine Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske.

  • GELB

    Wechselunterricht: Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske in geschlossenen Räumen und unter überdachten Flächen. Auf dem Schulgelände kann die medizinische Gesichtsmaske abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

  • ROT

    Schulisch angeleitetes Lernen zu Hause: Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske in geschlossenen Räumen und unter überdachten Flächen. Auf dem Schulgelände kann die medizinische Gesichtsmaske abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Herbstschule 2021

Die Herbstschule ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche, die coronabedingten Lernrückstände abzubauen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Das Angebot gilt für
  • Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 2 bis 8 mit coronabedingten Lernrückständen
  • Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 10 und der gymnasialen Oberstufe, die durch die coronabedingten Schulschließungen beim Lernen benachteiligt waren oder befreit sind von der Zuzahlung für Lernmittel oder anspruchsberechtigt sind nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz oder neu in Deutschland sind und Sprachförderbedarf haben.
Die Ferienschule findet in den Herbstferien vom 11. bis 22. Oktober 2021 statt und bietet:
  • Lernen in kleinen Gruppen
  • auf Wunsch Vermerk der Teilnahme auf dem Zeugnis als besondere Leistung
  • Mo-Fr 9 ‒ 12 Uhr oder 13 ‒ 16 Uhr
  • Präsenzangebot in der Schule

Weitere Informationen stellt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung.

Der Corona-Stufenplan für die Berliner Schulen wurde mit Expertinnen und Experten im Hygienebeirat (Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Amtsärztinnen und Amtsärzte, Elternvertretungen, Schulleiter-Verbände und weitere) überarbeitet und an die aktuelle pandemische Situation angepasst. So wird es bei der Einstufung der einzelnen Schule künftig drei Stufen geben: Grün, Gelb, Rot. Neben dem allgemeinen Infektionsgeschehen im Einzugsgebiet der Schule wird beispielsweise die räumliche Struktur der Schule berücksichtigt. Im Stufenplan werden Maßnahmen beschrieben, die die Durchführung des Regelbetriebs sowie Vorgaben zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, zum Mindestabstand und zur Einhaltung fester Gruppen betreffen .

Der Corona-Stufenplan ist ein Anhang zu den Musterhygieneplänen
  • für die Primarstufe,
  • für die Sekundarstufe und
  • für berufliche Schulen

Die Stufenzuordnung jeder Schule erfolgt in Abstimmung des bezirklichen Gesundheitsamts und der regionalen Schulaufsicht. Die schulscharfe Stufenzuordnung wird jeweils donnerstags vorgenommen. Die übermittelten Maßnahmen sind jeweils am darauffolgenden Freitag der Schulgemeinschaft bekanntzugeben und ab dem darauffolgenden Montag umzusetzen.

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Im Hygienebeirat wurden gemeinsam mit Vertreter/innen aus Wissenschaft, Medizin und Schulöffentlichkeit die aktuell geltenden Musterhygienepläne für die Primarstufen, die weiterführenden Schulen sowie für die beruflichen Schulen abgestimmt. In diesen ist festgelegt, welche Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen jeweils umzusetzen sind. Dabei wird der gesamte Schulalltag berücksichtigt, von Chorproben bis zum Sportunterricht.

Grundsätzlich gelten zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 folgende Hygieneregeln, basierend auf den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Schulen:

  • regelmäßiges Händewaschen
  • regelmäßiges Lüften der Räume
  • Vermeidung von direktem körperlichem Kontakt
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Meter, wo immer möglich
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Um die Ausbreitung von Covid-19 in geschlossenen Räumen zu verhindern, ist das regelmäßige und gründliche Lüften von großer Bedeutung. Um die Schulen beim Einüben der richtigen Lüftungshygiene zu unterstützen, hat die Senatsbildungsverwaltung allen Schulen CO2-Messgeräte zur Verfügung gestellt. Mit diesen kann das pädagogische Personal leichter erkennen, wann genau eine Stoß- und Durchzugslüftung nötig ist.

