Ein zentraler Aspekt der gegenwärtigen Entwicklungen im Bezirk Pankow ist das starke zahlenmäßige Wachstum der älteren Bevölkerung. Die Zahl der älteren Menschen steigt in den nächsten Jahren kontinuierlich an, und zwar deutlich stärker als in den übrigen Berliner Bezirken. Dies stellt den Bezirk Pankow vor die Herausforderung, die soziale Infrastruktur entsprechend anzupassen. Dazu muss zunächst das Vorhandensein dieser Angebote in den einzelnen Bezirksregionen erfasst werden um anschließend bedarfsgerechte und wohnortnahe Teilhabe- und Beratungsstrukturen zu schaffen, weiter zu entwickeln oder bekannt(er) zu machen. Der vorliegende Bericht untersucht, welche Bedarfe und welche Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, um die Situation älterer Menschen im Bezirk zu verbessern.
Der Bericht zur sozialen Lage der älteren Menschen im Bezirk Pankow ist Teil der Sozialberichterstattung des Bezirks. Die Sozialberichterstattung informiert Politik und Bürger und bildet die Grundlage für weiterführende Entscheidungen.
Das übergeordnete Ziel von Sozialberichterstattung und –planung ist es, neben der Bereitstellung von Daten und Interpretationshilfen, eine bedarfsgerechte soziale Infrastruktur für alle zu gewährleisten. Im bezirklichen Kontext stehen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Schaffung guter Lebensbedingungen für alle Pankower:innen im Mittelpunkt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt jedoch Menschen, deren gesellschaftliche Teilhabe eingeschränkt ist. Einige Bevölkerungsgruppen sind von Mobilitätseinschränkungen, finanziellen Einschränkungen oder Kommunikationsbarrieren stärker betroffen als andere. Zu ihnen zählen häufig auch ältere Menschen. Die Vermeidung bzw. Reduzierung der sozialen und gesundheitlichen Folgen von eingeschränkter Teilhabe bilden daher einen Schwerpunkt der Pankower Sozialberichterstattung und -planung.