Maßnahmen für das Handlungsfeld Mobilität

Mobilität

Maßnahmenkatalog Mobilität

Die Klimaschutzmaßnahmen wurden unter Beteiligung von Bürger:innen und Fachämtern entwickelt, basierend auf Vorschlägen der Leitstelle Klimaschutz sowie Anregungen aus dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm und der Treibhausgas- und Energiebilanz. Nach Workshops mit Fachämtern wurden sie in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.

Hier können Sie die Langversion des Klimaschutzkonzepts herunterladen: hier

Potenziale und Handlungsmöglichkeiten für das Handlungsfeld finden Sie hier

MO-1 Stärkung des Radverkehrs in Pankow - Radfreundliche Infrastruktur für weniger Emissionen

Zielstellung
Erhöhung des Radverkehrsanteils im Bezirk Pankow durch gezielte Förderung und Infrastrukturmaßnahmen.

Beschreibung
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Maßnahme ist die Einrichtung von weiteren Fahrradstraßen und die Verbesserung bestehender Radverkehrsanlagen. Außerdem gehört zur Optimierung der Radverkehrsinfrastruktur die Identifizierung und Priorisierung von Schwachstellen sowie die allgemeine Verbesserung des Wegenetzes, bei Bedarf auch in Zusammenarbeit mit dem FahrRat. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Schließen von Lücken im Netz, der Bereitstellung von Haushaltsmitteln und deren gezielter Umsetzung. Die Zu-ständigkeiten für diese Projekte sind vielfältig: Die SenMVKU hat das Radverkehrsnetz geplant, während das Bezirksamt Pankow, insbesondere das Straßen- und Grünflächenamt, für die Umsetzung der Einzelmaßnahmen verantwortlich ist. Da die vollständige Realisierung des Radnetzes voraussichtlich erst nach 2030 abgeschlossen sein wird, zeigt sich, dass die Förderung des Radverkehrs eine kontinuierliche Aufgabe ist, die fortwährende Anstrengungen und enge Abstimmung erfordert.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittbericht 2025 - MO1

    PDF-Dokument (442.0 kB)

MO-2 Optimierung der Fußwegsicherheit

Zielstellung
Erhöhung der Fußwegsicherheit im Bezirk Pankow durch gezielte Förderung und Infrastrukturmaßnahmen.

Beschreibung
Gemäß § 52 des Berliner Mobilitätsgesetzes wird von der Hauptverwaltung ein Fußverkehrsplan erstellt, der ein Vorrangnetz für den Fußverkehr, Qualitäts- und Erschließungsstandards sowie weitere planerische Zielvorgaben festlegt. Obwohl sich der Plan noch in der Erarbeitung befindet, werden bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Fußverkehrssituation umgesetzt. Schwerpunkt dabei ist die Priorisierung und Optimierung von Fußwegen, insbesondere von Hauptgehwegen und der Barrierefreiheit, oft in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem/der Behindertenbeauftragten und Fuss e. V.
Außerdem soll zur gezielten Verbesserung des Fußverkehrs und der Fußverkehrssicherheit im Bezirk Pankow ein Datenprojekt durchgeführt werden, das intern nutzbare Informationen für die Fachämter bereitstellt. Es soll eine GIS-basierte Datengrundlage erstellt werden, um stark frequentierte Gehwegbereiche zu identifizieren und draus mögliche Handlungsbedarfe und Handlungsmöglichkeiten, wie bei Unfallhäufungen oder fehlenden Gehwegen, abzuleiten. Diese Daten können dann helfen, Maßnahmen besser zu priorisieren und Aufgaben, wie die Aktualisierung von Schulwegplänen, zu erleichtern. Die Datengrundlage soll kontinuierlich aktualisiert und für zukünftige Projekte genutzt werden. Ein Förderantrag bei Bene 2 wurde dafür bereits eingereicht.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht MO-2

    PDF-Dokument (581.6 kB)

MO-3 Nachhaltige Straßenraumgestaltung

Zielstellung
Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Bezirk Pankow durch eine sozial- und klimafreundlichere Straßenraumgestaltung.

