FairtradeTown Pankow

Fairtrade Town Pankow

Welche Grundprinzipien verfolgt eine FairtradeTown?

  • Faire Preise: Produzierende erhalten für ihre Waren einen Mindestpreis, der sicherstellt, dass Kosten gedeckt werden und sie von der Arbeit leben können.
  • Prämien: Zusätzlich zum Verkaufspreis gibt es eine Fairtrade-Prämie, die in Gemeinschaftsprojekte oder in die Verbesserung der Produktionsbedingungen reinvestiert wird.
  • Arbeitsrechte: Fairtrade fördert gute Arbeitsbedingungen. Ebenso das Verbot von Kinderarbeit, Diskriminierung und die Einhaltung von Umweltstandards.
  • Nachhaltigkeit: Es wird auf umweltfreundliche Anbaumethoden von Rohstoffen gesetzt und nachhaltige Wirtschaftsweisen unterstützt.

Weitere Informationen zur kommunalen Entwicklungspolitik finden Sie hier.

Fair Trade

Aktueller Stand und Auszeichnung 2026

Im Januar 2026 erfolgte die Titelerneuerung Fairtade-Stadtbezirk für Pankow. Seit dem 12.01.2026 ist der Bezirk Pankow von Berlin bereits zehn Jahre Fairtrade-Stadtbezirk.

Pankow setzt sich aktiv für die Förderung von fairem Handel und faire Beschaffung ein. Im Zentrum steht dabei die Steuerungsrunde Fairtrade Town Pankow, in der zahlreiche Vereine, Initiativen und Einrichtungen mitwirken. Gemeinsam engagieren sie sich für mehr Bewusstsein und konkrete Verbesserungen – von fair produzierten Spielwaren bis hin zu Projekten der Entwicklungs- und Umweltbildung.
Eine enge Kooperation mit den Weltläden in Berlin-Pankow stärkt dabei die lokale Verankerung des fairen Handels und bietet wertvolle Austauschmöglichkeiten. Zudem ist auch der Verein Cradle to Cradle e.V. Teil der Steuerungsrunde. Gemeinsam mit der Klimaleitstelle Pankow hat er Workshops zur nachhaltigen Beschaffung durchgeführt und so praxisnahes Wissen an Verwaltung und Zivilgesellschaft weitergegeben.
Durch diese Zusammenarbeit konnten bereits vielfältige Bildungsprojekte umgesetzt werden, etwa zu den Themen Recycling von Schnittblumen und Textilien, nachhaltiger Konsum und Umweltbildung. Diese Projekte sensibilisieren für globale Zusammenhänge und zeigen, wie jede und jeder einen Beitrag zu mehr Fairness und Nachhaltigkeit leisten kann.

Fair

Fairbruary

Der Februar wird zum fairsten Monat des Jahres: Mit der Kampagne „Fairbruary macht Fairtrade Deutschland e.V. 2025 erneut auf die Bedeutung von fairem Konsum aufmerksam. Als Fairtrade-Town schließt sich Pankow dieser Kampagne an. Ziel ist es, das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schärfen und dazu zu ermutigen, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.
Wir können jeden Tag mit unserem Handeln und unseren Kaufentscheidungen etwas bewegen. Als Fairtrade-Town möchte Pankow ein Vorbild für fairen Handel sein und die Bürgerinnen und Bürger informieren und inspirieren. Seit ihrer Auszeichnung als Fairtrade-Town im Jahr 2016 engagiert sich Pankow aktiv für gerechte Handelsbedingungen weltweit.
Deutschlandweit bieten gut 600 Partner über 8.500 Produkte mit dem Fairtrade-Siegel an.
Fairbruary wird in Deutschland von Fairtrade Deutschland organisiert.

Berlin Pocket Guide und Aktionsbündnis Fairer Handel

Der Berlin Pocket Guide zeigt eine Auswahl an Orten, an
denen Nachhaltigkeit groß geschrieben wird. Ob gemütliche
Cafés, kreative Läden oder authentische Restaurants .
Der Berlin Pocket Guide wird vom Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin herausgegeben und ist in Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern Mitte, Pankow und Tempelhof-Schöneberg sowie weiteren Partner:innen aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft entstanden.

FairTradeTown

Welche Voraussetzungen gibt es?

Um die Auszeichnung als FairtradeTown zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien von einer Stadt oder Gemeinde erfüllt werden.

1. Das Bezirksamt muss sich aktiv für den fairen Handel einsetzen. Somit spricht sich für Pankow die Bezirksbürgermeisterin für die Förderung des Fairtrade-Gedankens aus und unterstützt diesen.

2. Als FairtradeTown ausgezeichnetes Pankow müssen in öffentlichen Räumen Fairtrade-Produkte regelmäßig Verwendung finden, darunter Ratshäuser, Schulen, Krankenhäuser und andere. Dabei geht es um Produkte wie Kaffee, Tee, Bananen oder auch Kleidung.

3. Außerdem müssen im Bezirk Fairtrade-Produkte in Supermärkten oder anderen Geschäften käuflich erwerblich sein. Auch das Angebot von Restaurants oder Hotels können fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment aufnehmen.

4. Aufklärungsarbeit ist ein wichtiges Steckenpferd. Die Bevölkerung Pankows muss über die Bedeutung des fairen Handels informiert werden, bspw. durch Kampagnen oder Bildungsangebote. Dies kann auch in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen geschehen.

5. Eine zentrale Rolle spielen auch lokale Akteur:innen. Sie sollten in die Verbreitung des Fairtrade-Gedankens aktiv miteinbezogen werden durch engagierte Partnerschaften. Darunter könenn bspw. Kirchen, Vereine, Genossenschaften und andere zählen.

6. Eine regelmäßige Berichterstattung über die Maßnahmen zur Förderung des fairen Handels ist notwendig, um den Status des FairtradeTowns zu behalten. Die Berichterstattung erfolgt an die Fairtrade Organisation und muss regelmäßig überprüft werden.

Weitere Infos finden Sie unter FairtradeTown

FairtradeTown 2024

2025: Pankow ist erneut als FairtradeTown ausgezeichnet

Im November 2024 wurde der Bezirk Pankow erneut als FairtradeTown ausgezeichnet. Pankow nimmt aktiv seit 2016 an der Kampagne teil und setzt sich für oben genannte Grundsätze ein. Neben Pankow wurden auch die Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf erneut ausgezeichnet.

Kontakt

Franziska Benger (sie / ihr)
Koordinatorin Kommunale Entwicklungspolitik

Angelika Haaser (sie/ ihr)
Klimaschutzbeauftragte

Maxi Schorling (sie/ ihr)
Klimaschutzmanagerin

Svenja Arenz (sie/ ihr)
EU-Beauftragte