Maßnahmen für das Handlungsfeld Verwaltung

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Maßnahmenkatalog Verwaltung

Die Klimaschutzmaßnahmen wurden unter Beteiligung von Bürger:innen und Fachämtern entwickelt, basierend auf Vorschlägen der Leitstelle Klimaschutz sowie Anregungen aus dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm und der Treibhausgas- und Energiebilanz. Nach Workshops mit Fachämtern wurden sie in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.

Hier können Sie die Langversion des Klimaschutzkonzepts herunterladen: hier

Potenziale und Handlungsmöglichkeiten für das Handlungsfeld finden Sie hier.

VW-1 Mehrfachnutzung bezirklicher Einrichtungen

Zielstellung
Es soll ein strukturierter Prozess entwickelt werden, um die Mehrfachnutzung (MFN) bezirklicher Einrichtungen sozialer Infrastruktur sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten möglich zu machen.

Beschreibung
Mehrfachnutzung sozialer Infrastruktur bezeichnet die gemeinsame Nutzung eines Standorts durch mehrere öffentliche Einrichtungen. Das Bezirksamt plant, seine soziale Infrastrukturen effizienter zu gestalten und für öffentliche Zwecke zu öffnen, um die vorhandenen Flächen und Räume nachhaltiger zu nutzen. Im Sozialen Infrastruktur Konzept (SIKO) wird zwischen drei MFN-Typen unterschieden: 1) Öffnung einer bestehenden Einrichtung für eine weitere Nutzung; 2) bauliche Erweiterung einer bestehenden Einrichtung um eine weitere Funktion; 3) Neuentwicklung eines Standorts für mehrere Nutzungen. Ziel ist es, einen Prozess zu entwickeln, um Mehrfachnutzung bei Neubauten von Anfang an mitzudenken. Zudem soll geklärt werden, wie sich Mehrfachnutzung in Bestandsgebäuden besser umsetzen lässt. Eine Arbeitshilfe der SenStadt bietet hierfür bereits Unterstützung .

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-1

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VW-2 KlimaCheck

Zielstellung
Klimaschutz und Klimaanpassung soll in allen Bezirksamtsbeschlüssen eine entscheidende Rolle spielen.

Beschreibung
Im Bezirksamt soll ein KlimaCheck eingeführt werden, um Klimaschutz- und Anpassungsaspekte schrittweise in bestehende Planungsprozesse zu integrieren und klimarelevante Abläufe effizienter zu gestalten. Ziel ist es, diese Themen systematisch in die Entscheidungsprozesse einzubinden und Ressourcen optimal zu nutzen.

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-2

    PDF-Dokument (243.1 kB)

VW-3 Klimaschutz als Querschnittsaufgabe

Zielstellung
Klimaschutz und Klimaanpassung sollen fachämterübergreifend in allen Entscheidungen des Bezirksamts eine entscheidende Rolle spielen.

Beschreibung
Das Ziel der Maßnahme ist es, dass Klimaschutz und Klimaanpassung fachämterübergreifend in allen Entscheidungen des Bezirksamts eine entscheidende Rolle spielen soll.
Klima soll langfristig als Querschnittsaufgabe in der öffentlichen Verwaltung verankert werden unter anderem durch die Gründung einer fachamtsübergreifende AG Klimaschutz. Die Arbeitsgruppe soll bilaterale Abstimmungen minimieren und Informationsverluste vermeiden, die bei fehlender multilateraler Abstimmung auftreten. Der bisher eher zufällige und informelle Austausch zwischen Mitarbeitenden und Leitungsebene wird durch regelmäßige, strukturierte Besprechungen ersetzt werden, um die Kommunikation und Zusammenarbeit effizienter zu gestalten. Ziel ist es, dass Klimaschutz nicht mehr isoliert betrachtet wird, sondern in sämtliche Bereiche und Entscheidungsprozesse integriert und klimarelevante Aspekte bei allen Maßnahmen und Projekten berücksichtigt werden.

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-3

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VW-4 Nachhaltiges Bauen im Bezirk

Zielstellung
Klimaschutz wird in allen Aspekten des bezirklichen Bauens und Sanierens berücksichtigt.