Die Verteilung der CO2-Messgeräte erfolgte in allen Bezirken über folgenden Verteilerschlüssel:

bis 360 Schülerinnen und Schüler: 3 Messgeräte
360 bis 699 Schülerinnen und Schüler: 4 Messgeräte
ab 700 Schülerinnen und Schüler: 5 Messgeräte

Die Geräte gingen am 26. Oktober 2020 im Schul- und Sportamt ein und wurden von dort entsprechend des Verteilerschlüssels umgehend an die Spandauer Schulen verteilt.

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Luftreiniger
Bild: Bezirksamt Spandau

Am 3. November 2020 hat der Senat auf Vorlage der Bildungssenatorin beschlossen, den Berliner Schulen 4,5 Mio. Euro für die Anschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte bereitzustellen. Diese sollen in Räumen zum Einsatz kommen, die aufgrund der baulichen Situation schlecht zu belüften sind. Insgesamt stehen aus diesen Mitteln 236.763 Euro für die Spandauer Schulen bereit.

Per Rundschreiben an die BezirksstadträtInnen für Bildung sowie die Berliner Schulleitungen vom 11. November 2020 gab die Senatsbildungsverwaltung verbindliche Vorgaben für Luftreinigungsgeräte bekannt.

Die Beschaffung der Luftreinigungsgeräte erfolgt durch die bezirklichen Schulträger. Aus diesem Grund hat das Schul- und Sportamt Spandau im Vorfeld die konkreten Bedarfe der Spandauer Schulen abgefragt.

Parallel zur Bedarfsermittlung wurden entsprechende Angebote für die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten eingeholt. Die zugrunde liegende Leistungsbeschreibung für Geräte mit Filtern der Klasse HEPA H14 folgt den Empfehlungen der Charité Berlin sowie eines Gutachtens der Universität der Bundeswehr München.

Nach Sichtung und Auswertung aller eingegangenen Angebote konnte am 1. Dezember 2020 der Zuschlag erteilt und mit den bereitgestellten Mitteln die Bestellung von insgesamt 82 Luftreinigungsgeräten ausgelöst werden.

Die Auslieferung der Geräte erfolgte an drei Terminen zwischen dem 27.01.2021 und dem 04.02.2021. Alle 82 Luftreiniger (erste Tranche) sind nun im Einsatz.

(Stand: 10.02.2021)

In einer zweiten Tranche wurde zentral durch die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) im Auftrag der Senatsbildungsverwaltung eine feste Auswahl an Geräten bestellt und den Bezirken per Schülerzahlenschlüssel zugewiesen. Die für Spandau angesetzte Menge betrug hierbei 141 Geräte unterschiedlicher Typen.

Für die Bezirke ergaben sich durch die zentrale Beschaffung jedoch verschiedene Fragestellungen, u.a. zu Lieferung, Inbetriebnahme, Geräuschentwicklung, Wartung sowie der Eigentumsfrage. Die Bezirke haben all diese Themen in einem gemeinsamen Fragenkatalog zusammengeführt und der BIM wie auch der Senatsbildungsverwaltung zur Beantwortung zugetragen. Die Schulen wurden angewiesen, die Geräte zunächst nicht anzunehmen bzw. bis zur Klärung der zahlreichen offenen Punkte von einer Inbetriebnahme abzusehen.

Kürzlich erfolgte durch die Senatsbildungsverwaltung die Ankündigung einer dritten Tranche von Luftreinigern – ebenfalls von der Senatsbildungsverwaltung veranlasst und von der BIM ausgeführt. Insgesamt sollen die Geräte kleiner und einheitlicher ausfallen als die der zweiten Tranche. Dem Bezirk Spandau wurden hierbei 183 Geräte zugemessen.

Die Verteilung der dritten Tranche und der zum Teil eingelagerten Geräte aus der zweiten Tranche soll voraussichtlich Ende April erfolgen.

Voraussetzung für eine Inbetriebnahme der Geräte ist jedoch, dass der Fragenkatalog der Bezirke hinreichend beantwortet wird und für die Schulträger klare Regelungen getroffen werden, wie mit den bereitgestellten Geräten und den damit verbundenen Folgekosten umzugehen ist.

(Stand: 18.04.2021)

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