1) Der Lebensraum Garten bietet Grün für alle, denken Sie an Ihre „Mitbewohnenden“!
(Klein-) Gärten bieten die perfekte Umgebung für viele Arten von Nützlingen, die uns bei ihrer Pflege und Erhaltung unterstützen. Je vielfältiger die Bepflanzung, desto reicher die Tierwelt. Wer im Herbst nichts zurückschneidet, bietet Insekten automatisch Unterschlupfmöglichkeiten. Lassen Sie so viel Vegetation wie möglich stehen. Laub, abgestorbenes Holz und Pflanzenreste dienen zunächst als Bodenschutz und werden dann zu Erde und Humus. Aufgehäuft schaffen sie einen Lebensraum und einen Ort zum Überwintern. Käfer und Tausendfüßler freuen sich über die Beherbergung in kleineren Steinhaufen, Frösche, Kröten oder Blindschleichen finden in größeren Haufen Unterschlupf. Igel profitieren ebenfalls von diesen Strukturen.
2) Hecken: Schutz und Nährgehölz
Einige der artenreichsten Gebiete im (Klein-) Garten finden sich rund um seine Begrenzungen. Der Boden unter einer Hecke bietet Nahrung und Unterschlupf für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. Eine einzige Hecke kann bis zu 2.000 Arten beherbergen. Außerdem dienen Hecken als Windschutz, wodurch der Boden in ihrer Nähe feuchter und die Taubildung höher ist. Sie können Staub filtern, Schatten spenden und CO2 speichern.
Nutzen Sie heimische Gewächse wie Schlehe, den gemeinen Schneeball oder Liguster. Sie sind das Beste für unsere darauf spezialisierte Tierwelt.
Suchen Sie Ihre Hecke vor dem Schnitt immer nach brütenden Vögeln und anderen tierischen Bewohnern ab.
Auch aufgeschichteter Baumschnitt und Totholz können als Hecke dienen.
3) Wege entsiegeln
Versiegelte Wege verhindern die Versickerung von Wasser. Zusätzlich heizen sich Steine stark auf. Stattdessen können Wege mit Kies oder Hackschnitzeln gestaltet werden.
4) Gesunder Garten durch Mischkulturen
Treiben Sie es bunt und pflanzen Sie vielfältig: Wildpflanzen neben Kulturpflanzen und Heilkräuter zwischen Gemüse. Pflanzen, die einander stützen, sind etwa Erdbeeren und Zwiebeln, Erbsen und Radieschen oder Gurken mit Fenchel oder Dill. Geeignete Begleitpflanzen mit ätherischen Ölen sind Basilikum, Bohnenkraut oder Kamille. Bei einer höheren Vielfalt ist das Risiko, viele Pflanzen gleichzeitig zu verlieren, geringer.
5) Wildes Paradies: Weniger Rasen – Mehr Biodiversität
Lassen Sie einen Teil der Wiese wachsen! Mit Wildblumen und möglichst heimischen Stauden schaffen Sie ein Nahrungsangebot für Tiere und sparen sich Arbeit. Durch die Bestäubung ist der Ertrag an Obst und Gemüse gesichert; Vögel kümmern sich um Schädlinge. Dünger oder Pestizide sind nicht notwendig. Gemäht wird selten, möglichst nur 1- bis 2-mal jährlich, am besten im Herbst. Eine Bewässerung ist nur in langen Trockenperioden notwendig. Der Boden wird durch tief reichende Wurzeln vor Erosion bei Starkregen oder Wind geschützt.
6) Pflanzenauswahl: Setzen Sie auf robuste Klimagewinner
Häufigere Perioden mit intensiver Trockenheit, dazu Unwetter mit Sturm, Hagel und Starkregen zeigen, wie sich der Klimawandel auswirkt. Hitze- und trockenheitstolerante Pflanzen, die auch Winterfröste aushalten, sind gefragt. Wasser wird zum Argument bei der Gemüseauswahl. Wer darauf achtet, setzt besser auf Sorten mit geringem Verbrauch. Das heißt zum Beispiel: Statt Tomaten und Gurken lieber Karotten, Kartoffeln oder Kürbisse pflanzen.
7) Kluges Wassermanagement
Kluges Wassermanagement ist heute im (Klein-)Garten unumgänglich. Diese Maßnahmen helfen, Wasser zu sparen und die Vegetation ausreichend zu versorgen:
• Sammeln Sie Regenwasser zur Bewässerung.
• Meiden Sie beim Wässern die Mittags- und Nachmittagszeit. Wässern Sie besser morgens. Abendliches Gießen begünstigt aufgrund der Feuchtigkeit über Nacht einen Schädlings- und Krankheitsbefall (z. B. Schnecken, Pilzkrankheiten).
• Gießen Sie richtig: Lieber einmal intensiv anstatt mehrmals über den Tag verteilt. Wässern Sie dabei bodennah den Wurzelbereich und nicht das Pflanzengrün.