Beschreibung
Zu den Maßnahmen gehören die Rückbaubarkeit von Gebäuden, die Nutzung gesunder Materialien und Erneuerbarer Energien sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden nach dem Schwammstadt-Prinzip. Die Novellierung des Berliner Energie- und Klimaschutzgesetzes (EWG Bln) verlangt von öffentlichen Bestandsgebäuden, bei Heizungswechseln oder größeren Renovierungen mindestens 65 % bis über 80 % Erneuerbare Energien zu nutzen. Die Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt (VwVBU) stellt bei Bausummen über zehn Millionen Euro zusätzliche Umweltschutzanforderungen. Es wird angestrebt, den Silber-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) zu erreichen, recycelbare Baustoffe zu verwenden und zivilgesellschaftliche Gruppen zu öffnen.

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-4

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VW-5 Einführung eines Umweltmanagementssystems

Zielstellung
In Pankow wird ein Umweltmanagementsystem (UMS) eingeführt.

Beschreibung
Das Umweltmanagementsystem EMAS hilft, gesetzliche Umweltanforderungen zu erfüllen, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Lebensqualität zu verbessern, während es Kosteneinsparungen und ein positives Image fördert. Das Bezirksamt plant die Einführung von EMAS zunächst für einen Pilotstandort (z. B. Rathaus Pankow) und prüft dafür eine Förderung über das Programm BENE 2. Die Förderung umfasst theoretisch bis zu 100.000 € für die erstmalige Einführung, wenn das System zur Energieeffizienz oder zur Minderung lokaler Umweltbelastungen beiträgt. Voraussetzung ist, dass das System eine externe Auditierung, Zertifizierung oder Validierung erfordert und nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-5

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VW-6 Umstellung und Zentralisierung Fuhrpark

Zielstellung
Der Bezirk Pankow stellt den Betrieb aller Fahrzeuge mit fossilem Antrieb ein.

Beschreibung
Gemäß den Vorschriften des EWG Berlin wird ein detaillierter Umstellungsplan erstellt, der alle vorhandenen Fahrzeuge auflistet und darlegt, wie die Umstellung auf CO₂-freie Modelle schrittweise erfolgt. Neuanschaffungen sollen, wenn möglich, CO₂-frei sein. Zudem wird ein Fuhrparkkonzept erstellt, das nicht nur die THG-Emissionen reduziert, sondern auch die Gesamteffizienz und Nachhaltigkeit des Fuhrparks verbessert und die Möglichkeit der Zentralisierung prüft.

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-6

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VW-7 Klimafreundliche Events

Zielstellung
Alle Veranstaltungen im Bezirk werden klimaneutral organisiert.

Beschreibung
Das Bezirksamt Pankow plant, Informationen zur Durchführung klimaneutraler Veranstaltungen innerhalb der Verwaltung bereitzustellen und eine Selbstverpflichtung für bezirkliche Events einzuführen. Zusätzlich sollen Initiativen und Akteur:innen im Bezirk darüber informiert werden, wie sie öffentliche Veranstaltungen klimaneutral umsetzen können. Zukünftig sollen auch spezifische Anforderungen für die Anmeldung von Veranstaltungen beim Bezirksamt eingeführt werden.
Dabei orientiert sich das Bezirksamt an den wirkungsvollsten Maßnahmen aus dem Guidebook „Labor Tempelhof“ der Cradle to Cradle NGO. Kernmaßnahmen umfassen:

• Energie: Keine Verwendung von z. B. gesonderten Generatoren, stattdessen Verwendung des normalen Stromnetzes und echtem Ökostrom.
• Abfallmanagement: Entwicklung eines Abfallkonzeptes zur umfassenden Kreislaufführung von Ressourcen.
• Gastronomie: Bevorzugung vegan-vegetarischer Speisen, Einsatz von Mehrweggeschirr und Pfandsystemen, sowie Einrichtung eines internen Geschirrverleihs.
• Soziale Aspekte: Gewährleistung von Barrierefreiheit, Einführung eines Awareness-Konzeptes und faire Beschaffung von Produkten.
• Sanitär & Wasser: Einsatz von Trocken- oder Komposttoiletten, Nutzung von Grau- oder Regenwasser und Einrichtung dezentraler Wasserstationen für Mehrwegbehälter, besonders als Klimaanpassungsmaßnahme bei Sommerveranstaltungen.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-7

    PDF-Dokument (337.5 kB)

VW-8 Energie sparen im Bezirk

Zielstellung
Es werden signifikante Energieeinsparungen durch diverse umgesetzte Maßnahmen erzielt.

