Potenziale und Handlungsmöglichkeiten Verwaltung

Verwaltung

Handlungsmöglichkeiten

  • Energetische Sanierungen bezirklicher Gebäude
  • Verwendung nachhaltiger Baumaterialien
  • Nutzung regenerativer Energie, z. B: Photovoltaik
  • Fassaden- und Dachbegrünung
  • Austausch und Sanierung von Heizungsanalgen/ Wärmeplanung
  • Mehrfachnutzung
  • Hitzeresilienter Umbau von Bestandsgebäuden
  • Beschaffung: Bei der Beschaffung und Vergabe von Aufträgen müssen Nachhaltigkeitskriterien eine stärkere Gewichtung zukommen
  • Reduzierung der Verkehrsemission durch Fuhrpark- und betriebliches Mobilitätsmanagement

Potenziale im Bereich Verwaltung

Das Handlungsfeld Verwaltung weist im Vergleich zu anderen Bereichen ein geringeres Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf, da der Anteil der Bezirksverwaltung an den Gesamtemissionen relativ klein ist. Dennoch sind Maßnahmen aufgrund der Vorbildfunktion wichtig, insbesondere bei bezirklichen Gebäuden, die direkt beeinflusst werden können.

Hauptpunkte

1. Datengrundlage und Benchmarking
Eine umfassende Datengrundlage wurde erstellt, die Benchmarking für 43 % der Objekte ermöglicht, was 76 % des Strom- und 84 % des Wärmeverbrauchs abdeckt. Durch Benchmarking wurden mögliche Einsparungen von 42 % beim Stromverbrauch und 36 % beim Wärmeverbrauch identifiziert.

2. Sanierung und Priorisierung
Finanzielle und personelle Kapazitäten sind entscheidend, um energetisch relevante Gebäude priorisiert zu sanieren. Geocodierung der Gebäude erlaubt eine strategische Planung, z. B. zur Anbindung an Wärmenetze.

3. Dekarbonisierung der Wärmeversorgung
Umstellung von Erdgas auf Fernwärme könnte Treibhausgas-Emissionen um 77 % reduzieren. Alternativ sollen Wärmepumpen eingesetzt werden, insbesondere außerhalb von Wärmenetzgebieten.

4. Photovoltaik (PV) und Solarthermie
Auf 632 Dachflächen könnten PV-Anlagen mit 33 MW Leistung installiert werden, was den 2,6-fachen Strombedarf der bezirklichen Gebäude decken würde. Solarthermie könnte eine Wärmemenge erzeugen, die doppelt so hoch ist wie der aktuelle Verbrauch.

5. Weitere Maßnahmen
Eine Absichtserklärung mit den Berliner Stadtwerken (2024) sieht die Installation von 70 PV-Anlagen bis 2028 vor.
Die Umstellung auf LED-Technik soll bis 2027 erfolgen und jährlich 375 t CO2-Äquivalente einsparen. Durch gezielte Maßnahmen, Kooperationen und den Einsatz erneuerbarer Energien kann die Verwaltung trotz ihres kleinen Anteils einen wichtigen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion leisten.

Konkrete Maßnahmen für das Handlungsfeld Verwaltung finden Sie hier. Alle weiteren Downloads zum Klimaschutzkonzept finden Sie hier.