Prävention von Kinder- und Familienarmut

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Berliner Strategie

Die Zahl von Armut betroffenen Kindern und Jugendlich ist in Berlin sehr hoch. Finanzielle Armut kann unter anderem zu negativen Folgen der sozialen Teilhabe, der Bildungschancen oder der gesundheitlichen Lage führen.

Mit dem Beschluss der Berliner Strategie gegen Kinderarmut wurde 2021 im Senat ein gesamtstädtischer Rahmen geschaffen, um die Folgen von Armut gemeinsam konsequent zu bekämpfen und präventives Handeln zu stärken. Ziel ist, ein ressortübergreifendes und abgestimmtes Handeln zur Armutsprävention im Land Berlin zu entwickeln und umzusetzen, damit für alle Kinder und Jugendliche in Berlin ein Aufwachsen in Wohlergehen möglich ist. Die Strategie wurde anhand von fünf strategischen Leitlinien und 15 strategischen Zielen formuliert.

In Berlin gibt es in jedem Bezirk eine Koordination bzw. ein Kernteam, welches sich der Prävention von Kinder- und Familienarmut angenommen hat. Alle Ansprechpersonen finden Sie hier.

Bezirkliche Integrierte Strategie

Die Armutsquote in Spandau von 23,6 % liegt knapp 5 % über dem Berliner Durchschnitt. Auch die Arbeitslosenquote von 10,7 % sowie der Anteil an alleinerziehenden Leistungsbeziehenden SGB II mit Kindern unter 18 Jahren von 15,1 % liegen beide deutlich über dem Berliner Durschnitt. Demzufolge hat der Bezirk Spandau einen erhöhten Bedarf hinsichtlich der strategischen Ausrichtung sowie bedarfsorientierten Maßnahmen zur Prävention von Kinder- und Familienarmut.

Seit Dezember 2025 besteht die Stelle “Koordination Prävention von Kinder- und Familienarmut” im Bezirksamt Spandau. Ziel ist es ab 2026, eine integrierte bezirkliche Strategie zu entwickeln, um mögliche Ursachen und Folgen von Armut zu minimieren sowie die Adressatengruppe zu stärken. Dies ermöglicht eine Grundlage für gesundheitliche Chancengleichheit sowie ein “gesundes Aufwachsen” in Spandau.

Die Erarbeitung der bezirklichen integrierten Strategie wird durch die Prozessbegleitung von “MitWirkung – Perspektiven im Blick” (ein Projekt von Gesundheit Berlin-Brandenburg) unterstützt.

Projekt "Familien stärken - Spandau aktiv für Alleinerziehende"

Im Mai 2025 hat das Projekt “Familien stärken – Spandau aktiv für Alleinerziehende” vom Träger “Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben” (GIZ) in Spandau gestartet. Ziel ist die Stärkung, Qualifizierung und Befähigung der Ressourcen von Alleinerziehenden, um ein gesundes und chancengerechtes Aufwachsen ihrer Kindern zu ermöglichen sowie Kinder- und Familienarmut zu reduzieren. Alleinerziehende werden im Projekt befähigt, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden bzw. einen Einstieg zu erlangen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt innerhalb der Adressatengruppe wird befördert. Der Träger GIZ arbeitet hierbei eng mit dem Jobcenter Spandau zusammen.

Das Projekt wird aus dem Fördertopf “Prävention von Kinder- und Familienarmut” der SenBJF gefördert.

Spandauer Familientag

Der Spandauer Familientag findet einmal im Jahr statt und ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bezirksamts Spandau (Abt. Jugend und Gesundheit – OE Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination), dem Jobcenter Spandau sowie Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. Er ist Bestandteil des Programms „Teamw()rk für Gesundheit und Arbeit in Berlin“. Es soll dazu beitragen, sozial und wirtschaftlich bedingte ungleiche Gesundheitschancen zu vermindern.

An zahlreichen Ständen werden viele Spandauer Einrichtungen und Angebote vorgestellt, die den Familienalltag stärken und ein gesundes Aufwachsen im Blick haben.

Die Veranstaltung wird u.a. durch die SenBJF gefördert und unterstützt somit die Prävention von Kinder- und Familienarmut.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Abt. Jugend und Gesundheit

OE Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination – QPK

Michelle Fritz
Koordination Prävention von Kinder- und Familienarmut