Beschreibung
Um die Energieeffizienz im Bezirk zu verbessern, werden umfassende Maßnahmen umgesetzt, wie die Umstellung auf LED-Beleuchtung, der Einsatz von Bewegungs- und Präsenzmeldern, die Verbesserung der Heizungsregelung sowie ein Flächennutzungsmanagement. Zudem werden die Berichtspflichten gegenüber der SenMVKU (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) erfüllt.

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-8

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VW-9 Kreislauffähige Verwaltung

Zielstellung
Das Thema Kreislaufwirtschaft wird unter den Verwaltungsmitarbeitenden gefestigt, zudem werden erste Projekte dazu erfolgreich abgeschlossen.

Beschreibung
Es wird ein Schulungsprogramm für Mitarbeitende eingeführt, damit sichergestellt wird, dass die VwVBU konsequent angewendet wird. Dabei liegt der Fokus darauf, das Bewusstsein für eine nachhaltige Beschaffung zu stärken und die vorgegebenen Richtlinien zu verinnerlichen.
Gemeinsam mit der Cradle to Cradle NGO veranstaltet die Leitstelle Klimaschutz eine Fortbildungsreihe für beschaffendes Personal des Bezirk Pankow. Ziel ist es Beschaffungsprozesse so zu standardisieren, dass sie langfristig Verwaltungsaufwand und -kosten minimieren und sich die Beschaffung von Produktgruppen an dem Cradle to Cradle Prinzip orientieren.
Gleichzeitig soll erreicht werden, dass die Richtlinie auch bei einem niedrigeren Auftragswert umgesetzt wird. Das könnte durch eine Senkung des Schwellenwerts erreicht werden, um sicherzustellen, dass auch kleinere Beschaffungsvorgänge den Grundsätzen der Nachhaltigkeit entsprechen und einen positiven Beitrag zu Umwelt leisten.

Aktueller Stand Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-9

    PDF-Dokument (346.7 kB)

VW-10 Solar für Bezirksgebäude

Zielstellung
Alle bezirklichen Liegenschaften werden mit PV-Anlagen ausgestattet.

Beschreibung
Pankow setzt sich aktiv für die Energiewende ein und plant eine erhebliche Ausweitung der Nutzung Erneuerbarer Energien, insbesondere von Solarstrom. Bereits abgeschlossene Verträge, wie das Pankower Solarpaket 2023, zielen darauf ab, Bestandsgebäude zunehmend mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Die verbleibenden Flächen auf diesen Gebäuden werden schrittweise mit Solaranlagen versehen.
Die Berliner Stadtwerke sind beauftragt, weitere Photovoltaikanlagen auf den Dächern bezirkseigener Gebäude zu planen und zu installieren. Eine entsprechende Absichtserklärung zur Zusammenarbeit wurde 2023 zwischen dem Bezirksamt Pankow und den Berliner Stadtwerken KommunalPartner GmbH unterzeichnet.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-10

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VW-11 Begrünung bezirklicher Gebäude

Zielstellung
Für ausgewählte bezirkliche Liegenschaften wird die Machbarkeit von Dach- oder Fassadenbegrünungen geprüft und umgesetzt.

Beschreibung
Es soll der bezirkliche Gebäudebestand betrachtet und geeignete Gebäude ausgewählt werden. Ziel ist es die Begrünung der bezirkseigenen Gebäude voranzutreiben. Außerdem soll geprüft werden, inwiefern die Gebäudebegrünung als neuer Standard bei Sanierungen und Neubauten etabliert werden kann.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht VW-11

    PDF-Dokument (230.0 kB)