Beschreibung
Das Bezirksamt setzt sich für eine Neuaufteilung des öffentlichen Straßenraums und die Priorisierung umweltfreundlicher Verkehrsmittel ein.
Zu den geplanten Modellprojekten gehören die Schaffung temporärer Spielstraßen, wie der Gudvanger Straße, die Kindern sicheres Spielen im Freien ermöglicht. Zudem werden Kiezblocks entwickelt – städtische Wohnquartiere, die auf Fuß- und Radverkehr ausgerichtet sind und den Durchgangsverkehr durch Autos minimieren. Ein Beispiel ist das Komponistenviertel, das als erster Kiezblock in Pankow umgesetzt wurde, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren und die Sicherheit sowie die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Weitere Kiezblocks sind im Arnimkiez und Winsviertel, sowie dem Wohnensemble Grüne Stadt, sowie dem Bötzowkiez im Prenzlauer Berg in Planung oder Umsetzung. Diese sollen insbesondere mit Beteiligung der Zielgruppe Kinder und Jugendliche gestaltet werden.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht MO-3

    PDF-Dokument (373.0 kB)

MO-4 Pankower Mobilitätsbericht

Zielstellung
Förderung des Umstiegs auf nachhaltige Verkehrsmittel für die Bürger:innen von Pankow durch transparente Berichterstattung und gezielte Maßnahmen.

Beschreibung
Im Rahmen dieses Projekts wurden umfangreiche Bestandsaufnahmen im Bezirk Pankow durchgeführt sowie Leitbilder und Strategien für eine nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung formuliert. Das Bezirksamt hat sich verpflichtet, diese Strategien verbindlich umzusetzen. In der nun anstehenden Fortschreibungsphase werden erste der im Mobilitätsbericht dargestellten Maßnahmen evaluierend umgesetzt und die Mobilitätsberichterstattung verstetigt. Die Stabstelle Koordination Infrastruktur-Standortentwicklung (KIS) des Stadtentwicklungsamts ist für die laufende Durchführung des Mobilitätsberichts verantwortlich.
Ein konkretes Beispiel für die Umsetzung der Maßnahmen ist die Einführung von Kiezblocks, die darauf abzielen, den Durchgangsverkehr in Wohngebieten zu reduzieren und die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen. Ein weiteres Beispiel ist die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur, um den Radverkehr sicherer und attraktiver zu gestalten. Zu den praxisorientierten Maßnahmen des Mobilitätsberichts gehört auch die Einführung von Mobilitätsstationen, die Verkehrsmittel wie Carsharing, Fahrräder und den öffentlichen Personennahverkehr bündeln.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht - MO-4

    PDF-Dokument (324.0 kB)

MO-5 Mobilitätskampagne

Zielstellung
Steigerung der Nutzung von alternativen Verkehrsmitteln und Reduktion der Pkw.

Beschreibung
Ziel ist die Steigerung der Nutzung von alternativen Verkehrsmitteln und Reduktion der Pkw. Um nachhaltige Mobilität bei Mitarbeitenden und Bürger:innen zu fördern, sind Mobilitätskampagnen mit Informationsmaterialien, Anreizprogrammen (z. B. „Stadtradeln“), einem Mobilitätstag sowie zeitlich begrenzten Plakaten und Online-Angeboten geplant.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht - MO-5

    PDF-Dokument (501.2 kB)

MO-6 Verknüpfte Wege

Zielstellung
Sicherstellung, dass alle Personen im Bezirk Pankow Zugang zu fossilfreier Mobilität oder Sharing-Angeboten haben.

Beschreibung
Es soll die Nutzung von emissionsfreien Fahrzeugen in geteilten Mobilitätsdiensten wie Sharing-Unternehmen gestärkt werden, um die Attraktivität von Sharing-Angeboten zu stärken und langfristig für eine Reduzierung der Pkw-Anzahl in Pankow zu sorgen. Dafür kann zudem eine stärkere Verknüpfung dieser Dienste mit dem ÖPNV sorgen. Ein weiteres Ziel ist die Verfügbarkeit von Sharing-Angeboten in den weniger zentral gelegenen Ortsteilen zu erhöhen. Ein Beispiel für die Integration neuer Mobilitätsdienstleistungen ist das Angebot Jelbi der BVG.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht 2025 - MO-6

    PDF-Dokument (258.4 kB)

MO-7 Ausweitung Parkraummanagement für eine niedrigere Pkw-Dichte

Zielstellung
Reduktion des Autoverkehrs im Bezirk Pankow durch umfassende Parkraumbewirtschaftung und alternative Mobilitätsangebote.

Beschreibung
Ziel ist die Reduktion des Autoverkehrs im Bezirk Pankow durch umfassende Parkraumbewirtschaftung und alternative Mobilitätsangebote.
Die Parkraumbewirtschaftung (PWB) soll parallel zum Ausbau des ÖPNV und der Fuß- und Radwegeinfrastruktur erweitert werden, während die Anzahl der öffentlichen Parkplätze in der Stadt abnimmt. Eine Ausweitung bestehender oder die Etablierung neuer PRB-Zonen erfolgt auf der Grundlage von Verkehrsgutachten. Die Festlegung der Parkgebühren liegt jedoch nicht in der Verantwortung des Bezirks, sondern wird zentral für ganz Berlin geregelt.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht 2025 - MO-7

    PDF-Dokument (301.4 kB)

MO-8 Verkehrs- und Mobilitätsstrategie Pankow

Zielstellung
Entwicklung und Umsetzung eines ganzheitlichen Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für den Bezirk Pankow.

Beschreibung
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist ein ganzheitliches Konzept erforderlich, das kurzfristig erstellt und mittel- bis langfristig umgesetzt werden muss. Dies umfasst insbesondere den Ausbau von S-Bahn-, Straßenbahn- und U-Bahn-Linien sowie die Einrichtung von Radwegen bzw. Radschnellwegen. Nur so kann den Bedürfnissen der wachsenden Bevölkerungs- und Gewerbeentwicklung im Bezirk entsprochen werden. Das Verkehrskonzept muss weit in die Zukunft blicken und klare Vorgaben für die infrastrukturelle Entwicklung machen.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht 2025 - MO-8

    PDF-Dokument (278.1 kB)

MO-9 Stadt der kurzen Wege

Zielstellung
Umsetzung des Leitbilds „Stadt der kurzen Wege“ in bestehenden und neuen Quartieren von Pankow.

Beschreibung
Um das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ zu verwirklichen, werden für alle neuen Quartiere durchdachte Mobilitätskonzepte entwickelt. Diese Konzepte berücksichtigen die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohnenden und fördern eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ziel ist es, durch eine Mischung von Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Freizeit und Bildung weite Wege und damit zusätzlichen Verkehr zu vermeiden. Dadurch soll die Lebensqualität gesteigert und die Umweltbelastung durch intelligente Verkehrsplanung reduziert werden. Ein Beispiel dafür sind die Planungen zur Alten Schäferei.
Aber auch in bestehenden Quartieren werden Verkehrs- und Mobilitätskonzepte erstellt. Im Sanierungsgebiet Langhansstraße wird derzeit ein umsetzungsorientiertes Konzept erarbeitet. Es umfasst Maßnahmen zur Vermeidung von Durchgangsverkehr, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung der Fuß- und Radwege. Zudem werden Vorschläge für ein Parkraumbewirtschaftungskonzept und die Integration innovativer Mobilitätsangebote entwickelt.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht 2025 - MO-9

    PDF-Dokument (341.6 kB)

MO-10 Grüner Gleisbogen Nordost

Zielstellung
Realisierung der Machbarkeitsstudie zur NEB-Bahntrasse und Freigabe zur öffentlichen Nutzung.

Beschreibung
Eine im Auftrag von SenMVKU erstellte bezirksübergreifende Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die ehemalige NEB-Bahntrasse von Friedrichsfelde nach Tegel trotz einiger Engstellen und Blockaden Potenzial hat. Ziel ist eine durchgängige Grünverbindung zwischen Reinickendorf und Lichtenberg, die Biotope verbindet und als Transitraum Wegebeziehungen durch die Stadt sowie zwischen den Quartieren schafft. Gleichzeitig soll sie auch als Freizeit- und Erholungsraum genutzt werden können. Hierzu sind die Flächen in einem ersten Schritt in Zusammenarbeit mit der Hauptverwaltung entsprechend zu sichern.

Aktueller Stand der Maßnahme

  • Fortschrittsbericht 2025 - MO-10

    PDF-Dokument (270.1 kB)